Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Arbeit und Struktur des IMA Stadt

Interministerieller Arbeitskreis Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive

Künftig werden immer mehr Menschen in Städten leben - die Relevanz des urbanen Raums für Umweltschutz, Ressourceneffizienz, Klimaschutz, aber auch für Beschäftigung, Wohlstand, Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt nimmt deshalb zu. Vor diesem Hintergrund wurde der "Interministerielle Arbeitskreis Nachhaltige Stadtentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive", kurz "IMA Stadt", im Herbst 2015 – einem Beschluss des Staatssekretärsausschusses für Nachhaltige Entwicklung folgend – eingerichtet.

Ausgangspunkt der Einrichtung des IMA Stadt ist die Tatsache, dass sich der Erfolg nachhaltiger Entwicklung in der konkreten lokalen Lebenswelt beweisen muss und Kommunen in ihrer praktisch wie politisch wichtigen Funktion national wie international zunehmend Anerkennung gezollt wird. Hierfür steht etwa das globale Nachhaltigkeitsziel 11 ("Sustainable Development Goal", SDG) als eines von 17 Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Auch der im Oktober anstehende dritte Weltsiedlungsgipfel der VN (Habitat III) macht mit seinem Ziel, eine neue städtische Agenda zu verabschieden, die neue politische Rolle der Städte deutlich. Gleiches gilt für die Europäische Union, die eine "EU Urban Agenda" verabschiedet hat. Die Umsetzung der SDGs, der Ziele der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und weitere Prozesse sind von hoher Bedeutung für die kommunale Ebene. Sie bedingen jedoch eine neue Rolle von Städten – und bringen die Notwendigkeit mit sich, Kommunikations-, Abstimmungs- und Unterstützungsmechanismen anzupassen.

Diese Aufgabe nimmt der IMA auf. Ziel ist der Diskurs auf Augenhöhe zwischen Vertreterninnen und Vertreter der Bundes-, Landes- und kommunalen Ebene – es geht um die verbesserte vertikale und horizontale Kooperation. Der IMA setzt dabei auch auf Bewährtes: Die bessere Vernetzung und Verbreitung bereits vorhandener Aktivitäten beziehungsweise die Zusammenführung bislang isolierter Ansätze sowie die Einbindung bestehender Netzwerke ist Grundlage der Arbeit.

Der IMA Stadt sieht sich als ein Forum der Bundesregierung, das den in Fragen zukünftiger Stadtentwicklung unabdingbaren Austausch zwischen fachlichen Ressorts, Handlungsebenen und gesellschaftlichen Interessen fördert. Er bringt Vertreterinnen und Vertreter aller Ressorts an einem Tisch zur Frage zusammen, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele, die sich die Vereinten Nationen 2015 gegeben haben, auf der lokalen Ebene verstanden und umgesetzt werden können und wie die Bundesregierung hier unterstützen kann. Die aktive Mitarbeit der kommunalen Spitzenverbände, von Ländervertreterninnen und Landesvertreter, Kommunalvertreterinnen und Kommunalvertreter sowie der Wissenschaft (sowohl in Bezug auf die regelmäßige Mitarbeit im IMA als auch über die Einladung als externe Impulsgeber) ist von hoher Wichtigkeit und zeichnet den IMA aus.

Der IMA Stadt wurde im April 2017 als Leuchtturmprojekt 2017 zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 wird der IMA dem Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung einen Bericht vorlegen. Auf dieser Basis wird der IMA Stadt voraussichtlich Mitte 2018 in einer Sitzung des Staatssekretärsausschusses über die Ergebnisse des Projektes, seine weitere Entwicklung und seine Ausrichtung an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie berichten.

Arbeitsgruppe I: Umsetzung der SDGs auf kommunaler Ebene, kommunales Nachhaltigkeitsmanagement

Die Umsetzung der SDGs auf kommunaler Ebene ist eine Aufgabe, die vor dem Hintergrund einer Vielzahl wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und politischer Prozesse stattfindet, die von außen auf Kommunen Einfluss nehmen. Zur Umsetzung über die verschiedenen Entscheidungs-/Handlungsebenen hinweg ist - auch aufgrund der oftmals begrenzten Ressourcen der Städte und Gemeinden - Unterstützung und koordinative Begleitung nachhaltiger Entwicklung vor Ort nötig – seitens des Bundes, der Länder, der Wissenschaft und der gesellschaftlichen Akteure. Die AG I adressiert diese Themen und prüft zusätzlich die Ein-richtung eines Dialogprozesses, unterstützt durch eine Servicestelle, als neutrales, wissenschaftsbasierte und gleichzeitig praxisnahes Serviceangebot zur Beratung. 

Arbeitsgruppe II: Internationale Urbanisierung

Der bereits bestehende Ressortkreis der Bundesregierung zum Thema "Internationale Urbanisierung" wurde im Rahmen des IMA Stadt um kommunale Akteure und die Wissenschaft erweitert. Ziel ist, das Kompetenznetzwerk zur internationalen Urbanisierung zu stärken (z. B. über das Instrument der "Urbanisierungspartnerschaften"), internationale Aktivitäten der Ressorts frühzeitiger und kohärenter zu begleiten, Initiativen der Städte und Gemeinden einzubinden sowie sich allgemein über internationale Prozesse und Entwicklungen auszutauschen. 

Arbeitsgruppe III: Forschung und Innovation – "Innovationsplattform Zukunftsstadt"

Die effektivere und kohärentere Gestaltung von Forschungs- und Innovationspolitik von der Grundlagenforschung bis hin zum städtischen Reallabor ist ein weiterer, wichtiger Ansatzpunkt für die Förderung nachhaltiger Entwicklung in den Städten und Gemeinden, den der IMA Stadt aufnimmt. Wie bereits die "Nationale Plattform Zukunftsstadt" basiert nun auch die AG III als Weiterentwicklung der Plattform auf der ressort- und akteursübergreifenden sowie transdisziplinär angelegten Zusammenarbeit: sie greift die Empfehlungen für forschungspolitische Schwerpunkte, die im Rahmen der Nationalen Plattform Zukunftsstadt erarbeitet wurden auf, stimmt forschungs- und innovationspolitische Initiativen von Ressorts, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft besser aufeinander ab und soll so den besseren Transfer in die kommunale Praxis ermöglichen.

Arbeitsgruppe IV: Smart Cities und nachhaltige Entwicklung

Die AG IV des IMA Stadt wurde von den Staatssekretären beauftragt, als Impuls für einen breiten und transparenten gesellschaftlichen Diskurs zu den Perspektiven von "smart cities" eine nationale Dialogplattform einzurichten. Ziel der Dialogplattform "Smart Cities" ist es, zusammen mit Vertretern des Bundes, der Länder und Kommunen, der Zivilgesellschaft sowie aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam Chancen und Risiken der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung zu bewerten und, darauf aufbauend, einen strategischen Handlungsrahmen für Smart Cities zu erarbeiten ("Smart City Charta"). 

Zuletzt geändert: 03.05.2017