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Stand: 18.02.2015

Chronologie umweltpolitischer Meilensteine

Am 6. Juni 1986 wurde das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gegründet. Wesentliche Grundlagen für einen eigenständigen Politikbereich Umweltpolitik wurden jedoch bereits Anfang der siebziger Jahre gelegt. Wichtige Schritte waren das Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971 sowie zentrale Gesetzeswerke wie das Abfallbeseitigungsgesetz von 1972 und das Bundesimmissionsschutzgesetz von 1974. Im selben Jahr wurde auch das Umweltbundesamt in Berlin gegründet und der Sachverständigenrat für Umweltfragen als wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung eingerichtet.

---BREAK--- Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 gab dann den Anstoß, das Bundesumweltministerium zu gründen. Es bündelte die zuvor auf verschiedene Ministerien verteilten Zuständigkeiten der Umweltpolitik.
Das Bundesministerium nimmt heute folgende umweltpolitischen Aufgaben wahr: Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Umwelt und Gesundheit, Immissionsschutz, Anlagensicherheit und Verkehr sowie Chemikaliensicherheit, Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung, die Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen, nukleare Ver- und Entsorgung, Strahlenschutz und internationale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik.
Das breite Themenspektrum verdeutlicht, dass Umweltpolitik als Querschnittsaufgabe für nahezu alle Lebensbereiche bedeutsam ist. In den vergangenen Jahren hat das Bundesumweltministerium viel für den Schutz von Mensch und Umwelt getan. Dabei hat die Umweltpolitik einen deutlichen Wandel vom "Reparaturbetrieb" hin zur Vorsorgepolitik und zu vorausschauenden Strategien vollzogen. Die vom Bundesministerium initiierten modernen Umweltgesetze fußen auf dem Grundsatz der Nachhaltigkeit. Einige dieser Gesetze lieferten auch anderen Staaten ein Vorbild für ähnliche Gesetzgebungen.
Mit Organisationserlass der Bundeskanzlerin vom 17. Dezember 2013 wurden dem Ressort zusätzlich  die Zuständigkeiten für Stadtentwicklung, Wohnen, ländliche Infrastruktur, öffentliches  Baurecht sowie Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten übertragen, die bis dahin dem Bundesverkehrsministerium zugeordnet waren. Seitdem lautet die Bezeichnung Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Gleichzeitig wurde die Federführung  für die erneuerbaren Energien, die seit 2002 im Ressort lag, auf das Bundeswirtschaftsministerium übertragen.
Die Chronologie gibt anhand herausragender Ereignisse einen Überblick über die Arbeit des Bundesministeriums in den zurückliegenden Jahren.

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