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Nr. 050/12 | Berlin, 13.04.2012

Bundesregierung reicht Bewerbung für Bonn als Standort des Grünen Klimafonds ein

Deutschland will die Wirkung des internationalen Klimaschutzes erhöhen und garantiert ein attraktives Leistungspaket

Die Bundesregierung wird im Laufe des heutigen Tages die Bewerbung für Bonn als Sitz des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) einreichen. Die deutsche Bewerbung bietet ein umfassendes Leistungspaket, das die optimale Ausstattung des Fonds sichern soll. In der Bundesstadt Bonn findet der Fonds ausgezeichnete Rahmenbedingungen und wäre sofort arbeitsfähig.

Der Grüne Klimafonds wurde durch die 16. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) im mexikanischen Cancun eingerichtet und ist auf der Folgekonferenz im südafrikanischen Durban im Dezember 2011 operationalisiert worden. Der Fonds soll Entwicklungs- und Schwellenländern finanzielle Unterstützung leisten, damit sie ihre Entwicklung klimafreundlich vorantreiben und sich besser vor den Folgen des Klimawandels schützen können. Im Jahr 2020 sollen 100 Milliarden US-Dollar jährlich für Klimafinanzierung mobilisiert werden, wovon ein signifikanter Teil durch den GCF geleitet werden soll.

Die Vorreiterrolle Deutschlands als zweitgrößter Klimafinanzierer und wichtiger Impulsgeber in der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit soll durch die Ansiedlung des Fonds in Bonn untermauert werden. "Der Grüne Klimafonds hat das Potential, einen Paradigmenwechsel hin zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklung zu befördern. Unser Angebot für den Sitz des Fonds in Bonn unterstreicht unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen", erklärte der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Dr. Norbert Röttgen. "Als Sitz zahlreicher internationaler und VN-Organisationen im Bereich Klima, Umwelt und Energie bietet die Bundesstadt Bonn beste Voraussetzungen und hohe Vernetzungsmöglichkeiten. Die hohe Lebensqualität, das internationale Flair und die hervorragende Infrastruktur sind weitere Pluspunkte Bonns im Wettbewerb mit den voraussichtlichen Mitkonkurrenten um den Sitz Schweiz (Genf), Südkorea (Incheon), Mexiko (Mexiko-Stadt), Polen und Namibia. Bonn ist mit seinen ausgezeichneten Rahmenbedingungen hervorragend geeignet, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen und seine Bedeutung als UN-Standort weiter auszubauen".

Die Bundesrepublik versteht Klimaschutz als Wachstumsmotor. Durch den Fonds ergeben sich für Entwicklungs- und Schwellenländer neue Chancen auf nachhaltige ökonomische und soziale Entwicklung. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel: „Unsere Erfahrungen zeigen: Umweltschutz und Wirtschaftswachstum sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Für eine nachhaltige Entwicklung brauchen wir effektiven Umweltschutz auf internationaler Ebene. Dann können Umwelt- und Klimaschutz die wirtschaftliche Entwicklung sogar vorantreiben. Deutschland nimmt in diesem Bereich eine führende Rolle ein, auch das spricht für den Standort Bonn. Wir wollen mit unserer Bewerbung unseren Vorsprung nutzen - zum Vorteil der Schwellen- und Entwicklungsländer. Entwicklung und Klimaschutz gehören zusammen - das eine ist ohne das andere nicht denkbar."

Die Bundesregierung hat dem Fonds ein attraktives Bewerbungsangebot unterbreitet. Dazu gehören Privilegien und Immunitäten ähnlich jenen für die bereits in Bonn ansässigen VN-Einrichtungen sowie ein umfassendes Sozialpaket für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zukünftigen Sekretariats des Fonds. Zudem investiert Deutschland bis zu 75,5 Millionen Euro in ein architektonisch hoch attraktives Bürogebäude für die Mitarbeiter des Fonds, das die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Bauherr auf einem eigenen Grundstück nach neuesten energetischen und bauökologischen Standards realisieren kann.

Die Entscheidung über den Sitz des Fonds wird Ende 2012 von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Katar getroffen.

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