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Nr. 293/07 | Berlin, 31.10.2007

Gabriel: Ressourceneffizienz ist Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

Bundesumweltminister eröffnet Konferenz

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat heute in Berlin die zweite Innovationskonferenz seines Ministeriums eröffnet. Unter der Überschrift "Ressourceneffizienz - Strategie für Umwelt und Wirtschaft" diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik über einen umweltverträglicheren Umgang mit Rohstoffen und Energie.

"Gerade für ein Land, das auf den Import vieler Rohstoffe angewiesen ist, wird der effizientere Umgang mit Ressourcen immer wichtiger. Vor dem Hintergrund steigender Preise und einer global wachsenden Nachfrage kann nur ein Mehr an Ressourceneffizienz die Grundlagen für industrielle Produktion in Deutschland erhalten. Um unsere Interessen langfristig zu sichern, reicht es nicht aus, den Zugang zu Rohstoffen abzusichern. Wir brauchen eine Strategie, die dazu beiträgt, Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln und unseren Verbrauch auch absolut zu senken", sagte Sigmar Gabriel. "Das kann zu einer win-win-win-win-Strategie werden: ökonomisch, ökologisch, sozial und sicherheitspolitisch."

Die Preise für Energie und für viele Rohstoffe steigen, beispielsweise bei Kupfer von Januar bis April 2007 um 45 Prozent. Zuvor stieg bereits der Stahlpreis innerhalb weniger Monate um mehr als die Hälfte. Die Weltmarktpreise für importierte Rohstoffe im Euro-Raum haben zwischen den Jahren 2000 und 2005 um 81 Prozent zugelegt. "Ressourceneffizienz wird zu einer Schlüsselfrage für unsere Volkswirtschaft. Und das nicht nur wegen der steigenden Preise, sondern auch wegen der Auswirkungen einer weltweit wachsenden Nachfrage nach Roh- und Brennstoffen auf die Umwelt und die Öko- und Sozialsysteme in den Herkunftsländern", sagte Sigmar Gabriel.

Über 40 Prozent der Kosten im Produzierenden Gewerbe in Deutschland sind heutzutage Materialkosten. Die Lohnkosten liegen hingegen deutlich unter 25 Prozent. Dass der effizientere Umgang mit Material und Energie ein erhebliches Potential für Produktivitätssteigerungen bietet und zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt, machte der Präsident des VDI, Prof. Bruno O. Braun deutlich. Dr. Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstrich die ökologische Bedeutung von mehr Ressourceneffizienz. Allein die Energieverluste, die durch den stand-by Betrieb in Privathaushalten und Büros entstehen, summieren sich jährlich auf rund 22 Milliarden Kilowattstunden – mehr als die Städte Berlin und Hamburg zusammen verbrauchen. Für einen Goldring von 10 Gramm Gewicht werden durchschnittlich 3,5 Tonnen Erdreich bewegt. Und um eine Tonne reinen Kupfers aus dem Gestein zu gewinnen, benötigt man einen Energieeinsatz von 14.000 bis 28.000 kWh - so viel wie ein Zweipersonenhalt in Deutschland über einen Zeitraum von vier bis acht Jahren. Diese Zahlen illustrieren den Handlungsbedarf für eine gezielte Ressourceneffizienzstrategie und ihr wirtschaftliches und ökologische Potential.

Weitere Informationen:

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