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Nr. 014/11 | Berlin, 27.01.2011

Katherina Reiche: Gute Perspektiven für Solarstrom aus Marokko

Deutschland und Marokko vertiefen Kooperation

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat die Bedeutung von Solarenergie in Marokko für die zukünftige Energieversorgung Marokkos sowie für Europa und Deutschland hervorgehoben. "Marokko ist ein wichtiger Partner für die Entwicklung und Realisierung des Mittelmeersolarplanes und der Desertec-Initiative, die von der Bundesregierung begrüßt und unterstützt werden", sagte Reiche zur Eröffnung der Tagung "Marokko - Partnerland für erneuerbare Energien" in Berlin.

Das Energiekonzept der Bundesregierung betont die Kooperation Deutschlands mit den Ländern Nordafrikas. Gemäß den vorliegenden Szenarien zur Energieversorgung bis 2050 wird Deutschland einen gewissen Anteil erneuerbaren Stroms aus Importen, zum Beispiel aus den Ländern Nordafrikas, beziehen, um damit die Kostenvorteile der hohen Sonneneinstrahlung in Ländern wie Marokko zu nutzen. Um dies mittel- bis langfristig zu realisieren, hat die EU-Richtlinie zu erneuerbaren Energien aus dem Jahr 2009 mit Artikel 9 bereits eine Grundlage geschaffen, die mit konkreten Abkommen auszufüllen ist. "Dazu werden wir in diesem Jahr eine Strategie erarbeiten und diese sowohl mit anderen EU-Mitgliedern als auch mit Marokko erörtern", sagte Reiche im Beisein der marokkanischen Energieministerin Amina Benkhadra. Dazu unterzeichneten beide eine gemeinsame Kooperationserklärung.

Das Bundesumweltministerium hatte mit drei Studien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu solarthermischer Stromerzeugung die maßgeblichen wissenschaftlichen Grundlagen für die Desertec-Vision gelegt, um mit erneuerbarem Strom aus der Wüste Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliches Wachstum zu fördern, und zwar sowohl in den Ländern Nordafrikas selbst als auch im Verhältnis zu den europäischen Staaten. „Diese gemeinsame Win-Win-Situation mit der Ansiedlung europäischer Unternehmen in Marokko und entsprechenden Forschungsplattformen für die Weiterentwicklung der Technologien und damit die gemeinsame Kostenreduktion sind uns sehr wichtig“, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin.

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