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Nr. 170/09 | Berlin, 03.06.2009

Kommunaler Klimaschutz gewinnt

Umweltstaatssekretär Machnig zeichnet Siegerkommunen in zwei Klimaschutz-Wettbewerben aus

Städte und Gemeinden verfügen über ein enormes Potential zum Einsparen von Energie und CO2-Emissionen. Darauf hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig heute auf einer Konferenz zum kommunalen Klimaschutz in Berlin hingewiesen. "Investitionen von Kommunen in den Klima- und Ressourcenschutz stärken gerade in Zeiten schwacher Konjunktur die regionale Wirtschaft und machen unabhängiger von den perspektivisch weiter steigenden Energiepreisen", sagte Machnig vor rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung "Kommunaler Klimaschutz - Ideen, Impulse, Innovationen". Auf der Konferenz zeichnete er die Gewinner-Kommunen der vom Bundesumweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerbe "Kommunaler Klimaschutz 2009" und "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" aus.

Rund die Hälfte der bundesweit etwa 40.000 Schulen, 48.000 Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen sowie mehrere zehntausend Schul- und Turnhallen sind dringend energetisch sanierungsbedürftig. "Wir wollen die Klimaschutzpotentiale jeder einzelnen Kommune nutzen, ob in privaten Haushalten, in der Wirtschaft oder in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern und Schulen", sagte Machnig. Wer heute in Klima- und Ressourcenschutz investiert, senkt dauerhaft seine Energiekosten und sichert zukunftssichere Arbeitsplätze, so der Staatssekretär weiter.

Kommunen haben aber auch als Planungs- und Genehmigungsbehörde vielfältige Möglichkeiten, Klimaschutz vor Ort umzusetzen. Das zeigen besonders die Preisträger von zwei kommunalen Wettbeweben, die auf der Konferenz ausgezeichnet wurden.

Neun Städte, Gemeinden und Landkreise gingen als Sieger aus dem vom Bundesumweltministerium und der Servicestelle Kommunaler Klimaschutz initiierten Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2009" hervor. Sie wurden unter 221 eingereichten Projekten für besonders vorbildliche Maßnahmen, Strategien oder Aktionen im Klimaschutz geehrt. Für besonders innovative technische und bauliche Maßnahmen für den Klimaschutz in kommunalen Gebäuden und Einrichtungen gewannen Vetschau/Spreewald, Marburg und Mülheim an der Ruhr. Für innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes wurden Wilhelmshaven und der Landkreis Friesland, München und Morbach ausgezeichnet. Der Kreis Unna sowie die Städte Augsburg und Tübingen erhielten Preise für ihre innovativen Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen.

Allein die für den Wettbewerb eingereichten Projekte und Maßnahmen sparen weit über eine halbe Million Tonnen CO2 pro Jahr ein. "Die Kommunen sind für einen erfolgreichen Klimaschutz unverzichtbar. Der Wettbewerb hat gezeigt, wie viele kreative Ideen und innovative Projekten es im kommunalen Klimaschutz gibt", sagte Machnig.

Beim Bundeswettbewerb "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" wurden 18 Preisträger in acht Kategorien für besonders innovative Konzepte zur Erneuerung der Stadtbeleuchtung geehrt. Die Preisträger sind: Aalen, Baltrum, Barnstorf, Bergisch-Gladbach, Düsseldorf, Geseke, Göttingen, Goldenstedt, Hartha, Heiligenhaus, Kaiserslautern, Karlsruhe, Köln, Konstanz, Leipzig, Lippstadt, der Main-Taunus-Kreis und Regensburg. Dieser Wettbewerb wurde gemeinsam mit der KfW Bankengruppe und dem Umweltbundesamt ausgerichtet. Insgesamt hatten sich 183 Kommunen an diesem Wettbewerb beteiligt. Die Preisträger können für ihre vorbildlichen Beleuchtungskonzepte Fördermittel aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums erhalten. Der bundesweite Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung erzeugt derzeit rund 2 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. "Die Preisträger zeigen, dass Energieverbrauch und Klimabelastung durch die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken deutlich verringert werden kann", betonte Machnig.

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