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99/99 | Bonn / Magdeburg, 18.06.1999

Mit erneuerbaren Energien zukunftsgerichtete Arbeitsplätze schaffen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Vorreiterrolle der Windbranche beim Ausbau der neuen Energien gewürdigt. "Die Windbranche hat mit 15.000 direkt und indirekt Beschäftigten in Deutschland gezeigt, wie schnell in kurzer Zeit hochqualifizierte und zukunftsgerichtete Arbeitsplätze entstehen können", erklärte Trittin heute anläßlich seines Besuchs beim Windanlagenhersteller ENERCON/SKET in Magdeburg. In der traditionsreichen Maschinenbaufirma SKET wird seit kurzem die größte Serien-Windanlage von ENERCON (1,5-Megawatt mit 66 Metern Rotordurchmesser) produziert. Dadurch konnten die verbliebenen 180 Arbeitsplätze bei SKET gesichert und in Magdeburg 480 neue Stellen geschaffen werden.

Trittin forderte, den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Bis 2050 solle ihr Anteil mindestens 50 Prozent betragen. Dazu sei es notwendig, bereits heute entsprechende Weichenstellungen zur Förderung erneuerbarer Energien vorzunehmen. So sollte u.a. das Stromeinspeisungsgesetz als Basis für Investitionssicherheit weiterentwickelt werden. Bereits im Haushalt 99 festgeschrieben sei ein Marktanreizprogramm mit einem Volumen in Höhe von 200 Millionen Mark. Damit sollen vor allem die regenerative Wärmeerzeugung und noch nicht so weit entwickelte Verfahren zur Stromerzeugung aus Biomasse, Biogas, kleiner Wasserkraft und Geothermie gefördert werden. Darüber hinaus würden die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien verbessert. Hierzu gehöre die ökologische Steuerreform ebenso wie die Entwicklung fairer Marktbedingungen im Strombereich sowie entsprechende Anpassungen der Energieeinsparverordnung und des Baurechts.

Trittin wies auch auf die Notwendigkeit hin, Zielkonflikte insbesondere mit Naturschutz und Landschaftspflege zu lösen: "Der Bau von Windkraftanlagen stößt teilweise auf Akzeptanzschwierigkeiten bei der Bevölkerung. Dieses Problem läßt sich am besten durch konstruktive Zusammenarbeit bei der Bestimmung geeigneter Standorte lösen", erklärte der Minister. Als mögliche Alternative zu Küstenstandorten kämen neben Standorten im Binnenland grundsätzlich auch Standorte auf See (Off-Shore) in Betracht. Die Erschließung des Off-Shore-Bereichs solle jedoch schrittweise erfolgen. "Wir sollten die kommenden Jahre nutzen, um Erfahrungen zu sammeln. Hierzu biete ich an, daß das Bundesumweltministerium ein oder zwei kleine Off-Shore-Windparks an geeigneten Standorten als Demonstrationsvorhaben fördert, einschließlich eines Begleit- und Monitoring-Programms zur Untersuchung der Fragen des Meeresumweltschutzes und Naturschutzes", so Trittin.

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