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Nr. 101/10 | Berlin, 30.06.2010

Neue Wege für die Klimaschutzfinanzierung in Entwicklungs- und Schwellenländern

Zweitägige Konferenz in Berlin diskutiert Maßnahmen

Neben staatlichen sind private Investitionen notwendig, um das Ziel, die durchschnittliche globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, zu erreichen. Zum Abschluss einer Konferenz zur Klimaschutzfinanzierung in Entwicklungs- und Schwellenländern sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in Berlin: "Wir müssen die Art, wie wir wirtschaften und produzieren, vollständig umstellen. Dazu gehört auch, wie wir Investitionen finanzieren. Es geht darum, einen globalen wirtschaftlichen Strukturwandel hin zu einer zukunftsfähigen, modernen, nachhaltigen Wirtschaft zu organisieren. Hierzu müssen wir die knappen öffentlichen Mittel intelligent so einsetzen, dass möglichst viel privates Kapital in eine klimafreundliche Zukunft investiert wird."

Global muss der Ausstoß von Treibhausgasen um mehr als die Hälfte reduziert werden. Die notwendigen Minderungen in Industrieländern bis 2050 liegen in der Größenordnung von 80 bis 95 Prozent. Vor diesem Hintergrund hat die KfW Entwicklungsbank zusammen mit dem Bundesumweltministerium die zweitägige internationale Konferenz ausgerichtet.

Mehr als 150 internationale und nationale Fachleute aus dem öffentlichen Sektor, der Privatwirtschaft - insbesondere aus dem Finanzbereich -, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Industrie- und Entwicklungsländern erörterten die folgenden Kernfragen: Wie können private Finanzströme durch öffentliche Mittel für Klimaschutz mobilisiert werden? Wie lassen sich durch öffentliche Mittel die Rahmenbedingungen für klimafreundliche Investitionen des Privatsektors in Entwicklungs- und Schwellenländern schaffen und verbessern?

Es wurde deutlich, dass Klimaschutzfinanzierung nicht alleine auf Kreditlinien an Entwicklungsländer und den Kohlenstoffmarkt fußen kann. Die Konferenzteilnehmer diskutierten ein ganzes Bündel von Instrumenten und Maßnahmen, wie beispielsweise:

  • Die Begrenzung von politischen und Währungsrisiken durch staatliche Instrumente erleichtern private Investitionsentscheidungen.
  • Umweltstandards als Leitschnur für Investitionsentscheidungen.
  • Die Förderung lokaler Märkte für Klimatechnologien durch Stärkung der Eigenkapitalbildung von Unternehmen.
  • Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen in Industrie- und Entwicklungsländern für ein förderliches "grünes" Investitionsklima.

Allen diesen Ansätzen ist eigen, dass sie einen öffentlichen Euro mit vielfachen privaten Euro ergänzen und so den Weg für die enormen Summen an Klimaschutzinvestitionen mobilisieren. Auf dem Weg zur nächsten Klimakonferenz in Cancún gab die Konferenz damit wertvolle Impulse für ein den Klimaschutz förderndes Miteinander von privaten und öffentlichen Finanzen.

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