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Nr. 123/07 | Berlin, 04.05.2007

Sigmar Gabriel: Die Technologien zum Klimaschutz stehen bereit, jetzt muss gehandelt werden

Dritter Teilband des IPCC-Berichts in Bangkok verabschiedet

Um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten, müssen die CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zum Jahr 1990 weltweit halbiert werden. Dazu müssen die erneuerbaren Energien erheblich ausgebaut und die Energieeffizienz massiv gesteigert werden. Die dazu erforderlichen Technologien stehen bereit, müssen aber konsequenter als bislang eingesetzt werden. Dies sind wesentliche Ergebnisse des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der heute in Bangkok verabschiedet wurde.

Nach Ansicht von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sind die Aussagen des neuen IPCC-Reports kein Grund, vor der Herausforderung des Klimawandels zu resignieren. "Der Bericht zeigt: Die Klimakatastrophe ist nicht unabwendbar. Wir können sie verhindern. Das Ziel der Europäischen Union, eine Erwärmung um mehr als 2 Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu verhindern, ist erreichbar. Dazu muss innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre das Wachstum der Treibhausgas-Emissionen weltweit angehalten und bis 2050 auf die Hälfte im Vergleich zu 1990 gemindert werden. Der IPCC-Bericht zeigt aber auch: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir müssen jetzt entschlossen handeln, um schwerwiegende und nicht mehr kontrollierbare Klimafolgen zu vermeiden."

Gabriel weiter: "Wir müssen die erneuerbaren Energien weltweit ausbauen und die Energieeffizienz in allen Bereichen massiv steigern. Die erforderlichen Technologien stehen längst bereit. Die Politik muss ökonomische Anreize zum Klimaschutz geben, der Emissionshandel ist dafür ein wichtiges Instrument. Außerdem müssen wir Investitionen in klimafreundliche Technologien fördern. Deutschland und Europa sind auf einem guten Weg. Jetzt kommt es darauf an, dass wir bei der Klimakonferenz im Dezember auf Bali auch international die Weichen richtig stellen. Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan, jetzt muss die Politik handeln."

Der IPCC stellt in seinen Berichten im Auftrage der Vereinten Nationen die aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaänderung im Konsens der internationalen Forschung fest. Der jetzt vorgestellt Bericht zur Minderung von Emissionen ist der dritte und letzte Teil des vierten IPCC-Berichts. An ihm wirkten Hunderte von Wissenschaftlern aus vielen Staaten mit, darunter auch zahlreiche Forscher aus Deutschland.

Der Bericht gibt keine Empfehlungen, sondern stellt den wissenschaftlichen Sachstand zu den technischen und ökonomischen Optionen und Potentialen zur Emissionsminderung sowie zur Wirksamkeit von Maßnahmen dar.

Am 2. Februar diesen Jahres wurde der erste Teilband des IPCC- Sachstandsberichts veröffentlicht. Darin werden die wissenschaftlichen Grundlagen dargestellt. Der am 4. April vorgestellte zweite Teilband befasst sich mit den Folgen der Klimaänderung. Ein abschließender Synthesebericht, der die wesentlichen Aussagen der drei Teilbände auf politische Fragestellungen hin zusammenfasst, wird im November in Valencia (Spanien) verabschiedet.

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