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027/97 | Bonn, 18.06.1997

Umweltbundesamt legt Zukunftsstudie für ein "Nachhaltiges Deutschland" vor

Merkel: Studie ist wichtiger Beitrag in der Debatte über nachhaltige Entwicklungskonzepte

"Die Agenda 21, das in Rio beschlossene globale Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, fordert uns auf, langfristige Perspektiven eines umweltgerechten Lebens und Wirtschaftens aufzuzeigen. Das Umweltbundesamt hat mit seiner Studie eine wichtige Grundlagenarbeit geleistet und versucht, Umweltwirkungen unseres Lebens und Wirtschaftens wissenschaftlich zu untersuchen, sie transparent zu machen und modellhaft Entwicklungswege zu skizzieren. Die Studie trägt auf diese Weise dazu bei, die notwendige breite Debatte über nachhaltige Entwicklungskonzepte in Deutschland voranzubringen. Ebenso wie die im Auftrag von BUND und Misereor erstellte Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" des Wuppertal-Instituts bildet sie mit ihrem auch auf individuelle Verhaltensänderung ausgerichteten Ansatz ein wichtiges Element nicht nur für die politische Diskussion, sondern auch für die Diskussion in den gesellschaftlichen Gruppen," erklärte Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel anläßlich der gemeinsam mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dr. Andreas Troge, vorgestellten Studie "Nachhaltiges Deutschland".

Die Studie des Umweltbundesamtes zeigt Wege einer nachhaltigen, umweltgerechten Entwicklung für ausgewählte Bedürfnisfelder auf. Die Bereiche Energie, Mobilität, Nahrungsmittelproduktion und Textilien werden auf den Prüfstand gestellt und in ihren langfristigen Umweltauswirkungen bewertet. Für den Betrachtungszeitraum bis zum Jahr 2010 werden Entwicklungen abgeschätzt. Dabei werden drei verschiedene Szenarien zugrunde gelegt: ein Status-quo-Szenario, das den gegenwärtigen Trend fortschreibt, ein Effizienzszenarium, das die Weiterentwicklung von Forschung und Technik mit einbezieht, und ein Struktur- und Wertewandelszenario, das eine Änderung der staatlichen Rahmenbedingungen und eine Änderung von persönlichen Einstellungen unterstellt.

Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel: "Ich bin dem Umweltbundesamt dankbar, daß es mit den verschiedenen Szenarien mögliche Entwicklungslinien aufzeigt. Diese Studie wird sicherlich sehr kontrovers von den verschiedenen Interessengruppen in unserer Gesellschaft diskutiert werden, wie es auch der Dialog über meine Initiative zu Schritten für eine nachhaltige Entwicklung gezeigt hat. Eine solche wissenschaftliche Studie ist aber für die Politik wichtig, um abschätzen zu können, ob die ins Auge gefaßten Maßnahmen in die richtige Richtung gehen. Die Erkenntnisse der vorliegenden Studie werden ebenso in den Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen wie in das von mir angekündigte umweltpolitische Schwerpunktprogramm einfließen."

Die Bundesregierung hat mit den bereits beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz und dem Entwurf für ein neues Umweltforschungsprogramm, in dem Umweltbildung, umweltgerechte Produkte und Verfahren sowie Ressourceneffizienz Schwerpunkte darstellen, die neuen Ansätze des Umweltbundesamtes bereits aufgegriffen.

1992 hat sich die internationale Staatengemeinschaft in Rio auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung geeinigt. Gemeint ist damit die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen mit der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen, damit auch zukünftige Generationen Entwicklungschancen haben. Dieses Leitbild wendet sich nicht an den Staat allein. Die Ausfüllung erfolgt vielmehr durch konkretes Handeln jedes einzelnen. Merkel: "Ob es uns gelingt, dieses Leitbild in Deutschland erfolgreich umzusetzen, hängt deshalb nicht allein von den Rahmenbedingungen ab, die die Bundesregierung setzt. Es kommt vielmehr darauf an, Strategien zu entwickeln, um diese Idee in die Gesellschaft hineinzutragen und in ihr zu verankern. Meine Initiative, mit allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen, Schritte zu einer nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren, ist Teil dieser Strategie. Hierzu gehören aber auch die Arbeit der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt", die lokalen Agenden 21 zahlreicher Städte und Kommunen, sowie die Beratung der Bundesregierung durch das Nationale Komitee für nachhaltige Entwicklung."

 

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