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Stand: 22.09.2011

Fragen und Antworten zum Förderprogramm Elektromobilität des BMU

Welche Bedeutung hat die Elektromobilität für den Klima- und Umweltschutz?

Der Verkehr trägt aktuell rund 20 Prozent zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland bei. Daran wiederum haben PKW einen Anteil von rund 60 Prozent. Ein neu zugelassenes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor emittiert durchschnittlich rund 150 Gramm CO2 pro Kilometer und zusätzlich Luftschadstoffe wie Stickoxide und Schwefeldioxid. Ein Elektroauto ist vor Ort schadstofffrei. Die Gesamtemissionen unter Einschluss der sogenannten Vorkette hängen vom verwendeten Strom ab. Schon mit dem aktuellen Strommix in Deutschland weisen Elektrofahrzeuge eine leicht bessere Klimabilanz auf als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die Benzin oder Diesel tanken. Durch die von der Bundesregierung vorgesehene kontinuierliche Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung nimmt dieser Umweltvorteil der Elektrofahrzeuge immer mehr zu. Die Nutzer haben schon heute die Möglichkeit, emissionsfrei mit einem Elektroauto zu fahren, wenn sie einen grünen Stromvertrag abschließen, über den sie das Fahrzeug laden.

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Warum fördert das BMU mit öffentlichen Mittel Projekte zur Forschung und Entwicklung von Elektroautos? Sollte dies nicht Aufgabe der Automobilhersteller sein?

Aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, die Forschung und Entwicklung von Umwelttechnologien zügig voranzutreiben, weil dadurch mittel- bis langfristig Emissionen deutlich reduziert und Ressourcen geschont werden. Die ersten Entwürfe der Evaluierungsberichte unabhängiger Institute belegen, dass durch die Förderungen Projekte begonnen wurden, die ansonsten deutlich später realisiert worden wären. Aus ökonomischer Sicht dient die Förderung der Stärkung der Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen und der damit verbundenen Arbeitsplätze.

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Wer entscheidet über die Vergabe der Fördermittel des BMU?

Grundlage für Fördermittel des BMU war eine öffentliche Förderbekanntmachung. Die eingehenden Projektskizzen wurden dann von den Projektträgern des BMU inhaltlich bewertet. Die endgültigen Vergabeentscheidungen erfolgten stets und ausschließlich im BMU.

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Gingen die Fördermittel nur an die großen Automobilhersteller?

Das BMU hat insgesamt 96 Zuwendungsempfänger unterstützt. Darunter waren zahlreiche universitäre und nichtuniversitäre Forschungseinrichtungen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Stadtwerke. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass große Unternehmen, die selber höhere Summen in Projekte einbringen und in der Regel größere Forschungsprojekte initiieren, in der Summe auch die höchsten Förderungen erhalten. Bei allen geförderten Projekten müssen die Forschungsnehmer einen erheblichen Eigenanteil beitragen. Dieser beträgt je nach Größe es Unternehmens (bei kleinen und mittelständischen Unternehmen weniger, bei großen Unternehmen mehr) und dem Stand der Forschung zwischen 50 und 75 Prozent. Nur Forschungseinrichtungen erhalten eine Zuwendung von bis zu 100 Prozent.

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Stehen die geförderten Technologien bei den genannten Projekten der Allgemeinheit und damit auch Wettbewerbern zur Verfügung? Oder bleibt die mit Steuergeldern entwickelte Technologie den einzelnen Konzernen vorbehalten?

Die Technologien selber stehen den Unternehmen zur Verfügung, die sie entwickelt haben. Das ist bei Zuwendungen für Projekte im Bereich der Forschung und Entwicklung in Deutschland wie im Ausland übliche Praxis. Die Untersuchungsberichte werden aber, soweit sie keine Geschäftsgeheimnisse enthalten, zum Abschluss der Projekte auf der Projektseite www.erneuerbar-mobil.de veröffentlicht.

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Worin unterscheiden sich die Flottenversuche des BMU z.B. von den Modellregionen des BMVBS? Wird hier nicht vieles doppelt und dreifach getestet?

Bei den Feldversuchen des BMU stehen entsprechend den Zuständigkeiten des Umweltressorts die Ermittlung der Umwelt- und Klimabilanz der Elektrofahrzeuge und deren Verknüpfung mit erneuerbaren Energien im Vordergrund. Durch diese Feldversuche werden wichtige Erkenntnisse für die künftige Ausgestaltung umweltpolitischer Rahmenbedingungen gewonnen. In den Modellregionen des BMVBS werden schwerpunktmäßig die Aspekte der Mobilität und der Integration von Elektrofahrzeugen in das Verkehrssystem untersucht.

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Welche Erkenntnisse hat das BMU bei den Feldversuchen bisher gewonnen?

Die Projekte aus dem Förderprogramm Elektromobilität laufen noch bis zum Herbst 2011. Sie werden jeweils mit einem umfassenden Bericht abschließen. Zudem wird eine Auswertung der Ergebnisse durch eine unabhängige Forschungseinrichtung (Evaluation) erfolgen. Erste Erkenntnisse liegen bereits vor. So wurde z.B. der Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur von den Versuchsteilnehmern als gering eingestuft. Dies war z.B. eine Grundlage der Entscheidung im Regierungsprogramm, für den Aufbau einer öffentlichen Infrastruktur keine Haushaltsmittel bereitzustellen. Zudem wurde z.B. im dem Flottenversuch mit dem Mini-E in Berlin empirisch belegt, dass der für die umweltpolitische Bewertung dieser Technologie zentrale Aspekt der Koppelung an erneuerbare Energien über ein zeitgesteuertes Laden der Fahrzeuge in der Praxis funktionieren kann. Die Versuchsträger wurden vorrangig geladen, wenn ein hoher Anteil von Windstrom im Berliner Umland zur Verfügung stand.

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Wie geht es weiter? Welchen Nutzen verspricht sich die Bundesregierung von der Ausweitung einzelner Projekte zu sogenannten "Schaufenstern" für Elektromobilität?

Das Konzept der Schaufenster beruht auf einer einstimmigen Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität. In ihr sind Vertreter verschiedener Branchen, Wissenschaftler, Kommunen und Umwelt- und Verbraucherverbände vertreten. Vorgesehen ist die Fortführung einiger regionaler Modellprojekte bzw. Flottenversuche in bundesweit 3-5 großen "Schaufenstern". Hier soll regional eine wesentlich höhere Dichte an Elektrofahrzeugen erreicht werden als in den bisherigen Regionen – mit Anteilen, wie sie bundesweit erst im Jahr 2020 existieren dürften. Dadurch können die konkreten Auswirkung der Elektromobilität auf die Stromnetze und das Verkehrssystem in der Praxis erprobt und die Markteinführung der Fahrzeuge und der Infrastruktur gezielt vorangebracht werden.

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