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Stand: 17.11.2011

"Leider bewegen sich die USA keinen Millimeter"

MAZ: Mit welchen Erwartungen fahren Sie nach Durban?

Katherina Reiche: Der Handlungsdruck ist riesig, aber die Ausgangslage schwierig. Es gibt immer noch keine Einigkeit über ein weltweit verbindliches Klimaschutzabkommen. In Durban sind dennoch substantielle Fortschritte notwendig.

Was ist das Hauptproblem?

Es gibt immer noch einen Konflikt zwischen Schwellenländern wie China, Brasilien oder Indien und verschiedenen Industrienationen, wer welchen Beitrag zu leisten hat.

Wer bremst?

Leider bewegen sich die Vereinigten Staaten keinen Millimeter. Viele Länder machen ihre Zusagen aber davon abhängig.

Wäre es nicht sinnvoller, ohne die USA weiterzumachen?

Bereits in Cancún hat sich gezeigt, dass viele Länder konstruktiv beim Klimaschutz mitmachen wollen. Dort wurden konkrete Maßnahmen wie der Klimafonds für Entwicklungsländer beschlossen.

... der aber bis heute unter chronischer Unterfinanzierung leidet.

Hier sind wir in der Anfangsphase. Es gibt noch Fragen zu klären. Unabhängig davon wird Deutschland bis 2012 rund 1,26 Milliarden Euro für Klimaschutz zur Verfügung stellen.

Welche Schritte müssen folgen?

Ganz wichtig sind Regeln zur Transparenz von Klimaschutzmaßnahmen. Wenn etwa China sagt, wir reduzieren CO2, dann muss dies nachvollziehbar sein. Ebenso brauchen wir verbindliche Finanzierungszusagen.

Und der Handel mit Verschmutzungsrechten? Umweltverbände werfen der Bundesregierung vor, sie habe CO2-Zertifikate zu billig an die Unternehmen vergeben.

Ich teile diese Kritik nicht. Klar ist jedoch: Einen effektiven Emissionshandel kann es nur mit gleichen Wettbewerbsbedingungen für alle Länder geben.

Macht Deutschland seine Klima-Hausaufgaben? Aktuell stemmt sich das Wirtschaftsministerium gegen Energieeffizienz-Vorgaben.

Wir stehen zu unseren Klimaschutzzielen. Bei der Energieeffizienz müssen wir besser werden. Besonders bei der energetischen Sanierung von Gebäuden gibt es noch enormes Potenzial. Die Industrie hat hier bereits in den letzten Jahren viele Anstrengungen unternommen.

Das Gespräch führte Henry Lohmar.

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