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Stand: 19.04.2012

Neue Froscharten auf den Philippinen entdeckt

BMU unterstützt mit seiner Internationalen Klimaschutzinitiative diesen großartigen Forschungserfolg

Bei einer im November 2011 in der philippinischen Provinz Southern Leyte durchgeführten Bestandsaufnahme der Artenvielfalt wurden mindestens zwei neue Froscharten entdeckt. Die Studie war im Rahmen eines von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projekts sowie eines Projekts des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und der Global Environment Facility (GEF) in Auftrag gegeben worden.

Die beiden neu entdeckten, in Wäldern lebenden Froscharten wurden am 17. April 2012 in Manila feierlich präsentiert. Sie gehören zur Gattung Platymantis, eine genaue Bezeichnung haben sie aber noch nicht. Philippinische und US-amerikanische Wissenschaftler arbeiten derzeit an einer formalen Beschreibung der neuen Arten.

Die Bestandsaufnahme wurde von Fauna & FIora International, dem Nationalen Museum der Philippinen sowie dem philippinischen Ministerium für Umwelt und Natürliche Ressourcen (DENR) durchgeführt. Insgesamt konnten 229 Pflanzen- sowie 212 landlebende Wirbeltierarten registriert werden, von denen viele ausschließlich auf den Philippinen beheimatet sind. Diese eindrucksvolle Liste von Tier- und Pflanzenspezies veranschaulicht die große Artenvielfalt, die trotz der Fragmentierung der Waldgebiete auf den Philippinen zu finden ist. Neben der Entdeckung neuer sowie der Inventarisierung vorhandener Arten ermöglichte die Studie auch eine detaillierte Dokumentation grundlegender und neuer Informationen über Ökologie und Entwicklungsgeschichte vieler auf den Philippinen heimischer Wirbeltierarten.

Die Informationen dienen nun lokalen Verwaltungsstellen als wissenschaftliche Basis für die Planung und Umsetzung von Systemen zum Management und Monitoring. Die Ergebnisse leisten somit einen direkten Beitrag zum Schutz und zur Wiederherstellung von Ökosystemen wie Wäldern sowie der biologischen Vielfalt. Sie untermauern zudem die Bemühungen der nationalen Regierung im Rahmen ihrer Strategie zur Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und der Zerstörung von Wäldern (REDD+).

Bei der Erarbeitung dieser Strategie wird die Regierung durch das IKI-Projekt, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vor Ort durchführt, unterstützt. Ziel des Vorhabens ist es, die nationale Forstpolitik zu verbessern und Anreize für Waldschutz und -rehabilitierung zu setzen. So kann das Land seine Emissionen reduzieren, die biologische Vielfalt erhalten und gleichzeitig die Lebensbedingungen lokaler Gemeinschaften verbessern. Die Entdeckung der neuen Arten gibt diesen Bemühungen wertvolle Impulse. Sie unterstreicht zudem die Bedeutsamkeit des IKI-Vorhabens auf den Philippinen.

Das BMU finanziert über die IKI seit 2008 Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Transformationsstaaten. Erstmalig wurden nun im Rahmen eines IKI-Vorhabens neue Arten entdeckt.

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