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Stand: 16.11.2011

Förderschwerpunkt: "IT goes green"

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist die Basis für ein globales klima- und ressourcenschonendes Wirtschaftswachstum. Analysen der OECD haben gezeigt, dass sich derzeitige Initiativen im Wesentlichen auf die direkten Effekte der IKT beziehen. Durch den indirekten Einsatz von IKT können jedoch noch größere Potentiale für den Klima- und Ressourcenschutz gehoben werden.

Der IKT Sektor war nach einer Studie1 im Jahr 2005 für rund 216 Terawattstunden (TWh) oder 8% des Gesamtstromverbrauchs der Europäischen Union (EU) verantwortlich. Dies entspricht 93 Millionen Tonnen CO2 Äquivalenten. In Deutschland wurden im Jahr 2007 ca. 23 Mio. Tonnen CO2 durch die IKT Branche verursacht, dies entspricht 2 % der CO2 Emissionen. Aufgrund der stetig wachsenden Bedeutung von IKT wird dieser Anteil bis zum Jahre 2020 voraussichtlich auf rund 11 % innerhalb der EU und auf 3% in Deutschland anwachsen.2

Das CO2-Einsparpotenzial, welches bis zum Jahr 2020 durch die Anwendung von Green IT erschlossen werden könnte, ist allerdings mehr als achtmal höher als die Emissionen der IKT Branche selbst.3 Alleine in Deutschland ergibt sich ein Reduktionspotential durch direkte und indirekte IKT-Lösungen von rund 207 Mio. Tonnen CO2.4

Diese Potentiale gilt es schnellstens zu erschließen. Die Bundesregierung geht in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran: Sie hat sich im November 2008 das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2013 den durch den Betrieb von IKT verursachten Energieverbrauch um 40% zu senken.

Die IKT-Strategie der Bundesregierung5 definiert aber auch konkrete Ziele und Maßnahmen, zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz in der deutschen Wirtschaft. Diese Ziele wurden in der Dresdner Vereinbarung, dem Ergebnis des 5. Nationalen IT-Gipfels im Dezember 2010 zusammengefasst. Dazu gehören unter anderem:

  • intelligente Netze bei der Energieversorgung (Smart Grids),
  • eingebettete Systeme (Embedded Systems), die ihre Dienste in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen und Geräten verrichten,
  • neue Wertschöpfungen im Netz, z.B. Cloud Computing, IKT Konzepte für Handel und Dienstleistungen (Smart Consumer, Connected Living)
  • die effiziente Energie- und Ressourcennutzung durch Green IT Anwendungen z.B. bei der Gebäudesteuerung (Smart Building) und im Maschinen- und Automobilbau sowie
  • Ressourceneffiziente IKT Lösungen am Arbeitsplatz.

Außerdem sind intelligente, ressourceneffiziente IT-Anwendungen und -geräte für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands von großer Bedeutung. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Mit dem Förderschwerpunkt "IT goes green" im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms (UIP) will das Bundesumweltministerium gezielt neuartige und innovative IKT Pilotprojekte fördern und so dazu beigetragen, die erheblichen Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ressourcenschutz sowohl in der IKT als auch durch ihre Anwendung zu heben.

Green IT in Unternehmen spart durch die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz Kosten und ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Quellennachweis:

  1. Bio Intelligence Service, 2008: Impacts of Information and Communication Technologies on Energie Efficiency, Final Report, European Commission DG INFSO. (PDF-Dokument, 306 KByte, extern, in englischer Sprache)
  2. The Climate Group, 2008: SMART 2020: Enabeling the low carbon economy in the information age. Addendum Deutschland. Die IKT Industrie als treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz. Veröffentlicht durch Global e-Sustainability Initiative. (PDF-Dokument, 4,6 MB, extern)
  3. ebenda
  4. ebenda
  5. BMWi, November 2010: IKT-Strategie der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015"
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