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Stand: 01.12.2011

Verleihung des europäischen EMAS-Award an zwei deutsche Organisationen

Bundesumweltminister Röttgen ehrte 25 deutsche Unternehmen am 2. Dezember 2011, die das Umweltmanagementsystem nach der europäischen Umwelt-Audit-Verordnung EMAS umgesetzt und sich um den EMAS-Award 2011 für vorbildliches Umweltmanagement beworben hatten.

Der EMAS-Preis, vergeben von der EU-Kommission, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Einbindung von interessierten Kreisen in die Verbesserung der Umweltleistung". Mit der KNEISSLER Brüniertechnik GmbH in Untersiggingen und der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim erhielten deutsche Organisationen zwei der sechs vergebenen Preise.

KNEISSLER arbeitet mit einer Umweltschutzorganisation zusammen, um Auswirkungen des Betriebs auf die Biodiversität und seine Abhängigkeit von Ökosystemleistungen zu beurteilen, und kann durch neue Abfallbewirtschaftungsmaßnahmen bis zu 90 % der Kosten im Produktionsverfahren der chemischen Oberflächenbearbeitung einsparen. In der Fritz-Erler-Schule arbeiten Lehrer- und Schülerschaft, Zulieferer, die Schulbäckerei sowie die Gebäudeverwaltung zusammen, um die Umweltleistung der Schule zu verbessern. Durch diese Zusammenarbeit konnten zwischen 1998 und 2009 die CO2-Emissionen der Schule um 35 % verringert werden. Alle Aktivitäten der Schule rund um das Umweltmanagement sind über eine eigene Homepage für Interessierte und Mitwirkende öffentlich zugänglich.

Auswahlverfahren

36 vorbildliche EMAS-Organisationen, die sich durch besondere Leistungen zu dem ausgeschriebenen Thema auszeichneten, waren von den EU-Mitgliedstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Spanien und Ungarn für den europäischen Preis nominiert worden.

Zu vergeben waren Preise in den Kategorien Kleinstbetriebe, kleine, mittlere und große Organisationen sowie kleine und große öffentliche Verwaltungen. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Organisationen, die das europäische Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt haben.

Deutsche Bewerber

Am deutschen Vorauswahlverfahren, das vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag organisiert worden war, hatten sich in diesem Jahr folgende Unternehmen und sonstige Organisationen beteiligt:

Kleinstunternehmen (bis 10 Beschäftigte):
  • WestfalenWIND GmbH, Bad Wünnenberg
Kleine Unternehmen (bis 50 Beschäftigte):
  • Menschels Vitalresort, Bad Sobernheim
  • Best Western Premier Hotel Victoria, Freiburg
  • KNEISSLER Brüniertechnik GmbH, Untersiggingen
  • Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH
  • MÄRKISCHES LANDBROT GmbH, Berlin
  • Vereinigte Gas- und Wasserversorungs GmbH, Rheda-Wiedenbrück
  • W. Streker GmbH, Fruchtsaftkelterei
  • Projekt: Agentur Heimpel Braunsteffer GmbH

 

Mittlere Unternehmen (bis 250 Beschäftigte):
  • Neumarkter Lammsbräu e.K.
  • Bada AG, Bühl/Baden
  • Insel Mainau GmbH
  • Sternquell Brauerei GmbH, Plauen
Große Unternehmen (über 250 Beschäftigte):
  • HAVI Logistics GmbH, Duisburg
  • Himolla Polstermöbel GmbH, Taufkirchen/Vils
  • Gelsenwasser AG
  • Evers Druck GmbH, Meldorf
  • Axel Springer AG Offsetdruckerei, Ahrensburg
Kleine öffentliche Einrichtungen:
  • Fritz-Erler-Schule Pforzheim
Große öffentliche Einrichtungen:
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn
  • Leuphana Universität Lüneburg
  • Europäisches Patentamt, München
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG
  • Stadtwerke Karlsruhe GmbH
  • Bistum Limburg

Gewinner der nationalen Vorauswahl und damit von deutscher Seite aus für den Wettbewerb um den europäischen Award benannt wurden WestfalenWIND, KNEISSLER, die Fritz-Erler-Schule, die Sternquell Brauerei, Evers Druck und die Stadtwerke Karlsruhe. Die Einrichtungen haben - teilweise als langjährige EMAS-Teilnehmer - ausgezeichnete Umweltleistungen erzielt und pflegen die Kommunikation mit Mitarbeitern, Nachbarn, Verbänden und sonstigen interessierten Kreisen, um sich weiterhin kontinuierlich zu verbessern.

Auswahl auf europäische Ebene

Die europäische Jury verlieh den europäischen EMAS-Award außer an die beiden deutschen Organisationen an folgende Unternehmen:

  • Belvas Bio- und Fairtrade-Schokolade (Belgien): Belvas trennt u.a. organisische Abfälle, die bei der Schokoladenproduktion anfallen, und verwertet diese in einer Biomethangasanlage. Mit Besichtigungen vor Ort und anhand von praktischen Beispielen kommuniziert Belvas mit der Öffentlichkeit.
  • ebswien Hauptkläranlage (Österreich): Die ebswien Hauptkläranlage nimmt u.a. Einfluss auf ihre Zulieferer. So wurde ein Zulieferer gebeten, seine Lieferungen von der Straße auf die Schiene zu verlegen, so dass 135 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Insbesondere Kinder werden über die Verwendung von Wasser und Abfall informiert.
  • Eurobank EFG (Griechenland): Die Eurobank EFG sitzt der europäischen Taskforce zur Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vor und trägt so zur Integration von nachhaltigen Grundsätzen in das Bankwesen bei. In jeder Filiale wird eine Person als Umweltbeauftragte bestellt.
  • Stadtverwaltung von Ravenna (Italien): Die Stadt Ravenna bezieht über 100 Beschäftigte in Gemeindegebäuden, sog. EMAS-Respräsentanten, in besonderer Weise in ihre Umweltmaßnahmen ein. Großer Wert wird auf "grüne" Beschaffung gelegt. In einem Gemeindeteil wurde der Pro-Kopf-Wasserverbrauch durch starkes Engagement der Bevölkerung verringert. Schließlich hat die Gemeinde Abfallsammlungsprojekte unter Beteiligung von 13.000 Studierenden und Familien durchgeführt.
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