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Stand: 16.08.2007

Wasser- und Klimatag 2007

Weltwasserwoche 2007 diskutiert und definiert Trategien zumj Anpassung an den Klimawandel

Am 15. August 2007 fand im Rahmen der diesjährigen Weltwasserwoche in Stockholm der vom Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, Programmen der Vereinten Nationen und weiteren Institutionen zum ersten Mal in diesem Rahmen organisierte "Wasser- und Klimatag 2007" statt. Es diskutierten mehr als 150 Experten Strategien zur Anpassung, die helfen sollen, die Auswirkungen der auftretenden und sich voraussichtlich verstärkenden Klimafolgen im Wassersektor weltweit zu mindern.

Die wissenschaftlichen Hinweise sind eindeutig: Klimawandel findet statt und hat Auswirkungen auf die Prozesse des Wasserkreislaufs weltweit in allen Regionen mit möglicherweise verhängnisvollen Effekten. Auch wenn noch eine Anzahl von Ungewissheiten in Szenarien, Modellsimulationen und diversen Projektionen besteht, so herrscht bei Wissenschaftlern und Politikern Übereinstimmung, dass das Klima sich verändert und große Änderungen im Wasserhaushalt zu erwarten sind. Dass, so weit wie möglich, Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um die Ursachen des vom Menschen gemachten Klimawandels zu vermeiden, steht außer Frage. Zusätzlich müssen jedoch auch Möglichkeiten der Anpassung auf bestimmte nicht mehr abzuwendende Veränderungen auf den Wasserhaushalt, die Wasserwirtschaft sowie besonders stark wasserabhängige Wirtschaftsbereiche (z. B. Landwirtschaft, Energieerzeugung, Binnenschifffahrt und Tourismus) entwickelt werden. Das Bundesumweltministerium hat deshalb im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit der Europäischen Kommission im Februar 2007 ein dreitägiges Symposium mit dem Titel "Time to Adapt!" durchgeführt, das sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen auf besonders wasserabhängige Sektoren (vor allem Wasserver- und entsorgung) befasst hat. Wichtigste Ergebnisse waren dabei die Ausarbeitung von Vorschlägen zur Entwicklung von Anpassungsstrategien, die in verschiedene nationale und regionale Prozesse einfließen. Diese Ergebnisse wurden in Stockholm zusammen mit den Teilnehmern diskutiert und weiter entwickelt. Dadurch wurde dazu beigetragen, das weltweite Bewusstsein für die Risiken zu stärken und gleichzeitig mögliche Anpassungsstrategien aufzuzeigen.

Die Weltwasserwoche in Stockholm hat zu folgenden Ergebnissen geführt:

  • Die Zeit zum Handeln ist da; Forschungsergebnisse drängen zum Handeln.
  • Veränderungen des Klimas wirken sich in besonderer Weise auf den Wasserhaushalt aus und werden spürbare Folgen für weitere wichtige Wirtschaftssektoren, wie Landwirtschaft, Wasserkraft und Energieerzeugung, Tourismus und Schifffahrt in großen Teilen der Welt haben.
  • Nur gemeinsames einheitliches Handeln wird zu erfolgreichen Synergien führen, die von allen betroffenen Akteuren mitgetragen werden können. Die Einführung von Anpassungsstrategien ist eine Herausforderung: Kosteneffizienz sollte sichergestellt sein, auch wenn wissenschaftliche, technische, planungsrelevante und administrative Auswirkungen zu erwarten sind.
  • Die wissenschaftlichen Ergebnisse sowie die Prognosen für zukünftiges Wassermanagement sind nicht eindeutig. Daher sind weitere Forschungsaktivitäten notwendig, um Fragen der Anpassung effektiver zu behandeln und den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik gestärkt fortzuführen.
  • Die Auswirkungen von Klimaveränderungen finden nicht nur in Industriestaaten statt, sondern betreffen vor allem auch die Entwicklungsländer. Wissensaustausch und Wissensverbreitung bezüglich Anpassung und integrierte Bewirtschaftung von Wasserressourcen in den betroffenen Sektoren müssen daher auch Teil der internationalen Zusammenarbeit sein.
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