Menschen vor Ort zusammenbringen Nachbarschaftliches Miteinander vor Ort macht Quartiere erfolgreich

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Das funktionierende soziale Gefüge ist entscheidend für das Gelingen von Miteinander und Vielfalt. Nur auf dieser Basis können Nachbarschaften in Stadtteilen entstehen und dauerhaft funktionieren. Das BMUB investiert deshalb in zahlreiche Projekte, die genau hier ansetzen: Sie fördern Begegnung, den Austausch zwischen verschiedenen Generationen und Bevölkerungsgruppen. Durch diese Förderung, durch Offenheit, ein engagiertes aufeinander Zugehen und Netzwerken kann sich so echte Gemeinschaft vor Ort entwickeln.

Viele Gruppen, ein Quartier

Das Förderprogramm "Soziale Stadt" des BMUB und der Länder macht deutlich, wie vielfältig die Struktur der Quartiere in unseren Städten und Gemeinden ist: Das Programm stabilisiert benachteiligte und strukturschwache Stadt- und Ortsteile und verbessert die Lebensqualität vor Ort. Das geschieht durch städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastruktur und in die Qualität des Wohnens. Es sorgt für mehr Generationengerechtigkeit und mehr Familienfreundlichkeit im Quartier. Die Menschen dort haben so mehr Chancen auf Teilhabe und Integration. Ein wichtiges Ziel ist dabei, lebendige Nachbarschaft zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken – ob im Mehrgenerationenhaus, im Nachbarschaftstreff oder im Erzählcafé. 

Integration gelingt im Quartier

In Deutschland leben rund 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, viele davon in Städten. Bei der Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen spielt das Quartier eine zentrale Rolle – denn Integration findet in Nachbarschaften statt. Das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Herkunftskulturen steht als politisches Thema heute weit oben auf der Agenda. Deshalb unterstützt das BMUB mit dem Programm "Soziale Stadt" Maßnahmen, die diese komplexe Querschnittsaufgabe direkt betreffen. Dazu zählen etwa die Einrichtung von Begegnungszentren direkt vor Ort oder die Förderung von Netzwerkstrukturen. Im Rahmen des Bundesprogramms "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ" verbessert das BMUB die Chancen von Bewohnerinnen und Bewohnern in benachteiligten Quartieren – mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Angebote bündeln

Unter dem Titel "Orte der Integration im Quartier" hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in den vergangenen Jahren acht Modellvorhaben auf den Weg gebracht. Eine zentrale Erkenntnis dabei: Es bringt sehr viel, wenn verschiedene Bildungs- und Betreuungsangebote gebündelt werden. Besonders erfolgversprechend für gelungene Integration ist die Öffnung von Schulen zum Wohnquartier im Sinne von "Stadtteilschulen". Aber auch Gemeinschafts- und Mehrgenerationenhäuser können sehr gut zur Vernetzung im Quartier beitragen. Und warum nicht vorhandene Orte der Integration auch für neue Strukturen freier Träger und Vereine nutzen?

Viele Projekte, ein Dach

Wenn Sie sich über die zahlreichen Förderungsmöglichkeiten für Quartiersprojekte einen Überblick verschaffen wollen, dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die Website der Städtebauförderung. Der Querschnitt durch die Handlungsfelder des Programms "Soziale Stadt" zeigt sehr gut, was für das Gelingen des Miteinanders entscheidend ist.