BMUB Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Naturverträgliche Landwirtschaft: Ein Schlüssel zur biologischen Vielfalt

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Besonders die intensive Landwirtschaft gefährdet die Artenvielfalt, weil sie die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten verändert, teilweise sogar zerstört. Feldhamster und Klatschmohn sind nur zwei Beispiele für Arten, die stark zurückgehen oder akut bedroht sind. Wenn wir die Vielfalt unserer Natur auch für kommende Generationen erhalten wollen, müssen wir unsere Landwirtschaft naturverträglicher gestalten.

Das Bundesumweltministerium setzt sich deshalb mit der Naturschutz-Offensive 2020 dafür ein, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz in der Landwirtschaft gezielt zu fördern und Agrarsubventionen nicht mehr nach der Größe der bewirtschafteten Fläche zu vergeben. Diejenigen Betriebe, die die Mittel aus Umweltsicht effizient einsetzen und Gemeinwohlaspekte wie Natur- und Klimaschutz sowie Tierwohl berücksichtigen, sollen besonders gefördert werden. Auf einen derartigen Umbau der Agrarsubventionen werden wir auf europäischer Ebene hinarbeiten.

Auch der übermäßige Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der intensiven Landwirtschaft gefährdet die biologische Vielfalt. Pflanzenschutzmittel zerstören die sogenannte Ackerbegleitflora – diese ist aber die Nahrungsgrundlage vieler Arten wie Insekten und Vögeln. Daher setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Landwirtschaft mit Zukunft muss die Belastungsgrenzen der Natur respektieren. Nur dann können wir alle als Verbraucher, aber auch die Landbewirtschafter, zukünftig davon profitieren.