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Quelle: BMUB ǀ Stand: 22.02.2016

Antwortschreiben auf die Aktion des BUND "Deutschland muss Veto gegen Glyphosat-Wiederzulassung einlegen!"

Sehr geehrte Sympathisanten des BUND,

vielen Dank für Ihre Sorge um die Umwelt und Ihre kritische Position zu Pflanzenschutzmitteln!

Chemische Wirkstoffe sind seit Langem ein fester Bestandteil der industriellen Landwirtschaft. Art und Umfang ihres Einsatzes sind ein Problem. Insekten, Pflanzen, Vögel, die damit ungewollt in Kontakt kommen, können, je nach Art des Pflanzenschutzmittels, geschädigt werden und sterben. Auf diese Weise gefährden die Mittel nachweislich die biologische Vielfalt. Das ist auch bei Glyphosat der Fall.

Unsere Position zur weiteren Zulassung des Wirkstoffes Glyphosat ist daher klar: Er darf in Deutschland nur dann weiter eingesetzt werden, wenn die Risiken Glyphosat-haltiger Pflanzenschutzmittel auf ein vertretbares Maß sinken. Falls Landwirte solche Mittel einsetzen möchten, dürfen sie das zum Beispiel nur bis zu einer bestimmten Menge tun. Sie wären verpflichtet, ausreichend Ausgleichsflächen zu schaffen, um die biologische Vielfalt nicht zu gefährden und sie dürften die Mittel nur mit deutlichem Abstand zu Gewässern einsetzen. Ohne so ein klares Regelwerk lässt sich der Einsatz von Glyphosat aus unserer Sicht nicht mehr vertreten.

Für den Schutz unser Flora und Fauna muss es generell darum gehen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln so stark wie möglich zu minimieren und die Landwirtschaft insgesamt umweltverträglicher zu machen. Dafür setze ich mich ein, zum Beispiel mit der Naturschutzoffensive. Darin spreche ich mich für eine stärkere Förderung des Ökolandbaus aus, der weitgehend ohne chemische Pflanzenschutzmittel auskommt – damit sein Anteil endlich weiter wachsen kann.

Ihr kritischer Blick auf die negativen Effekte der industriellen Landwirtschaft kann dabei nur helfen!

Vielen Dank für Ihr Engagement!

Barbara Hendricks
Bundesumweltministerin