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Nr. 073/13 | Berlin, 30.05.2013

Bundesumweltministerium fördert Projekt zur energieeffizienten Dampferzeugung

Zur Umsetzung eines innovativen Energiekonzepts fördert das Umweltministerium ein Pilotprojekt der Interquell GmbH aus dem bayerischen Großaitingen mit knapp 350.000 EUR. Ganz im Sinne der Energiewende setzt das Unternehmen auf eine neue Anlage zur Dampferzeugung. Dadurch sinken der Energieverbrauch und die Kohlendioxidemissionen. Die Fördergelder werden aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung gestellt.

Die Interquell GmbH stellt Produkte für die Lebensmittelindustrie und Tiernahrung her. Unverzichtbarer Bestandteil des Produktionsprozesses ist dabei die Erzeugung von Dampf. Mit der neuen Anlage sollen Strom- und Dampferzeugung gekoppelt werden. Das Vorhaben demonstriert erstmalig in Deutschland, wie verschiedene technische Komponenten für eine verbesserte Energieeffizienz kombiniert werden können.

Pro Jahr kann die Anlage 1.463 Megawattstunden elektrische Energie und 2.963 Megawattstunden thermische Energie erzeugen. Der Brennstoffbedarf des Dampfkessels kann mit Hilfe der KWK-Anlage sowie optimierter Dampferzeugung mit Economizer, Brennwerttauscher und Brüdendampfnutzung jährlich um 3.500 Megawattstunden auf 23.300 Megawattstunden reduziert werden. Insgesamt sinkt der Primärenergiebedarf um 2.789 Megawattstunden und die Vermeidung der Kohlendioxidemissionen beträgt 700 Tonnen.

Eine vorgeschaltete Mikrogasturbine wandelt die eingebrachte Brennstoffenergie zu 33 Prozent in elektrische Energie um. Die restlichen 67 Prozent werden als thermische Energie direkt als heiße Abluft einem Gasturbinen-Abgasbrenner zugeführt. Durch einen nachgeschalteten Brennwertwärmetauscher wird die dabei ausgekoppelte Wärme für die Beheizung des Produktionsgebäudes genutzt.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben. Das Projekt der Interquell GmbH kann grundsätzlich auf andere Unternehmen wie etwa Wäschereien, Brauereien, Fleischereien oder Krankenhäuser übertragen werden.