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Nr. 080/10 | Berlin, 27.05.2010

Globale Partnerschaft zum weltweiten Schutz der Tropenwälder begründet

Ursula Heinen-Esser: Deutschland beteiligt sich mit mindestens 350 Millionen Euro

Die Globale Partnerschaft zum weltweiten Schutz der Tropenwälder wurde heute in Oslo von über 50 hochrangigen Vertretern von Industrie- und Tropenländern offiziell unterzeichnet. Damit nimmt der internationale Waldschutz konkrete Gestalt an. Deutschland unterstützt den globalen Waldschutz mit mindestens 350 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren 2010 bis 2012 im Rahmen seiner Sofortfinanzierung für den internationalen Klimaschutz. "Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Wälder unserer Erde vor ihrer Zerstörung zu retten. Wir brauchen deshalb eine starke, weltweite Allianz gleichgesinnter Staaten und Regierungen, die den Schutz der Wälder gemeinsam voranbringen wollen", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser.

Deutschland wird die Partnerschaft aktiv unterstützen, um das ehrgeizige EU-Ziel, bis 2030 die Entwaldung weltweit zu stoppen, auch zu erreichen. "Unser finanzieller Beitrag ist sehr gut angelegt. Denn intakte Wälder erbringen unermessliche Leistungen insbesondere für den Klima- und Biodiversitätsschutz sowie den Wasserhaushalt", sagte Heinen-Esser.

Die Globale Partnerschaft ist ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz, denn etwa ein Fünftel aller weltweiten Treibhausgas-Emissionen entsteht bei der Zerstörung von Wäldern. Die Globale Partnerschaft unterstützt die internationalen Klimaverhandlungen durch ganz konkrete Maßnahmen bei der Vermeidung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung in den Tropenländern und stellt hierfür vier Milliarden US-Dollar für die Jahre 2010 bis 2012 zur Verfügung.

Deutschland ist schon seit vielen Jahren im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit erfolgreich im Waldschutz tätig: Die Partnerländer werden dabei unterstützt, Schutzgebiete einzurichten, die Kontrolle des illegalen Holzeinschlags und die Feuerprävention zu stärken, die Vergabe von Landtiteln wird ermöglicht, kommunale Waldschutzprogramme und nachhaltige Waldwirtschaft gefördert. Dank dieser Pilotprogramme weiß man heute, wie Waldschutz wirkungsvoll gestaltet werden kann.

Zur Konferenz wurde auch erstmalig eine Übersicht vorgestellt, die transparent macht, welche Waldschutzprojekte und Waldschutzinitiativen derzeit weltweit gefördert werden. "Dies ist ein erster, aber wichtiger Schritt, die Koordination zwischen Geber- und Partnerländern für Waldschutzmaßnahmen auf einen soliden Boden zu stellen und damit die Abstimmung zwischen allen Beteiligten zu verbessern", so Heinen-Esser.

Weitere Informationen

www.oslocfc2010.no: Oslo Climate and Forest Conference 2010 (auf Englisch)

#bmub30
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