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22.03.2017

Inge Paulini wird neue Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz

Die Naturwissenschaftlerin Dr. Inge Paulini wird neue Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Einen entsprechenden Personalvorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nahm das Bundeskabinett auf seiner heutigen Sitzung zustimmend

Die Naturwissenschaftlerin Dr. Inge Paulini wird neue Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Einen entsprechenden Personalvorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nahm das Bundeskabinett auf seiner heutigen Sitzung zustimmend zur Kenntnis. Inge Paulini folgt auf Wolfram König, der das Amt seit 1999 leitet und seit August 2016 zugleich Präsident des neu errichteten Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) ist.

Inge Paulini ist seit 2009 Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in Berlin. Nach dem Studium der Ökotrophologie in Bonn und dem Master of Science in Ernährungswissenschaft in Pullman, USA, promovierte Paulini 1991 zum Dr. rer. nat. in Biologie an der Universität Hannover. Von 1993 bis 2008 arbeitete sie im Umweltbundesamt, zuletzt als Leiterin der Grundsatzabteilung mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeitsstrategien, Umweltrecht und Umweltökonomie. Sie ist Mitglied in einer Reihe von Beiräten und Gremien zur Thematik nachhaltige Entwicklung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Inge Paulini bringt als hochqualifizierte Naturwissenschaftlerin und ausgewiesene Expertin in der wissenschaftlichen Politikberatung beste Voraussetzungen für die Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz mit. Als bisherige Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen verfügt sie über große Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Und ich freue mich, dass zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des BfS stehen wird."

Zugleich dankte Hendricks dem scheidenden BfS-Präsidenten Wolfram König für seine langjährige Tätigkeit an der Spitze des BfS. "Wolfram König hat in seiner Amtszeit das BfS von dem Ruf befreit, eher der Atomindustrie als den Bürgerinnen und Bürgern zu dienen, der dem Amt bis 1999 anhing. Indem er bei der Genehmigung von Atomtransporten und Zwischenlagern unnachgiebig auf der strikten Einhaltung von Grenzwerten und Sicherheitsnachweisen bestand, verschaffte er dem Amt Respekt und die gebührende Glaubwürdigkeit als unabhängige Genehmigungsbehörde."

Nachdem die Zuständigkeiten für nukleare Angelegenheiten auf das neue BfE übergegangen sind, steht das BfS künftig noch mehr als bisher im Dienste der Verbraucherinnen und Verbraucher. Es kümmert sich um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor allen Arten von Strahlenbelastung – sei es durch UV-Strahlen, durch Handys, durch Hochspannungsleitungen oder durch den Einsatz radiologischer Strahlenquellen in Medizin und Wissenschaft.

22.03.2017 | Pressemitteilung Nr. 094/17 | Strahlenschutz