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26.06.2017

Jugendforum Stadtentwicklung engagiert sich für lebenswerte Großstädte

Engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland haben Baustaatssekretär Gunther Adler auf dem "11. Jugendforum Stadtentwicklung" ihre Ideen zum "Leben in der Großstadt" vorgestellt.

Engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland haben heute Baustaatssekretär Gunther Adler auf dem "11. Jugendforum Stadtentwicklung" ihre Ideen zum "Leben in der Großstadt" vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die Beteiligung Jugendlicher an Planungsprozessen, um Gestaltungsspielräume in der Stadtentwicklung und um mehr bezahlbaren Wohnraum.

Adler: "Die junge Generation beeindruckt mich mit ihren Vorschlägen für die Weiterentwicklung der Großstädte. Mit dem Jugendforum gelingt es, die Sichtweise junger Menschen in die Arbeit und Aufgaben des Bundesbauministeriums einzubeziehen. Diesen Dialog wollen wir fortsetzen. Das Potenzial und die Kreativität junger Menschen sollten wir noch stärker für die Gestaltung unserer Städte nutzen."

Die größten deutschen Städte ziehen immer mehr Einwohner an. Im Mittelpunkt des Jugendforums Stadtentwicklung stand deshalb die Frage, wie Großstädte wachsen können und dabei lebenswert bleiben. Jugendliche aus verschiedenen Städten Deutschlands haben dazu Ideen erarbeitet, die sie im Bundesbauministerium vorgestellt haben.

Da Bauvorhaben in Großstädten häufig mit Konflikten verbunden sind, haben sich die Jugendlichen mit den Themen Nutzungsdruck und Bürgerbeteiligung beschäftigt. Sie schlagen vor, junge Menschen stärker in Planungen einzubeziehen, auch wenn das für Verwaltungen nicht immer einfach ist. Ihre Ideen und ihr Engagement können zu innovativen Projekten beitragen. Besonders junge Stadtbewohner gestalten ihre Stadtviertel oft selbst. Sie bauen eigene Stadtmöbel und Skateparks, legen urbane Gärten an oder pflegen das Straßengrün. Auch sonst sollte Farbe eine größere Rolle in der Stadtgestaltung spielen, denn bunte Städte seien lebenswerter als der graue Einheitsbrei an vielen Fassaden. Wichtig ist den Jugendlichen, dass auch in wachsenden Städten Möglichkeiten und Räume zum Treffen, Austauschen und Ausprobieren erhalten bleiben bzw. entstehen können.

Die Jugendlichen haben sich auch mit dem Thema bezahlbarer Wohnraum auseinandergesetzt. Insbesondere in Ballungszentren und Universitätsstädten ist es für junge Menschen schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Baustaatssekretär Adler wies in diesem Zusammenhang auf die Initiative des Bundesbauministeriums im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau hin, die Errichtung von kleinen modularen Wohnungen für Studierende und Auszubildende mit 120 Millionen Euro zu fördern. Die Wohnungen sollen nicht mehr 280 bis 300 Euro Miete monatlich kosten und können dank ihrer veränderbaren Grundrisse später durch die Zusammenlegung von zwei oder mehreren Einheiten auch von Familien oder Senioren genutzt werden. Geplant ist, bis Ende 2018 insgesamt 30 Modellvorhaben "Variowohnungen" zu fördern.

26.06.2017 | Pressemitteilung Nr. 223/17 | Stadtentwicklung