BMUB Website

Navigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

http://www.bmub.bund.de/PM7271
27.07.2017

Konventionelle Landwirtschaft mit Artenschutzkonzept

Panoramaansicht der Lüneburger Heide
Anlässlich ihrer diesjährigen Sommerreise besucht Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Demonstrationsbetrieb des Projekts F.R.A.N.Z. in Niedersachsen.

Bundesumweltministerin Hendricks zu Besuch auf F.R.A.N.Z.-Demonstrationsbetrieb in Lüneburg

Anlässlich ihrer diesjährigen Sommerreise besucht Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Demonstrationsbetrieb des Projekts F.R.A.N.Z. in Niedersachsen. Das Projekt erprobt, wie Biodiversität und eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft so gelingen kann, dass Felder ertragreich bewirtschaftet werden und gleichzeitig die Artenvielfalt erhalten bzw. erhöht wird. F.R.A.N.Z. wird gemeinsam von der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz und dem Deutschen Bauernverband (DBV) umgesetzt. Gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat Ministerin Hendricks die Schirmherrschaft übernommen.

Der rund 220 Hektar große Ackerbaubetrieb der Familie Hartmann in der Lüneburger Heide ist seit Anfang 2017 einer von zehn Demonstrationsbetrieben des Kooperationsprojekts.

Hendricks: "Ich freue mich, dass es auch in der konventionellen Landwirtschaft Vorreiter mit Weitblick gibt, die die Zukunftsaufgabe Naturschutz beherzt anpacken, wie hier bei einem der F.R.A.N.Z.-Demonstrationsbetriebe. Wichtig ist, dass wir nun in der EU zu einer schrittweisen Änderung der Agrarförderung kommen, die einerseits unbürokratisch und kostendeckeckend und andererseits auch verbindlicher an Naturschutzfragen orientiert ist."

Welche Maßnahmen derzeit auf dem Betrieb erprobt werden, erläuterte der Betriebsleiter Jochen Hartmann: "Wir haben dieses Frühjahr mehrere Blühstreifen und Feldlercheninseln im Getreide mit Erbsen angelegt. Einen Teil unserer Braugerste bewirtschaften wir zudem extensiv und somit ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel."

"So wie Hartmann wollen auch viele andere Landwirte Naturschutzmaßnahmen umsetzen. Dies muss aber praxisgerecht erfolgen. Viele bürokratische Vorgaben beim Greening und in Agrarumweltprogrammen bergen das Risiko, für Formfehler und geringfügige Ungenauigkeiten, z. B. bei der Vermessung der Flächen, finanziell abgestraft zu werden. Das ist ein Hindernis für das Engagement der Landwirte. Mit F.R.A.N.Z. wollen wir nach praktikablen Lösungen suchen", erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken, der die Ministerin beim Projektbesuch begleitete.

"Nur wenn es gelingt, über den Dialog und die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz wirtschaftlich tragfähige und praxistaugliche Lösungen für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft zu verwirklichen, schaffen wir die Basis für eine stärkere Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen", verdeutlicht Stephan Zirpel, Geschäftsführer der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, am Rande des Besuchs von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

27.07.2017 | Pressemitteilung Nr. 262/17 | Ministerium
Gemeinsame Pressemitteilung mit der Michael-Otto-Stiftung und dem deutschen Bauernverband