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12.06.2015

Nachhaltige Entwicklung erfordert auch einen gesellschaftlichen Wandel

Trotz großer Erfolge der deutschen Umweltpolitik gibt die Situation der Umwelt nach wie vor Grund zur Besorgnis. Die Treibhausgasemissionen, der Stickstoffüberschuss, die Bodenerosion und der Verlust an biologischer Vielfalt haben Dimensionen erreicht, welche die ökologischen Belastbarkeitsgrenzen unserer Erde überschreiten. Welche Bedeutung gesellschaftliche Veränderungen in diesem Zusammenhang haben, war Thema einer vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt veranstalteten Konferenz "Erfolgreicher Wandel zur Nachhaltigkeit".

Effizienzsteigerungen und technologische Innovationen sind unabdingbarer Bestandteil einer erfolgreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik, reichen allein aber nicht aus. Auch die Veränderungen von Routinen und Lebensstilen sowie Produktions- und Konsummustern spielen eine entscheidende Rolle.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Gunther Adler: "Wir brauchen einen Wandel hin zur Nachhaltigkeit auf nationaler und globaler Ebene. Mit der Energiewende geht Deutschland voran und übernimmt eine internationale Vorreiterrolle. Das Umweltministerium hat die Debatte über eine 'gesellschaftliche Transformation' aktiv aufgegriffen und erarbeitet derzeit ein Integriertes Umweltprogramm. Wir wollen damit die Umweltpolitik zum Motor eines grundlegenden Wandels machen: Hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft und einer nachhaltigen Gesellschaft." 

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger: "Das Umweltbundesamt will Veränderungsprozesse in der Gesellschaft begleiten und unterstützen. Es gibt eine große Zahl kreativer Initiativen und sozialer Innovationen, die Trendsettter für nachhaltige Lebensstile sein können. Wir müssen zeigen, wie diese Ansätze aus Nischen heraus in die Mitte der Gesellschaft geführt werden können. Dafür brauchen wir auch neue politische und ökonomische Anreize."

An der Konferenz "Erfolgreicher Wandel zur Nachhaltigkeit: Anforderungen und Empfehlungen für Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik", nahmen mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Unternehmen und Verbänden teil. Die Konferenz stellt den Abschluss eines vom Umweltbundesamt beauftragten und vom Öko-Institut federführend bearbeiteten Forschungsvorhabens dar.

12.06.2015 | Pressemitteilung Nr. 132/15 | Klimaschutz
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltbundesamt