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27.07.2017

Sicher ist sicher: klimafreundliches Glas

Die Glas Trösch GmbH in Mengen produziert künftig Einscheiben-Sicherheitsglas energieeffizienter und wassersparender. Für die Investitionen in die Anlagenoptimierung erhält die Firma knapp 121.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Bundesumweltministerium fördert die energieeffiziente Produktion von Sicherheitsglas

Die Glas Trösch GmbH in Mengen produziert künftig Einscheiben-Sicherheitsglas energieeffizienter und wassersparender. Für die Investitionen in die Anlagenoptimierung erhält die Firma knapp 121.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm. Die Computer gesteuerten Produktionsschritte werden die Durchlaufzeiten und die Zahl der Waschvorgänge verringern. Das überwiegend in Gebäuden eingesetzte Sicherheitsglas ist enorm widerstandsfähig und dient dem Schutz von Personen und Eigentum.

Die Glas Trösch GmbH plant die Errichtung einer innovativen Anlage, bei der mehrere Prozessschritte zu Anlagenkomponenten verknüpft und Computer gesteuert optimiert werden. Im bisherigen Herstellungsprozess des vorgespannten Sicherheitsglases wird das Flachglas zunächst geschnitten, geschliffen, gebohrt und gefräst. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten sind wiederholt Waschvorgänge notwendig. Danach wird das Glas in einem Ofen stark erhitzt und anschließend schnell mit einem kalten Luftstrom abgekühlt. Dadurch wird das Glas thermisch vorgespannt und die Widerstandfähigkeit stark erhöht. Bei diesem Verfahren ist der Energie- und Wasserverbrauch hoch.

Mit den neuen, digitalisierten Fertigungsprozessen verringern sich die Durchlaufzeiten und der Materialverlust sowie die Anzahl der Waschvorgänge und damit der Wasserverbrauch. Innovatives Kernstück der Anlage ist ein energieeffizienter Härteofen. Der Ofen ist in viele, einzeln ansteuerbare Heizzonen unterteilt, so dass das Glas zonen- und temperaturgenau erhitzt werden kann.

Mit diesem Vorhaben kann der jährliche Energiebedarf von rund 11 auf 2,23 Gigawattstunden reduziert und dadurch circa 4.500 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Darüber hinaus können der jährliche Wasserverbrauch um 25 Prozent und die Materialverluste um 30 Prozent gesenkt werden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

27.07.2017 | Pressemitteilung Nr. 261/17 | Ressourceneffizienz