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> UN-Weltozeankonferenz

Häufig gestellte Fragen

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Was ist das wesentliche Ziel der Konferenz?

Die UN möchte einen globalen Prozess für den Schutz der Weltmeere initiieren und damit auch die Umsetzung der Agenda 2030 voranbringen, in der sich die Vereinten Nationen auf Ziele zur nachhaltigen Entwicklung verständigt haben, den so genannten Sustaine Development Goals (SDG). Dass die Weltmeere wieder in einen guten Zustand kommen, die Verschmutzung aufhört und ihre Nutzung sich stärker an natürlichen Grenzen orientiert und ökologisch nachhaltig gestaltet wird, ist ebenfalls ein Ziel der Agenda 2030, im Ziel Nummer (SDG14).

Wie will die Konferenz diesen Prozess für die Weltmeere initiieren?

Drei Dinge sollen dazu geschehen: Es gibt einen Handlungsaufruf (Call for Action) aller Teilnehmerstaaten der UN-Weltozeankonferenz, es werden als Ergebnis der "Partnership Dialogues" Partnerschaften für gemeinsame Aktivitäten zum Schutz der Weltmeere vereinbart und es wird freiwilliige Selbstverpflichtungen (Voluntary Commitments) von Staaten und Stakeholdern wie Unternehmen oder Zivilorganisationen geben.

Was sind die wichtigsten Themen der Konferenz?

Es geht darum, die Verschmutzung der Meere durch Meeresmüll und durch die Schifffahrt einzudämmen, die Artenvielfalt der Meere und Küsten zu schützen und zu erhalten und darum, die Fischerei nachhaltig zu gestalten. So sollen auch mehr Meereschutzgebiete eingerichtet werden und diese effektiv gemanagt werden, um diese Ziele besser zu erreichen.

Wann wird der Call for Action verabschiedet?

Der Call for Action soll am 9. Juni 2017 zum Abschluss der Konferenz angenommen und veröffentlicht werden. https://oceanconference.un.org/callforaction (englisch).

Zu dem Call werden unter anderem die EU und die USA eigene Erklärungen abgeben. Deutschland geht der Handlungsaufruf zum Beispiel nicht weit genug.

Bundesumweltministerin Hendricks sagt, es brauche mehr Taten und weniger Absichtserklärungen. Dennoch wird das Dokument als Erfolg angesehen, da sich erstmals so eine große an Ländern zu mehr Engagement im Meeresschutz bekennt.

Ist das die erste Welt-Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen?

Ja. Das ist die erste Konferenz im VN-Bereich, die sich dem Umweltthema widmet und die erste Konferenz, die sich der Umsetzung eines Zieles der Agenda 2030 zur Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele widmet. Die Our-Oceans-Conference des ehemaligen US-Außenministers Kerry ist kein Vorläufer davon, auch wenn das manchmal vermutet wird.

Wird es Folgekonferenzen geben?

Das ist noch nicht geklärt. Mehrere Länder – darunter auch Deutschland – haben sich schon dafür ausgesprochen. Ohne einen strukturierten Follow-up Prozess mit einer expliziten Überprüfung des Fortschritts (auch hinsichtlich der nationalen Commitments) besteht die Gefahr, dass es bei leeren Absichtserklärungen bleibt.

Wer leitet die Weltozeankonferenz?

Den Vorsitz der Konferenz teilen sich Fiji und Schweden. Portugal und Singapur haben wiederum als "Co-Facilitators" die Erstellung des Abschlussdokuments (Call for Action) angeleitet.

Wie viele Länder an der Weltozeankonferenz nehmen Teil?

Grundsätzlich nehmen alle 195 UN-Mitgliedsstaaten teil. Vor Ort sind Vertreter aus etwa 150 Staaten. Außerdem nehmen viele weitere Vertreter aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft teil

Warum findet die Konferenz in New York und nicht im Vorsitzland Fiji statt?

Ursprünglich war die Konferenz auf den Fiji-Inseln geplant. Wegen erheblicher Zerstörungen auf der Hauptinsel durch einen Wirbelsturm wurde die Konferenz nach NY verlegt.

Warum findet die Konferenz jetzt statt?

Anlass der Konferenz ist die Umsetzung des Ziels SDG 14 der Agenda 2030, die 2015 verabschiedet worden ist.

Wo lässt sich der Beitrag der Europäischen Union und Deutschland nachlesen?

Auf der Konferenz-Website unter den jeweiligen Plenarsessions und Partner-schaftsdialogen: Hier finden Sie alle freiwilligen Selbstverpflichtungen der Länder und Organisationen: https://oceanconference.un.org/commitments/ (englisch).