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Häufig gestellte Fragen

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Was sind Variowohnungen?

Variowohnungen: 

  • sind kleine modulare Wohneinheiten, die mindestens 20 Quadratmeter groß sind und aus einem Individualraum, einer Kochgelegenheit und einem Bad/WC bestehen. Sie sollen zunächst von Studierenden, Auszubildenden und optional anteilig von Rentnern bewohnt und später flexibel umgebaut werden können.
  • sind nachhaltig und reagieren auf die Ansprüche des demografischen Wandels
  • können rationell und schnell mit möglichst geringen Kosten errichtet werden
  • bestehen aus mindestens einem Individualraum (mind. 14 Quadratmeter), Kochgelegenheit und Bad/WC
  • sollten bei Einzelappartements 20 - 30 Quadratmeter groß sein
  • können zu einer Wohneinheit mit bis zu drei Individualräumen gekoppelt werden
  • dürfen einschließlich der anteiligen Gemeinschaftsfläche 30 Quadratmeter groß sein
  • sind bezugsfertig herzurichten (Ausstattung in angemessener Zahl: WC, Bad/Dusche, Küche/Kochgelegenheit, Angebot zur Nutzung Waschmaschine und Trockner, Zugang ins Internet)
  • können möbliert und unmöbliert angeboten werden 
Warum werden Variowohnungen gefördert?

In Deutschland wächst die Anzahl der Studierenden und mit ihr die Nachfrage nach entsprechendem, bezahlbaren Wohnraum. Dies verschärft die Lage auf den ohnehin schon angespannten Wohnungsmärkten in den Ballungsgebieten. Neben dem Anstieg der Studierendenzahlen wächst die Nachfrage nach ähnlichen Wohnformen zusätzlich durch die steigende Anzahl Auszubildender, Rentner und anerkannte Flüchtlinge in den Metropolregionen. Gebraucht werden deshalb Variowohnungen, die bei hoher architektonischer und wohnlicher Qualität flexibel nutzbar sind und mit deren Warmmiete auf geringe Einkommen eingegangen wird. Die gemischte Nutzung soll möglich sein. Dafür werden architektonische, bauliche und technische Innovationen notwendig. Sie sollen erprobt, begleitet und ausgewertet werden. So sollen durch Forschung und Untersuchung Grundlagen für die Weiterentwicklung und die nachhaltige Nutzung von Variowohnungen geschaffen und jedermann frei zur Verfügung gestellt werden. 

Forschungsinitiative Variowohnungen

Was wird im Rahmen des Förderprogramms Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen gefördert?

Gefördert wird der forschungsbedingte Mehraufwand von Konzepten für Modellvorhaben, die den nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen vorsehen. Es werden Forschungsleistungen gefördert und anteilig Investitionen von Innovationen übernommen.

Forschungsleistungen: 

  • wissenschaftliche Untersuchungen der Bauweise/Baukonstruktionen ( Beschleunigung Bauablauf/Senkung Baukosten)
  • wissenschaftliche Untersuchungen zur Nutzung und Nachnutzung sowie der räumlichen und gestalterischen Qualitäten
  • planerische Nachweisführung für die Nachhaltigkeit der Gebäude (z. B. DGNB, NaWoh)
  • Auswertung der Kosten und der Effizienz des baulichen und technischen Konzeptes Förderung: 100 Prozent der entstehenden Kosten, maximal 70.000 Euro  

Anteilige Übernahme von Investitionen für Innovationen: 

  • für gestalterisch qualitativ hochwertige, bauliche und technische Konzepte, die einen zügigen Bauablauf und eine nachhaltige Nutzung sicherstellen
  • für mind. 4 der 9 Fördertatbestände der Richtlinie: 
    • erhebliche Verkürzung der Bauzeit durch modulare Bauweise, 
    • zusätzliche bauliche Aufwendungen zur Nachverdichtung, 
    • Umsetzung eines Konzepts zur Vorbereitung des barrierefreien Wohnens oder Umsetzung eines Konzepts zum barrierefreien Wohnen, 
    • Anwendung eines flexiblen Nachnutzungskonzepts, 
    • besondere Aufwendungen zur Senkung der Betriebskosten, 
    • Gestaltung und Qualität gemeinschaftlich nutzbarer Flächen, 
    • innovative Wohnkonzepte, 
    • ökologische Freiraumgestaltung, 
    • Ausbau der Erdgeschosse für die Bereitstellung gemeinschaftlich nutzbarer Flächen 

Förderung: Anteilsfinanzierung nach Fördertatbeständen der Förderrichtlinie, maximal bis zu 500 Euro/Quadratmeter Gesamtwohnfläche

Welche Fördervoraussetzungen müssen beim Bau von Variowohnungen erfüllt werden?
  • Einhaltung des Mindeststandards für Variowohnungen nach Förderrichtlinie (Mindest- und Maximalgrößen, Gemeinschaftsflächen Mindestausstattung )
  • Schaffung von mindestens: 40 Wohnplätzen bei Neubauvorhaben, 20 bei Lückenschließung, 30 bei Umbau von Nichtwohngebäuden, 20 bei Anbauten und 10 bei Aufstockungen
  • Bereitstellung von Gemeinschaftsflächen bei mehr als 20 Wohnplätzen
  • Belegungsbindung: Vermietung von über 50 Prozent der Wohnplätze an Studierende und Auszubildende für die Dauer von mindestens 10 Jahren
  • Zulässige Höchstmiete: Warmmiete (unmöbliert) je Wohnplatz und Monat von max. 260 Euro bzw. 280 Euro in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Stuttgart, Köln und Düsseldorf
  • Möblierungszuschlag von maximal 20 Euro je Wohnplatz und Monat
  • gesichertes Planungsrecht
  • Bedarf am jeweiligen Standort
Wie läuft das Antragsverfahren beim Förderprogramm Variowohnungen ab?

Das Antragsverfahren erfolgt zweistufig:
In der ersten Stufe können Projektskizzen eingereicht werden. Die Antragsunterlagen stehen auf der Homepage der Forschungsinitiative zum Herunterladen bereit. Das BBSR führt die Vorprüfung der Projektskizzen durch und stimmt die Baumaßnahme und die Forschungsziele und –maßnahmen ggf. in Form einer Anhörung potentieller Zuwendungsempfänger ab. Unterstützt wird das BBSR von einem unabhängigen und durch das BMUB berufenen Expertengremium. Auf Grundlage der Empfehlung des Expertengremiums werden die Eingänge bewertet. Eine positive Bewertung ist die Voraussetzung für die zweite Stufe (Zuwendungsantrag).
Die Anträge zur zweiten Stufe können nach Aufforderung durch das BBSR eingereicht werden. Die Prüfung der Forschungsleistungen erfolgt durch das BBSR, die baufachliche Prüfung durch die Länderbauverwaltungen. Zur Abstimmung findet ein Koordinierungsgespräch mit allen Beteiligten statt.

Wann kann ein Förderantrag für das Förderprogramm Variowohnungen eingereicht werden? In welchem Zeitraum werden Projekte gefördert?

Die Projektskizze (Erste Stufe) kann ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Förderrichtlinie bis zum 30.09.2016 an das BBSR gestellt werden. Der Förderzeitraum ist vom 01.01.2016 bis 31.12.2018.

Förderrichtlinie Variowohnungen

Wer kann eine Projektskizze für das Förderprogramm Variowohnungen einreichen?

Die Fördermaßnahme richtet sich an alle natürlichen und juristischen Personen, die als Bauherren die Erstellung von Variowohnungen planen. Zuwendungsempfänger ist der Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte. Voraussetzung für die Förderung ist, dass ein geeignetes Baugrundstück zur Verfügung steht oder ein Nachweis über einen Erwerb vorliegt. Ist an dem Grundstück ein Erbbaurecht bestellt, muss die Laufzeit die Dauer der Bindung um mindestens 10 Jahre überschreiten.

Der Zuwendungsempfänger kann das Bauvorhaben für eigene oder fremde Rechnung im eigenen Namen durchführen oder durch Dritte durchführen lassen. Bauträger, die Wohnraum mit dem Ziel der Veräußerung errichten, können keine Förderung erhalten, ihre Projektskizze wird abgelehnt. Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt wurde, wird keine Förderung gewährt. Dasselbe gilt für einen Antragsteller, der zur Abgabe einer Vermögensauskunft nach § 802c ZPO/§ 284 AO verpflichtet ist oder bei dem diese abgenommen wurde. Antragsformulare

Wer ist Ansprechstelle für Fragen zum Förderprogramm Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen?

Die Förderung ist ein Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung und wird im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bereitgestellt. Die fachlich-wissenschaftliche Betreuung und administrative Umsetzung erfolgt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Bewilligungsstelle, bei der die Projektskizzen und Zuwendungsanträge einzureichen sind und die bei Rückfragen zur Verfügung steht, ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat II 3
Deichmanns Aue 31-37
53179 Bonn

Forschungsinitiative Zukunft Bau

Antragsformulare 

Für Rückfragen ist zudem die Rufnummer 0228 99401-2777 eingerichtet worden.