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Häufig gestellte Fragen

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Welche Auswirkungen kann Glyphosat in der Landwirtschaft haben?

Chemische Wirkstoffe sind seit Langem ein fester Bestandteil der industriellen Landwirtschaft. Art und Umfang ihres Einsatzes sind jedoch ein Problem. Insekten, Pflanzen und Vögel, die damit in Kontakt kommen, können, je nach Art des Pflanzenschutzmittels, durch direkte Effekte geschädigt werden und sterben. Daneben können Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat die biologische Vielfalt nachweislich gefährden, vor allem, wenn durch indirekte Effekte - durch die starke Reduzierung der sogenannten Nahrungsnetze - der Bruterfolg ausbleibt. 

Wie lautet die aktuelle Position des BMUB zur Anwendung von Glyphosat?

Die Position des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zur weiteren Zulassung von Glyphosat ist klar: Glyphosat erfüllt in Bezug auf das Schutzgut Umwelt die Anforderungen an eine weitere Genehmigung nur dann, wenn sichergestellt wird, dass alle Risiken aufgrund der Anwendung von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Das bedeutet insbesondere, dass von den Anwendern verbindliche Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt ergriffen werden müssen, um damit negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu kompensieren.

Weitere Informationen:

Statement von Dr. Barbara Hendricks zur Wiederzulassung von Glyphosat (24.05.2016)

Wie steht es um die gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit Glyphosat?

Neben dem Umweltschutz geht es auch um die Verantwortung für die Gesundheit des Menschen. Dies ist ein übergeordnetes Thema, das nicht an den Grenzen der besonderen Zuständigkeit eines Ressorts Halt macht. Hier ist die Bundesregierung als Ganzes gefragt. Die bestehenden Zweifel, ob Glyphosat das Risiko birgt, Krebs zu erzeugen, müssen restlos aufgeklärt werden, bevor eine Entscheidung über Glyphosat getroffen wird. Deutschland – vertreten durch die Bundesstelle für Chemikalien – hat in diesem Frühjahr eine Legaleinstufung von Glyphosat nach den EU-Gesetzen (nach der "CLP"-Verordnung über die Einstufung und Kennzeichnung chemischer Produkte) beantragt. Solange dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist, ist nach den Maßstäben des einschlägigen europäischen Rechts offen, ob Glyphosat krebserzeugend ist oder nicht. Mit anderen Worten: Solange die Legaleinstufung nicht vorliegt, ist in der EU und nach den in der EU geltenden Maßstäben nicht zweifelsfrei geklärt, ob gegen Glyphosat gesundheitliche Bedenken zu Recht bestehen. Das "Nein" zur Wiedergenehmigung von Glyphosat, solange die gesundheitlichen Risiken nicht restlos geklärt sind, ist ein klares Bekenntnis zum Vorsorgeprinzip.