Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

> Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle"

Häufig gestellte Fragen

Alle anzeigen Alle verbergen

Worum ging es bei der Kampagne?

Unter dem Motto "Gut zur Umwelt. Gesund für alle." haben wir für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung geworben – Ziele, die wir auch weiterhin verfolgen. Mit der Kampagne haben wir sowohl eine breite Öffentlichkeit auf die große Bedeutung einer nachhaltigeren Landwirtschaft aufmerksam gemacht als auch den Dialog mit den Landwirtinnen und Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern verstärkt.

Wann wurde die Kampagne gestartet?

Die Kampagne wurde offiziell am 2. Februar 2017 gestartet – anlässlich des Beginns der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zu den EU-Agrarsubventionen. Uns ist auch weiterhin wichtig, dass möglichst viele Menschen in unserem Land das Beteiligungsverfahren nutzen, um ihre Vorstellungen und Forderungen zu Gehör zu bringen.

Was fordert das BMUB konkret?

Wir setzen uns für einen Umbau der EU-Agrarförderung ein. Dabei handelt es sich um den größten Ausgabeposten in der EU. Für den gesamten nächsten Finanzplanungszeitraum wird es um einen dreistelligen Milliardenbetrag an Steuergeldern gehen. Das geht uns alle an – sei es als Landwirte, Verbraucher oder Steuerzahler. Wir wollen das System der Förderung grundlegend neu ordnen. In Zukunft sollen Landwirte stärker für öffentliche Leistungen wie Naturschutz, Landschaftspflege und Tierwohl honoriert werden. Öffentliche Gelder soll es nur für öffentliche Leistungen geben.

Wieso kümmert sich das BMUB überhaupt um Landwirtschaft?

Das BMUB ist in der Bundesregierung zuständig für den Schutz von Grundwasser, Boden, Luft und der Artenvielfalt. Daraus ergeben sich direkte Berührungspunkte mit der Landwirtschaft. Denn wir können diese Güter nur schützen, wenn sich die Landwirtschaft ändert und die Belastungsgrenzen von Boden, Wasser und Artenvielfalt respektiert. Wir haben uns mit der Kampagne an einer breiten gesellschaftlichen Debatte über eine zukunftsfähige Landwirtschaft beteiligt, die umweltverträglich ist, gesunde Lebensmittel produziert und den Landwirten ein gutes Einkommen sichert. Diese Form der Landwirtschaft wollen wir unterstützen. Es geht dabei um die Korrektur unbestreitbarer Fehlentwicklungen: die Nitratbelastung des Grundwassers, den Rückgang der Artenvielfalt und um das Wohl der Nutztiere. Um das zu erreichen, müssen Landwirte und Naturschützer eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich im Übrigen, dass die Landwirtschaft mehr Rücksicht auf Natur oder Tierwohl nimmt, wie verschiedene Studien gezeigt haben (zum Beispiel die letzte Naturbewusstseinsstudie). Mit der Kampagne haben wir auf dieses Thema aufmerksam gemacht und über die Zusammenhänge aufgeklärt.

Was war das Ziel des "#DialogLandwirtschaft"?

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich den Fragen von Landwirten und Verbrauchern gestellt: Was läuft schief im Agrarsektor? Was muss sich ändern? Wie können wir Bauern eine sichere Zukunft bieten? Wie lassen sich Landwirtschaft und Naturschutz miteinander versöhnen? Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Verantwortung wahrnehmen? Zu diesen Fragen bleibt die Ministerin auch weiterhin im Gespräch mit Landwirten, Naturschützern und Verbrauchern. Dazu wurde in der zweiten Kampagnen-Phase der #DialogLandwirtschaft in den Mittelpunkt gestellt, unter anderem über eine Online-Dialog-Plattform, Fragestunden in den Sozialen Medien, Besuchen der Ministerin bei verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben etc.

Warum gerade jetzt ein landwirtschaftlicher Dialog? Fand davor kein Dialog mit der Landwirtschaft statt?

Die Bundesumweltministerin kommt selbst aus einer ländlichen Region und kennt die Probleme von Landwirtinnen und Landwirten aus eigener Anschauung in ihrem Wahlkreis. Gespräche mit Vertretern der Landwirtschaft zählen zu ihrem regelmäßigen Programm. Sie besucht Bäuerinnen und Bauern auf ihren Höfen und organisiert öffentliche Veranstaltungen zum Thema. So richtete sich der Agrarkongress des BMUB im Januar 2017 ausdrücklich auch an Vertreterinnen und Vertreter aus der Landwirtschaft. Das BMUB hat sich 2017 erstmals seit mehreren Jahren wieder mit einem Stand an der Grünen Woche beteiligt. Außerdem gibt es Forschungsprojekte für mehr Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, die gemeinsam von BMUB und Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert und unter anderem vom Bauernverband durchgeführt werden (zum Beispiel das Projekt "F.R.A.N.Z.", das einen Umbau der EU-Agrarförderung untersucht).

Wie sah der Dialog konkret aus? Was passiert mit den Beiträgen?

Auf der Kampagnenwebsite www.bmub.bund.de/DialogLandwirtschaft bestand vom 13. Februar 2017 bis zum 08. März 2017 die Möglichkeit, sich an der Diskussion zur Landwirtschaft der Zukunft zu beteiligen. Die Beiträge wurden im Anschluss ausgewertet. Auf Themen, die besonders intensiv diskutiert wurden, sind wir direkt im Forum eingegangen. Zudem analysieren wir im Nachgang der Kampagne die Beiträge und stellen die Ergebnisse für die Erarbeitung der Positionen des BMUB zur zukünftigen Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik zur Verfügung. Die Ergebnisse stellen wir auch der interdisziplinär besetzten "Kommission Landwirtschaft" beim Umweltbundesamt (UBA) zur Verfügung.

Darüber hinaus findet der Dialog auch weiterhin auf den Social Media-Kanälen des BMUB statt, etwa in Form von Live-Formaten auf Facebook und Twitter mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Staatssekretär Jochen Flasbarth. Darüber hinaus sind weitere Besuche der Bundesumweltministerin und/oder anderer Mitglieder der BMUB-Leitungsebene bei landwirtschaftlichen Betrieben geplant.

Wo war die Kampagne zu sehen?

Im Zentrum der Kampagne stand eine breit angelegte Außenwerbungskampagne mit: 

  • Großflächen und City-Light-Postern in vielen Städten Deutschlands
  • Anzeigen in Fachzeitschriften

Außerdem: 

  • Online-Banner-Schaltungen auf zielgruppenrelevanten Webseiten
  • Online-Spots: Einsatz über Social Media
  • Social-Media-Beiträgen auf Facebook, Twitter und Instagram
  • Kampagnen-Webseite: www.bmub.bund.de/DialogLandwirtschaft
Wie lange lief die Kampagne?

Die Kampagne lief von Anfang Februar bis Mitte März 2017.

Wo gibt es mehr Informationen?

Auf www.bmub.bund.de/DialogLandwirtschaft. Diese Internetseite liefert Bürgerinnen und Bürgern zusätzlich Hintergrundinformationen über relevante Themen wie Biodiversität und Landwirtschaft oder den Zusammenhang von Düngung und sauberem Grundwasser. Darüber hinaus verlinkt die Website auf entsprechende Initiativen des BMUB.

Befasst sich das BMUB auch nach Kampagnenabschluss noch mit dem Thema nachhaltige Landwirtschaft?

Mit dem Ende der Kampagne endet nicht unser Engagement für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft in Deutschland steht, lassen sich nicht in dem kurzen Zeitraum einer Kampagne lösen – deshalb war und bleibt das Thema wichtig. Den Dialog mit Landwirten, Verbrauchern und Naturschützern werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten fortsetzen. Wir werden uns weiterhin für eine grundlegende Reform der EU-Agrarsubventionen einsetzen, sowohl innerhalb der aktuellen Förderperiode als auch in der Förderperiode ab 2021.