Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Warum ist Ressourceneffizienz so wichtig?

Weltweit wurden im Jahr 2009 über 68 Milliarden Tonnen an Rohstoffen eingesetzt, rund doppelt so viel wie Ende der 1970er Jahre. Benötigt werden nicht nur immer mehr Rohstoffe, sondern auch eine immer größere Vielfalt. Zugleich bringt der steigende Materialkonsum einen steigenden Konsum anderer natürlicher Ressourcen mit sich. Ein Beispiel: Allein für die Herstellung eines Mobiltelefons werden laut Umweltbundesamt 60 verschiedene Materialien, darunter rund 30 Metalle wie Kupfer, Gold, Silber oder Lithium sowie Keramik und verschiedene Kunststoffe und 1300 Liter Wasser benötigt. Allein der Wasserbedarf entspricht dem Trinkwasserverbrauch einer Person in 10 Tagen.

Schon jetzt übersteigt die Nutzung von natürlichen Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich. Bei einer prognostizierten Weltbevölkerung von über neun Milliarden Menschen im Jahr 2050 und einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer nimmt die Nachfrage nach Metallen und Mineralien weiterhin stark zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Rohstoffen ist derzeit in den Industrienationen rund viermal höher als in weniger entwickelten Ländern. Unter wirtschaftlichen, aber auch ökologischen und sozialen Gesichtspunkten stellt dies eine große Herausforderung dar.

Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Etwa 50 Prozent der industriellen CO2-Emisionen gehen auf die Produktion und Verarbeitung von nur fünf Grundstoffen zurück: Stahl, Zement, Papier, Plastik und Aluminium. Jede Tonne Stahl bedeutet ein bis zwei Tonnen Kohlendioxid, die in die Atmosphäre entlassen werden. 7 bis 8 Prozent des globalen Energieverbrauchs entfallen alleine auf die Metallgewinnung und -verarbeitung. Dieser Energieverbrauch wird weiter steigen, wenn auch Erze mit geringerem Metallgehalt zur Rohstoffgewinnung verwendet werden müssen. Ressourceneffizienz