Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Servicemenü

zur Sprungnavigation

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Kurz erklärt - Liste aller Begriffe

Im Folgenden werden wichtige Begriffe genauer erläutert.

A | B | C | E | F | G | H | M | N | O | R | S | TU | W | Z

Abfallexporte

Für die Ausfuhr von Abfall aus einem Staat, den Abfallexport, gibt es strenge Vorschriften. Damit soll eine umweltverträgliche und sichere Beseitigung und Verwertung von Abfällen gewährleistet werden.

Das Basler Übereinkommen von 1989 regelt weltweit den Export gefährlicher Abfälle. Hierfür sind erforderlich: die Genehmigung des Ausfuhrlandes, die Genehmigung sämtlicher Durchfuhrländer sowie die Genehmigung des Einfuhrlandes. Durch das Basler Übereinkommen sind illegale Abfallexporte stark zurückgegangen; eine lückenlose Überwachung der Grenzen ist jedoch nicht möglich.

Zum Seitenanfang

Abfallverbringung

Wenn Abfälle über Staatsgrenzen hinweg transportiert werden, spricht man von grenzüberschreitender Abfallverbringung.

Gefährliche Abfälle, aber auch wertvolle Rohstoffe im Abfall dürfen nicht unkontrolliert über Grenzen hinweg transportiert werden. Um dies zu verhindern, gibt es internationale und nationale Regelungen zur Abfallverbringung. International ist das Basler Übereinkommen von 1989 eine wichtige Regelung, innerhalb der Europäischen Union die Verordnung über die Verbringung von Abfällen. Je nach Art des Abfalls gelten unterschiedlich strenge Vorschriften. In Deutschland ergänzt das Abfallverbringungsgesetz die Bestimmungen.

Zum Seitenanfang

Agenda 21

Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm der Vereinten Nationen für das 21. Jahrhundert. Es soll eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung fördern.

Agenda 21 will erreichen, dass Umweltaspekte in allen Politikbereichen berücksichtigt werden. Das Aktionsprogramm gibt hierzu detaillierte Handlungsaufträge, etwa zur Bekämpfung von Armut, zur Bevölkerungspolitik, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- oder Energiepolitik. Es gilt sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungsländer. Das Programm wurde 1992 in Rio de Janeiro von der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) beschlossen.

Zum Seitenanfang

Anlagensicherheit

Industrieanlagen müssen sicher sein. Damit von ihnen keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, müssen sie regelmäßig überprüft und auf dem Stand der Technik gehalten werden.

Gefährliche Stoffe und technische Verfahren in Industrieanlagen können für Mensch und Umwelt gefährlich werden. Ursache können zum Beispiel natürliche Gefahrenquellen wie Hochwasser oder Erdbeben sein. In Deutschland regelt eine Vielzahl von Vorschriften, wie man gefährliche Ereignisse in Anlagen vermeiden kann. Sie regeln auch, wie man gegebenenfalls den Schaden für Mensch und Umwelt begrenzen kann.

Zum Seitenanfang

Biodiversität

Biodiversität, die biologische Vielfalt, ist Lebensgrundlage für alle Menschen. Die Biodiversität geht in dramatischem Ausmaß zurück.

Biologische Vielfalt umfasst sowohl die Vielfalt der Arten und natürlichen Lebensräume als auch die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Pflanzen- und Tierarten. Sie sichert die Versorgung der Menschen mit Nahrung, Trinkwasser, Brennstoffen und Medikamente, sorgt für fruchtbare Böden und liefert Brennstoffe. Für den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt ist vor allem der Mensch verantwortlich. Mit dem 1992 geschlossenen Internationalen Übereinkommen zur biologischen Vielfalt will die internationale Staatengemeinschaft den Schutz der biologischen Vielfalt weltweit voranbringen.

Zum Seitenanfang

CBD, Internationales Übereinkommen zur biologischen Vielfalt

CBD (Convention on Biological Diversity) ist das umfassendste internationale Abkommen zum Schutz der Natur und zur nachhaltigen Entwicklung.

Die drei Hauptziele des Übereinkommens sind: Die biologische Vielfalt soll erhalten werden. Sie soll nachhaltig genutzt werden, damit möglichst viele Menschen heute und in Zukunft von ihr profitieren können. Außerdem soll der Zugang zu genetischen Ressourcen eines Landes, wie etwa Rohstoffen für Medikamente, geregelt werden; an den Gewinnen, die mit der Nutzung der Ressourcen erzielt werden, sollen die Länder, aus denen die Rohstoffe stammen, gerecht beteiligt werden. Das Übereinkommen wurde 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro beschlossen und trat 1993 in Kraft. In Deutschland wird es mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt umgesetzt.

Zum Seitenanfang

CITES

CITES ist ein 1975 in Kraft getretenes internationales Abkommen zum Artenschutz. Weil das Abkommen in Washington geschlossen wurde, wird es auch als Washingtoner Artenschutzabkommen bezeichnet.

CITES ist eines der wirksamsten Instrumente im Kampf gegen das Artensterben. Es kontrolliert, reguliert und begrenzt den zwischenstaatlichen Handel mit geschützten Pflanzen und Tieren sowie mit Produkten, die aus ihnen hergestellt werden. Die gefährdeten Arten werden je nach Grad ihrer Schutzbedürftigkeit in verschiedene Kategorien gelistet. Je nach Kategorie gelten unterschiedlich starke Handelsbeschränkungen. CITES ist eine Abkürzung für "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora".

Zum Seitenanfang

Clearing-House-Mechanismus

Clearing-House-Mechanismus ist ein weltweites Informationsnetz, über das sich die Vertragsstaaten des Internationalen Übereinkommens zur biologischen Vielfalt austauschen können.

Das weltweite Informationsnetz des CHM wird aus nationalen Informationsplattformen gebildet. Hier können Nutzer Informationen zur biologischen Vielfalt eingeben oder abfragen. CHM fördert die technologische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der Vertragsstaaten des Internatonalen Übereinkommens zur biologischen Vielfalt und unterstützt somit bei dessen Umsetzung. Auch für Deutschland ist eine nationale Informationsplattform Clearing-House-Mechanismus eingerichtet.

Zum Seitenanfang

COP Conference of the Parties – Vertragsstaatenkonferenz

Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of Parties, COP) ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

Ihre Mitglieder treten einmal im Jahr zusammen. Sie prüfen und fördern die Umsetzung der Klimarahmenkonvention. Vertragsstaatenkonferenzen werden häufig bezeichnet mit einer Kombination aus der Abkürzung COP und der Ordnungszahl der jeweiligen Konferenz, beispielsweise COP 3 für die dritte Vertragsstaatenkonferenz der Klimakonvention in Kyoto im Jahre 1997.

Zum Seitenanfang

CSD (Committee on Sustainable Development)

CSD ist eine Abkürzung für die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung.

Die Kommission wurde 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen im brasilianischen Rio de Janeiro eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehört es, zu überwachen, dass die Beschlüsse von Rio de Janeiro, insbesondere das Aktionsprogramm Agenda 21 für eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung, umgesetzt werden. Die UN-Kommission hat 53 Mitgliedstaaten und tagt einmal jährlich in New York.

Zum Seitenanfang

Emission

Emission bedeutet, dass von einer Quelle Stoffe, Strahlen oder Energien in die Umwelt abgegeben werden.

Das können beispielsweise Schadstoffe, Gerüche, Lärm, Licht, Wärme oder Strahlung sein. Ein wichtiges Ziel des Klimaschutzes ist es, die Emission von Treibhausgasen zu verringern

Zum Seitenanfang

Emissionshandel

Emissionshandel ist der Handel mit Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasen.

Das Prinzip: Wer die Luft mit Treibhausgasen belastet, benötigt hierzu Berechtigungen, sogenannte Emissionszertifikate. Diese werden den Betreibern von Anlagen zunächst in begrenzter Zahl vom Staat zugeteilt. Wenn eine Anlage mehr Treibhausgas ausstößt als die Zertifikate erlauben, muss der Betreiber Berechtigungen dazukaufen. Wer hingegen seine Treibhausgas-Emissionen reduziert, kann die entsprechend weniger benötigten Rechte verkaufen. Je weniger Emissionen, desto wirtschaftlicher also für ein Unternehmen. So wird für die Industrie ein Anreiz geschaffen, möglichst wenig Treibhausgas freizusetzen. Der Emissionshandel gehört zu den Mechanismen des Kyoto-Protokolls.

Zum Seitenanfang

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist ein Maß dafür, wie gut Energie eingesetzt wird, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Die Steigerung der Energieeffizienz steht neben dem Ausbau erneuerbarer Energien im Zentrum deutscher Energiepolitik.

Die Energieeffizienz ist umso höher, je geringer der Energieverlust bei der Nutzung von Energieträgern ist. Um die Energieversorgung in Deutschland auf sichere, nachhaltige und klimafreundliche Energien umzustellen, ist eine Steigerung der Energieeffizienz erforderlich. Sowohl Industrie als auch Verbraucher können dazu beitragen. Das dient nicht nur einer nachhaltigen Entwicklung und dem Klimaschutz, sondern spart auch Kosten. Ein wichtiges Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz ist die Kraft-Wärme-Kopplung.

Zum Seitenanfang

Green Economy

Green Economy ("Grünes Wirtschaften") ist ein Konzept für ein weltweites nachhaltiges Wirtschaften.

Ziel ist ein Wirtschaften, das Energie und Rohstoffe effizient einsetzt und möglichst wenig Emissionen verursacht. Wirtschaftliche Chancen sollen genutzt, gleichzeitig aber Risiken für die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden. Um Green Economy weltweit zu erreichen, müssen Volkswirtschaften umfassend modernisiert werden.

Zum Seitenanfang

Green IT (Grüne Informationstechnik)

Unter "Green IT" sind sämtliche Aktivitäten des umweltschonenden Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Nutzung von IKT zur Umweltschonung zu verstehen.

Dies umfasst den gesamten Lebensweg von IKT-Produkten und neben dem Energieverbrauch auch andere Umweltwirkungen, wie z.B. den Verbrauch umweltrelevanter Rohstoffe.

Zum Seitenanfang

GreenTech

GreenTech steht für Umwelttechnologie. Der Begriff, aber auch der Erfolg der Branche machen deutlich, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern zwei Seiten einer Medaille.

In Deutschland ist GreenTech ein Erfolgsmodell. Deutschland ist sowohl ein attraktiver Produktionsstandort als auch Absatzmarkt für Umwelttechnologie. GreenTech funktioniert als Motor für Wachstum und schafft Arbeitsplätze. Zugleich ist innovative Umwelttechnologie ein Instrument gegen die Rohstoffkrise und den Klimawandel. Ein vom Bundesumweltministerium herausgegebener Umwelttechnologie-Atlas dokumentiert die Entwicklung, den Einsatz und die Verbreitung von Umwelttechnologien in Deutschland.

Zum Seitenanfang

Grundgesetz Artikel 20a

Mit Artikel 20a des Grundgesetzes wurde 1994 in Deutschland der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zum Staatsziel erklärt.

Artikel 20a des Grundgesetzes lautet: "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Zum Seitenanfang

Habitat

Habitat (habitare, lateinisch = wohnen) meint den typischen Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart. In der Europäischen Union schützt die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie natürliche Lebensräume.

Sie dient damit der Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in der Europäischen Union. Wichtig ist die Vernetzung von Lebensräumen; denn erst hierdurch wird ermöglicht, dass sich verschiedene Populationen wildlebender Tier- und Pflanzenarten genetisch austauschen.

Zum Seitenanfang

HELCOM

HELCOM ist ein Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt im Ostseegebiet.

Ziel des Abkommens ist, die Meeresumwelt der Ostsee umfassend zu schützen: vor Verschmutzung vom Land aus oder durch Schiffe, vor Entsorgung oder Verbrennung von Abfall auf See, vor unfallbedingter Verschmutzung sowie Verschmutzung durch Offshore-Aktivitäten. HELCOM wurde 1974 in Helsinki von den Anliegerstaaten der Ostsee geschlossen. Das Abkommen trat 1980 in Kraft und wurde im April 1992 an neue Erfordernisse des Meeresumweltschutzes angepasst.

Zum Seitenanfang

Human-Biomonitoring

Human-Biomonitoring untersucht, ob Einzelne oder Bevölkerungsgruppen mit Schadstoffen belastet sind und welche gesundheitlichen Auswirkungen dies auf sie hat.

Untersucht werden menschliche Körperflüssigkeiten und Gewebe, wie etwa Muttermilch, Haare oder Blut. Human-Biomonitoring kann als Frühwarnsystem für bisher nicht erkannte Umweltbelastungen dienen. Es ist ein wichtiges Instrument für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz. Mithilfe von Human-Biomonitoring lässt sich zudem überprüfen, ob Verbote oder Beschränkungen bedenklicher Stoffe tatsächlich dazu geführt haben, dass die Schadstoffbelastung in der Bevölkerung zurückgeht.

Zum Seitenanfang

Hybride Antriebstechnik

Hybride Antriebstechnik (hybrid, lat. = gemischt) kombiniert mindestens zwei Antriebstechniken, beispielsweise den Antrieb durch Verbrennungs- und Elektromotor.

Hybride Antriebstechnik trägt dazu bei, die Feinstaubbelastung der Luft zu mindern und CO2-Emissionen zu vermeiden. Sie wird beispielsweise bei Kraftfahrzeugen eingesetzt. Man spricht dann von Hybridfahrzeugen. Der Einsatz von Hybridtechnik senkt den Kraftstoffverbrauch und steigert die Energieeffizienz. Antriebstechniken können unterschiedlich miteinander kombiniert werden: Sie können sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam die Leistung erhöhen, beispielsweise beim Beschleunigen. In bestimmten Betriebsphasen kann aber auch nur eine der Antriebstechniken die Hauptleistung erbringen, etwa der Elektromotor bei Langsamfahrten im Stadtverkehr.

Zum Seitenanfang

Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit bedeutet, ökologisch, ökonomisch und sozial gerecht zu leben und zu wirtschaften. Es bedeutet also, nicht auf Kosten armer Regionen oder kommender Generationen zu leben.

Nachhaltige Entwicklung versucht, Bedürfnisse so zu befriedigen, dass auch kommenden Generationen die Chance bleibt, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sie umfasst Maßnahmen im Bereich Klima und Energie ebenso wie etwa die Verkehrsentwicklung oder den schonenden Umgang mit Ressourcen. Auf EU-Ebene unterstützt eine 2001 beschlossene Strategie eine nachhaltige Entwicklung. In Deutschland formuliert die im Jahr 2002 beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie entsprechende Ziele und Maßnahmen.

Zum Seitenanfang

Nanotechnologie

Nanotechnologie arbeitet mit äußerst kleinen Strukturen von Materialien. Sie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.

Der griechische Begriff Nano bedeutet Zwerg; als Vorsatz für Maßeinheiten steht er für ein Milliardstel einer Größeneinheit. Werden Materialien aus Nanoteilchen hergestellt, besitzen sie besondere Eigenschaften, beispielsweise Härte und Bruchfestigkeit oder Leit- und Speicherfähigkeit. Neben Chancen werden auch mögliche Risiken der Nanotechnologie für Gesundheit und Umwelt diskutiert. Das Bundesumweltministerium steht hierüber in einem wissenschaftlichen Dialog mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Zum Seitenanfang

Nationales Naturerbe

Das nationale Naturerbe umfasst bedeutende Natur- und Kulturlandschaften in Deutschland, die für zukünftige Generationen erhalten bleiben müssen.

Um sie zu schützen, wurde 2005 beschlossen, 80.000 bis 125.000 Hektar Naturschutzflächen des Bundes unentgeltlich in eine Bundesstiftung einzubringen oder an die Länder zu übertragen. Zum nationalen Naturerbe gehören unter anderem das Wattenmeer, die Bodden- und Kreidesteilküsten oder die Stromtäler von Elbe, Oder, Donau und Weser mit ihren Auen. Auch die Naturräume entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, das sogenannte Grüne Band, sind Teil des nationalen Naturerbes.

Zum Seitenanfang

Ökosystem

Ein Ökosystem ist eine abgrenzbare natürliche Einheit aus Lebewesen und Lebensraum.

Ein Ökosystem setzt sich aus den dort lebenden Organismen, wie Mensch, Tier oder Pflanzen, sowie unbelebten Elementen zusammen. Zu letzteren gehören beispielsweise Gestein, Lufttemperatur oder Niederschlagsmengen. Die verschiedenen Elemente eines Ökosystems stehen miteinander in einer Wechselwirkung. Eingriffe von außen können das Ökosystem stören. Wald, Auenlandschaften, Flüsse oder das Wattenmeer sind Beispiele für Ökosysteme. Aber auch die Erde insgesamt ist ein Ökosystem.

Zum Seitenanfang

OSPAR

OSPAR (auch OSPARCOM) ist ein völkerrechtliches Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks.

Es verpflichtet die Vertragsstaaten, Verschmutzungen der Meeresumwelt des Nordatlantiks zu verhindern und zu beseitigen. Deutschland ist Vertragspartei des 1998 in Kraft getretenen Übereinkommens. Um OSPAR umzusetzen, wurden fünf Strategien beschlossen, unter anderem zu gefährlichen und radioaktiven Stoffen sowie zu Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt. Der Name OSPAR verweist darauf, dass das Übereinkommen zwei frühere Abkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung abgelöst hat: das sogenannte Oslo-Übereinkommen von 1972 sowie das Paris-Abkommen von 1974.

Zum Seitenanfang

Ressourceneffizienz

Die Rohstoffe auf der Erde, ihre Ressourcen, sind endlich. Ressourceneffizienz bedeutet, sie so einzusetzen, dass für ein Produktionsergebnis möglichst wenige Rohstoffe verbraucht werden.

Um auch zukünftigen Generationen noch Ressourcen als Lebensgrundlage zu erhalten, müssen Rohstoffe schonend und effizient eingesetzt werden – in der Wirtschaft, aber auch von jedem Einzelnen. Besonders in Unternehmen gibt es erhebliche Potenziale, Ressourcen effizienter zu nutzen. Ressourceneffizienz ist nicht nur bedeutsam zum Schutz der Umwelt und für eine nachhaltige Entwicklung, sondern senkt auch Materialkosten in Unternehmen. Ziel des Bundesumweltministeriums ist, dass Deutschland bis zum Jahr 2020 die weltweit ressourceneffizienteste unter den großen Volkswirtschaften ist. Die Bundesregierung hat deshalb ein Ressourceneffizienzprogramm beschlossen.

Zum Seitenanfang

SEED-Initiative

Die SEED-Initiative unterstützt weltweit Partnerschaftsprojekte, die nachhaltige Entwicklung fördern. SEED ist eine Abkürzung für "Supporting Entrepreneurs for Environment and Development".

Die SEED-Initiative zeichnet jedes Jahr lokale Umwelt- oder Entwicklungsprojekte, die nachhaltige Entwicklung fördern, mit einem Preis aus, dem SEED-Award. Die Projekte müssen sich durch besonders innovativen Unternehmergeist und Engagement auszeichnen und zum Umweltschutz oder zur Senkung der Armut beitragen. Die SEED-Initiative geht auf einen Vorschlag des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2002 zurück. Sie wird unter anderem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen getragen.

Zum Seitenanfang

TEEB

TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) heißt eine internationale Studie zur Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität.

Im Zentrum steht eine ökonomische Bewertung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen. Untersucht wird zum einen, wie der Wert natürlicher Ressourcen und der biologischen Vielfalt in Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden kann – etwa von Unternehmen oder Städten und Gemeinden. Darüber hinaus wird untersucht, welcher wirtschaftliche Schaden durch den Verlust biologischer Vielfalt entsteht. Es liegen bereits mehrere TEEB-Berichte vor.

 

Zum Seitenanfang

Treibhauseffekt

Eine natürliche Schutzhülle aus Treibhausgasen umgibt den Erdball und sorgt dafür, dass sich die Erde erwärmt: je mehr Treibhausgase, umso stärker die Erderwärmung.

Wie Glasscheiben eines Treibhauses lassen Treibhausgase zwar Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche durch. Sie verhindern aber, dass die entstehende Wärme wieder komplett in den Weltraum zurückgestrahlt wird. Folglich erwärmen sich Luft und Wasser. Die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen führt zu einem unnatürlich starken Treibhauseffekt und verursacht den Klimawandel.

Zum Seitenanfang

Treibhausgase

Treibhausgase sind Spurengase in der Erdatmosphäre, die verhindern, dass Wärme von der Erdoberfläche ins All zurückstrahlt.

Eine zu hohe Konzentration von Treibhausgasen verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt auf der Erde und führt zur Erderwärmung. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit reduziert wird. Zu den Treibhausgasen gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (Distickstoffoxid, N2O) und Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW).

Zum Seitenanfang

Tschernobyl

Tschernobyl in der Ukraine (ehemals Teil der Sowjetunion) steht für die bislang größte Katastrophe in der zivilen Nutzung von Kernenergie. Am 26. April 1986 explodierte hier ein Block des Atomkraftwerks.

Radioaktive Stoffe wurden in großer Menge und über Tage hinweg freigesetzt, in große Höhen verfrachtet und bis nach Mitteleuropa und Skandinavien getragen. Am stärksten betroffen waren die Ukraine, Weißrussland und Russland. Hier leidet die Bevölkerung noch immer noch unter den Folgen. Weite Landstriche sind noch heute radioaktiv verseucht. Die nukleare Katastrophe von Tschernobyl war auf Konstruktions- und Bedienungsfehler zurückzuführen. Deutschland hat die Ukraine bei der Bewältigung der Folgen des Reaktorunfalls und der Sicherung des Reaktors unterstützt.

Zum Seitenanfang

UFOPLAN

UFOPLAN steht für Umweltforschungsplan. Im Umweltforschungsplan beschreibt das Bundesumweltministerium jährlich seine Forschungsvorhaben.

Verantwortungsvolle Umweltpolitik benötigt wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen. Darum vergeben die Ressorts des Bundesumweltministeriums Forschungsaufträge; darüber hinaus betreibt das Bundesumweltministerium durch das Umweltbundesamt auch Eigenforschung. Der gesamte mittelfristige Forschungsbedarf des Ministeriums wird in einem Forschungsrahmen beschrieben. Die konkreten Forschungsvorhaben werden thematisch gruppiert und mit Kurztitel, Vergabebehörde und Forschungskennzahl im UFOPLAN aufgeführt.

Zum Seitenanfang

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Die Vereinten Nationen (UN) haben dazu aufgerufen, zwischen 2011 und 2020 weltweit den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen. Das Jahrzehnt wurde zur UN-Dekade Biologische Vielfalt erklärt (deka, griechisch = zehn).

Zu den Zielen der UN-Dekade gehört, die biologische Vielfalt zu schützen und deren nachhaltige Nutzung zu fördern. Staaten sind hierzu weltweit ebenso aufgerufen wie private Akteure. Zudem soll das gesellschaftliche Bewusstsein und Engagement für biologische Vielfalt gesteigert werden. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde im Rahmen des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) ausgerufen.

Zum Seitenanfang

UNEP

UNEP (United Nations Environment Programme) ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN). Das Organ der UN-Generalversammlung ist zuständig für globale und lokale Umweltfragen und gilt als "Umweltgewissen der Vereinten Nationen".

UNEP sammelt und analysiert Informationen zum globalen und lokalen Zustand der Umwelt und lenkt die internationale Aufmerksamkeit auf bedeutende Umweltprobleme. Die Organisation entwickelt regionale Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogramme; sie unterstützt aber auch Entwicklungsländer dabei, selbst Umweltschutzprogramme aufzubauen und umzusetzen. Der alle zwei Jahre herausgegebene UNEP-Bericht zur weltweiten Umweltsituation dokumentiert Umweltschäden und -entwicklungen. UNEP wurde 1972 gegründet; seine Mitglieder werden alle vier Jahre von der UN-Generalversammlung gewählt.

Zum Seitenanfang

UNFCCC – Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat zum Ziel, eine gefährliche Störung des Klimasystems durch Treibhausgase zu verhindern.

Seit Unterzeichnung der Klimarahmenkonvention im Jahr 1994 finden kontinuierlich internationale Verhandlungen zum Klimaschutz statt. Die beteiligten Staaten treffen sich einmal jährlich auf einer Konferenz aller Vertragsstaaten, der COP. Dort werden Klimaschutzziele, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Milderung der Folgen des Klimawandels diskutiert und Entscheidungen getroffen. Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, regelmäßig über die Freisetzung von Treibhausgasen zu berichten und Maßnahmen zum Klimaschutz einzuleiten. Industriestaaten treffen dabei weitergehende Verpflichtungen als Entwicklungsländer.

Zum Seitenanfang

Umwelt-Audit

Umwelt-Audit ist eine Art freiwillige Umweltbetriebsprüfung und ein Kontrollinstrument des Umweltmanagements.

Unternehmen, Organisationen oder Behörden können regelmäßig, systematisch und objektiv ihr Umweltverhalten bewerten lassen. Geprüft wird etwa, welche Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt getroffen sind oder wie viel Energie verbraucht wird. Als effektives Instrument des Umweltmanagements gilt das europäische Umwelt-Audit-System EMAS (Environmental Management and Audit Scheme). Entspricht das nach EMAS geprüfte Umweltverhalten DIN-normierten Standards, bekommt das geprüfte Unternehmen ein Zertifikat. Somit profitieren die Umwelt und das Image des Unternehmens vom Umwelt-Audit.

Zum Seitenanfang

Umweltinformationssystem

In Deutschland hat jeder Bürger Anspruch auf freien Zugang zu Umweltinformationen. Daten über die Umwelt werden von Bund und Ländern in computergestützten Informationssystemen gesammelt, verarbeitet und Bürgern auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Effektiver Schutz der Umwelt, aber auch der eigenen Gesundheit, erfordert einen umfassenden Zugang zu Umweltinformationen. Darum können Bürger bei informationspflichtigen Stellen des Bundes und der Länder, häufig auch online, Umweltinformationen einholen. Sie können beispielsweise erfahren, wie die Feinstaubbelastung der Luft an ihrem Wohnort ist, ob Wasser oder Boden belastet sind, erhalten Informationen zu Lärm oder Strahlung. Näheres regeln die Umweltinformationsgesetze des Bundes und der Länder.

Zum Seitenanfang

Umweltinnovationsprogramm

Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums fördert Großvorhaben, die Umweltbelastungen vermindern oder vermeiden. Gefördert werden Projekte im In- und Ausland.

Es werden Projekte gefördert, die sich noch in der Demonstrationsphase befinden, sogenannte Pilotprojekte. Ziel des Förderprogramms Inland ist es, den Stand der Technik weiterzuentwickeln und Projekte mit Vorzeigecharakter als Multiplikatoren zu nutzen. Das bedeutet: Pilotprojekte sollen Unternehmen und Gemeinden dazu anregen, selbst innovative Maßnahmen zur Schonung der Umwelt umzusetzen. Mit dem Förderprogramm Ausland sollen vor allem Projekte unterstützt werden, die Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel treffen oder die einen grenzüberschreitenden Umweltschutzeffekt für Deutschland haben.

Zum Seitenanfang

Umweltkontaminanten

Umweltkontaminanten sind gesundheitsschädliche Stoffe, die in Lebensmittel durch Verunreinigungen der Luft, des Wasser oder des Bodens gelangen.

Zu den Umweltkontaminanten gehören zum Beispiel Schwermetalle wie Blei und Cadmium oder Dioxine. Verbraucher müssen vor Umweltkontaminanten in Lebensmitteln geschützt werden. In Deutschland ist hierfür das Bundesumweltministerium zuständig. Denn wo Verunreinigungen der Umwelt vermieden werden, können auch keine Verunreinigungen auf Lebensmittel einwirken und sich dort anreichern.

Zum Seitenanfang

Umweltradioaktivität

Radioaktivität in der Umwelt kann natürlichen Ursprungs sein oder künstlich erzeugt werden. Sie ist ein Zerfall von Atomkernen, bei dem Strahlung freigesetzt wird.

Der Mensch ist von je her natürlicher Strahlung ausgesetzt, etwa von natürlich radioaktiven Stoffen in Luft, Wasser oder Boden. Hinzu kommt künstlich erzeugte Radioaktivität, zum Beispiel durch medizinische Geräte oder Kernkraftwerke. Je nach Dauer und Intensität der Einwirkung kann Radioaktivität bei Mensch und Umwelt irreparable Schäden anrichten. In Deutschland wird die Radioaktivität der Umwelt kontinuierlich überwacht. Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung legen Grenzwerte und Schutzmaßnahmen fest, um Menschen vor schädlichen Wirkungen von Radioaktivität zu schützen.

Zum Seitenanfang

Umweltverträglichkeitsprüfung

Umweltverträglichkeitsprüfungen erkennen vor Beginn eines Großprojektes dessen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Sie beziehen die Bürger in die Entscheidung über die Zulassung des Projekts ein.

Durch Umweltprüfungen sollen menschliche Gesundheit und natürliche Umwelt vor vorhersehbaren schädlichen Auswirkungen geplanter Großprojekte geschützt werden. Solche Projekte können etwa der Bau von Industrieanlagen oder Infrastrukturmaßnahmen sein. Umweltprüfungen binden die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess um ein Projekt mit ein; dies schafft Transparenz und soll zur Akzeptanz des betreffenden Projekts beitragen. Projektträgern wird durch eine vorangehende Umweltverträglichkeitsprüfung Planungssicherheit für ihr Projekt gegeben. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist in einem eigenen Gesetz (UVPG) geregelt.

Zum Seitenanfang

Weltnaturerbe

Einzigartige Naturlandschaften, deren Verlust für die Menschheit unersetzlich wäre, werden von der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) unter den Schutz der gesamten Staatengemeinschaft gestellt. Sie gelten als Weltnaturerbe.

Einmal jährlich nimmt die UNESCO einzigartige Naturlandschaften und bedeutende kulturelle Zeugnisse in eine Liste des Welterbes auf. Grundlage hierfür ist das 1972 verabschiedete "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt". Die Aufnahme als Weltnaturerbe muss vom jeweiligen Staat, in dem sich die Naturlandschaft befindet, beantragt werden. Das Wattenmeer und die Fossilienlagerstätte Grube Messel in Hessen gehören zum Weltnaturerbe, seit 2011 auch die "Alten Buchenwälder Deutschlands".

Zum Seitenanfang

2-Grad-Grenze

Auf maximal zwei Grad Celsius soll der Anstieg der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde begrenzt werden.

Darauf einigten sich alle Teilnehmerstaaten auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP 15) im Jahr 2009 in Kopenhagen. Der Temperaturanstieg wird gemessen im Vergleich zum Temperaturniveau vor der Industrialisierung. Um die 2-Grad-Grenze einzuhalten, muss der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit drastisch reduziert werden.

Zum Seitenanfang

Logo: Weißer Twitter-Vogel auf blauem GrundYouTube-LogoRSS Icon in Orange

Navigation

zur Sprungnavigation

Themenportale