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Stand: 01.03.2007

BMU-Richtlinien für die physikalische Strahlenschutzkontrolle zur Ermittlung der Körperdosis

Anpassung des untergesetzlichen Regelwerks zum Strahlenschutz

Die neue Strahlenschutzverordnung vom 20. Juli 2001 (BGBl. I S. 1714) enthält in Umsetzung der EU-Richtlinie 96/29 EURATOM eine Reihe von Änderungen und Neuregelungen, die zur Senkung der Strahlenexposition beitragen. Die konkrete Ausgestaltung einzelner Anforderungen der Verordnung erfolgt dabei mit Hilfe von BMU-Richtlinien. Inzwischen konnte die notwendige Überarbeitung weiterer BMU-Richtlinien zum Vollzug der Strahlenschutzverordnung abgeschlossen werden:
seit dem 1. März 2004 wird die BMU-Richtlinie zur Ermittlung der Körperdosis bei äußerer Strahlenbelastung, seit dem 1. März 2007 wird die BMU-Richtlinie zur Ermittlung der Körperdosis bei innerer Strahlenbelastung von den zuständigen Landesbehörden angewandt.

Die Strahlenschutzverordnung legt zum Schutz vor der schädlichen Wirkung durch ionisierende Strahlung Dosisgrenzwerte für Personen fest, die sicherstellen, dass niemand in seiner Gesundheit beeinträchtigt wird. Hierfür ist die genaue Ermittlung der individuellen Strahlenbelastung unbedingt erforderlich.

Strahlenbelastungen können zum einen von außen auf den Körper wirken, wie Röntgenstrahlung oder die Strahlung von radioaktiven Stoffen am Arbeitsplatz oder der Umgebung (äußere Strahlenbelastung) und zum anderen durch radioaktive Stoffe, die z. B. mit der Atemluft in den Körper gelangt sind (innere Strahlenbelastung). Die äußere Strahlenbelastung kann mit Dosimetern, die am Körper getragen werden, gemessen werden, oder aufgrund der Aufenthaltszeit und der Höhe und Art des Strahlenfeldes ermittelt werden. Je nach Strahlenart existieren hierzu verschiedene Dosimetertypen.

Die BMU-Richtlinie legt fest, wie die äußere Strahlenbelastungen für Beschäftigte z. B. in kerntechnischen Anlagen oder Kliniken oder für Personen, die bei der medizinischen Behandlung von Mensch oder Tier helfen, zu ermitteln ist. Für gebärfähige Frauen und Jugendliche, die beruflich oder in der Ausbildung mit ionisierender Strahlung oder radioaktiven Stoffen zu tun haben, werden neben einem sogenannten amtlichen Dosimeter, dass monatlich ausgewertet wird, ein weiteres, direkt ablesbares Dosimeter gefordert.

Teil 1:

Die "Richtlinie für die physikalische Strahlenschutzkontrolle zur Ermittlung der Körperdosen - Teil 1: Ermittlung der Körperdosis bei äußerer Strahlenexposition (§§ 40, 41, 42 StrlSchV; § 35 RöV)" wurde im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl. 2004, Nr. 22, S. 410) veröffentlicht. Eine nicht-amtliche Internetfassung des BMU kann über den Download (links) geladen werden.

Die neue BMU-Richtlinie legt fest, wie die innere Strahlenbelastungen durch in den Körper aufgenommene radioaktive Stoffe für Beschäftigte z. B. in kerntechnischen Anlagen zu ermitteln ist.
Die BMU-Richtlinie zur Ermittlung der Körperdosis bei innerer Strahlenbelastung ersetzt zu dem oben genannten Zeitpunkt die „Richtlinie für die Ermittlung der Körperdosis für innere Strahlenexposition gemäß §§ 63, 63a der Strahlenschutzverordnung (Berechnungsgrundlage)“ (BAnz. 1997 Nr. 122 a), die „Richtlinie über Anforderungen an Inkorporationsmessstellen vom 4. September 1996” (GMBl. 1996 S. 996) und die „Richtlinie für die physikalische Strahlenschutzkontrolle zur Ermittlung der Körperdosis (§§ 62, 63, 63a StrlSchV; § 35, 35a RöV)" ( GMBl. 1994 S. 286).

Teil 2:

Die "Richtlinie für die physikalische Strahlenschutzkontrolle zur Ermittlung der Körperdosen - Teil 2: Ermittlung der Körperdosis bei innerer Strahlenexposition (Inkorporationsüberwachung) (§§ 40, 41 und 42 StrlSchV)" wird in Kürze im GMBl veröffentlicht. Eine nicht-amtliche Internetfassung des BMU kann über den Download (links) geladen werden.

Beide BMU-Richtlinien wurden vom Bundesumweltministerium im Konsens mit den Ländern erarbeitet und stellen einen wichtigen Beitrag zu einem bundesweit einheitlichen und hohen Standard zum Schutz von Mensch und Umwelt vor den Gefahren durch ionisierende Strahlung dar.

  • Anhang 1: Beispiele für das Erfordernis der regelmäßigenInkorporationsüberwachung
  • Anhang 1.1: Beispiele für Tätigkeiten, bei denen eine regelmäßigeInkorporationsüberwachung erforderlich sein kann
  • Anhang 1.2: Beispiele für die Berechnung des Erfordernisses
  • Anhang 2: Inkorporationsüberwachung aus besonderem Anlass undSchwellenwertmessungen
  • Anhang 3: Daten zur Durchführung der Überwachung
  • Anhang 3.1: Radionuklide, Überwachungsverfahren und -intervalle,Dosiskoeffizienten und weitere Größen
  • Anhang 3.2: Zuordnung der Absorptionsklassen und f1-Werte zu den chemischenVerbindungen
  • Anhang 4: Räumliche und technische Ausstattung von Inkorporationsmessstellen, einschließlich des Zeit- und Personalbedarfs für Analysen und Messungen
  • Anhang 5: Mitzuteilende Überwachungsdaten
  • Anhang 6: Daten zur Eignung von Analysen- und Messverfahren

Anhang 7.1: Retentions- und Ausscheidungsdaten bei einmaliger Zufuhr

Anhang 7.2: Retentions- und Ausscheidungsdaten bei chronischer Zufuhr

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