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Stand: 01.01.2012

Zwischenlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle und bestrahlte Brennelemente

Abb.: In Betrieb befindliche (bzw. beantragte) Zwischenlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle und bestrahlte Brennelemente in Deutschland

Quelle: BMU, Februar 2008

Standortzwischenlager

An allen zwölf Standorten von in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken wurden in den letzten Jahren Zwischenlager für die dort während des Betriebs anfallenden bestrahlten Brennelemente (dezentrale – oder Standortzwischenlager) errichtet und in Betrieb genommen.

Ein Zwischenlager für den Standort Obrigheim für insgesamt 15 Behälter mit bestrahlten Brennelementen befindet sich noch in der Genehmigungsphase. Dabei sollen die Behälter in Anlehnung an die bereits genehmigten und in Betrieb genommenen Standortzwischenlager in einer zu errichtenden Lagerhalle für 40 Jahre gelagert werden.

Zentrale Zwischenlager

Zentrale Zwischenlager befinden sich an den Standorten Ahaus (Transportbehälterlager Ahaus) für bestrahlte Brennelemente aus Leistungs-, Prototyp- und Forschungreaktoren und Gorleben (Transportbehälterlager Gorleben) für bestrahlte Brennelemente aus Leistungsreaktoren und verglaste hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken in Frankreich und Großbritannien.

Dezentrale Zwischenlager außerhalb des Kraftwerksgeländes

Am Standort Jülich werden bestrahlte Brennelemente aus dem stillgelegten Atomversuchsreaktor (AVR) im Behälterlager Jülich aufbewahrt.

Das Zwischenlager Nord (ZLN) am Standort Greifswald dient der Aufbewahrung von bestrahlten Brennelementen aus den Kernkraftwerken Greifswald und Rheinsberg.

Trockenlagerung bestrahlter Brennelemente und hochradioaktiver Abfälle

Alle Zwischenlager sind als Trockenlager konzipiert, in die mit bestrahlten Brennelementen oder verglasten hochradioaktiven Abfällen beladene Transport- und Lagerbehälter eingelagert werden. Es sind verschiedene Ausführungsvarianten der Zwischenlager genehmigt. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Anordnung der Lagerbereiche und in der Gebäudewandstärke; das Standortzwischenlager Neckarwestheim ist als Tunnelanlage ausgeführt. Alle Konzepte erfüllen die Anforderungen des Atomgesetzes an eine sichere Lagerung. Alle Zwischenlager sind mit einer passiven Naturzugkühlung konzipiert worden, die unabhängig von aktiven technischen Systemen die Wärme der Behälter abführt. Die dichten, unfallsicheren Behälter stellen sowohl im bestimmungsgemäßen Betrieb als auch bei Störfällen den sicheren Einschluss, die notwendige Strahlenabschirmung und die Kritikalitätssicherheit sicher. Über Kühlrippen wird die Wärme an die Umgebung abgegeben. Der Schutz gegen äußere Einwirkungen wie Erdbeben, Explosionsdruckwelle, Überflutung oder Flugzeugabsturz wird durch die dicke Wandung der Behälter gewährleistet. Im Genehmigungsverfahren wurde nachgewiesen und bestätigt, dass die Behälter für eine Lagerdauer von mindestens 40 Jahren die Schutzziele erfüllen; die Einlagerungsdauer ist in den Genehmigungen entsprechend begrenzt.

Tabelle: Überblick über nach § 6 des Atomgesetzes genehmigte Zwischenlager

StandortLager-
kapa-
zität
Lager-
kapa-
zität
Status
Ein-
gelagert
Stell-
plätze
gesamt
(davon Ende 2010 belegt)
Inbe-
trieb-
nahme
Be-
hälter-
stell-
plätze
Mega-
gramm
Schwer-
metall
(Mg SM)
Be-
an-
tragt
Ge-
neh-
migt
(Mg SM)
Stand 12/09
Standortzwischenlager
Biblis1351400X468135 (46)18.05.2006
Brokdorf1001000X134100 (13)05.03.2007
Bruns-büttel80450X5180 (6)05.02.2006
Grafen-
rheinfeld
88800X13388 (13)27.02.2006
Grohnde1001000X135100 (13)27.04.2006
Gund-
remm-
ingen
1921850X227192 (25)25.08.2006
Isar1521500X213152 (22)12.03.2007
Krümmel80775X17580 (19)14.11.2006
Lingen/
Emsland
1251250X327125 (32)10.12.2002
Neckar-
west-
heim
1511600X333151 (36)06.12.2006
Obrig-
heim
15X15-
Philipps-
burg
1521600X357152 (36)19.03.2007
Unter-
weser
80800X7280 (7)18.06.2007
Zentrale Zwischenlager
Gorleben4203800X37420 (102)April 1995
Ahaus4203960X64420 (56) 329 BehälterJuni 1992
Dezentrale Zwischenlager außerhalb des Kraftwerksgeländes
ZLN Greifs-
wald
80585X58580 (69)Ende 1999
Behälter-
lager
Jülich
1580,225
Mg
Kern-
brenn-
stoff
X0,075158 (152)August 1993

Quelle: BMU, 2010

Tabelle: Lagerbestände in den externen Zwischenlagern zur trockenen Aufbewahrung bestrahlter Brennelemente aus Kernkraftwerken (Leistungs- und Prototypreaktoren) und verglaster hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente, Stand 31. Dezember 2010)

StandortHerkunft der AbfälleAnzahl der BehälterSchwermetallmasse in Megagramm (Mg)
AhausGKN-2
KRB-C
THTR-300
FR Rossendorf
3
3
305
18
28,4
26,4
6,6
2,3
GorlebenGKN-2
KKP-2
KRB-B
Frankreich
3
1
1
97
29,4
4,7
2,8
2716 HAW-Kokillen
Greifswald1KKR
KGR 1-5
KNK
VEK
6
59
4
5
48
535
4
140 H1W-Kokillen
JülichAVR1520,075

15 Behälter mit 140 HAW-Kokillen aus der Verglasungseinrichtung Karlsruhe (VEK) wurden im Februar 2011 eingelagert.

Quelle: BMU, 2010

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