Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO)

International Atomic Energy Agency (IAEA)

Die Internationale Atomenergie-Organisation wurde 1957 als eine autonome zwischenstaatliche Organisation gegründet. Sie berichtet regelmäßig an die Generalversammlung der Vereinten Nationen und ist verpflichtet, bei einer festgestellten Gefährdung des Weltfriedens den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen direkt anzurufen (Statut, Art. III B 4). Deutschland ist seit dem Gründungsjahr 1957 Mitglied der Organisation und in deren Kontroll- und Lenkungsorgan, dem Gouverneursrat, ständig vertreten.

Alle zurzeit 168 Mitgliedstaaten (Stand: Februar 2016) sind in der einmal jährlich tagenden Generalkonferenz vertreten. Viermal pro Jahr tagt der Gouverneursrat, dazu zweimal der Programm- und Haushaltsausschuss (PBC) bzw. der Ausschuss für Technische Hilfe (TACC).

Aufgabenschwerpunkte der IAEO sind Kernenergie (Nuclear power), Nukleare Sicherheit und Sicherung (Nuclear safety and security) sowie Verifikation (Safeguards).

Kernenergie

Die IAEO fördert weltweit die friedliche Nutzung der Kernenergie durch Fachtagungen, koordinierte Forschungsverträge, Dienstleistungen, Datenbanken sowie umfassende Dokumentations- und Publikationstätigkeiten.

Sie unterstützt Entwicklungsländer, zum Beispiel bei der Nutzung kerntechnischer Anwendungen in den Bereichen Medizin, Wasser und Landwirtschaft.

Nukleare Sicherheit und Sicherung

Die IAEO unterstützt die internationale Zusammenarbeit und Harmonisierung im Bereich der Aufsicht durch die Ausarbeitung von Sicherheitsstandards und Empfehlungen für die Bereiche Reaktorsicherheit, Strahlenschutz, Entsorgung nuklearer Abfälle, Transport radioaktiver Stoffe und Sicherung von kerntechnischen Anlagen und Kernmaterial. Sie fördert den physischen Schutz von Kernmaterial gegen Missbrauch, um zum Beispiel Nuklearschmuggel zu verhindern.

Das Bundesumweltministerium ist in der Commission on Safety Standards (CSS) sowie in den Arbeitsgremien NUSSC (nukleare Sicherheit), WASSC (Abfall), RASSC (Strahlenschutz) und TRANSSC (Transport) vertreten.

Darüber hinaus ist das Bundesumweltministerium im Bereich der Sicherung im Nuclear Security Guidance Committee vertreten.

Verifikation (Safeguards)

Die IAEO kontrolliert die Verwendung und den Verbleib von Kernmaterial in kerntechnischen Anlagen im Rahmen der Safeguards-Abkommen, die sie mit ihren Mitgliedstaaten abgeschlossen hat. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die kontrollierten Anlagen allein der friedlichen Nutzung der Kernenergie dienen.

Zuletzt geändert: 19.10.2016

Weitere Informationen

IAEO (englisch)