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Grenzüberschreitendes SUP-Verfahren zur Entsorgungsstrategie für radioaktive Abfälle Tschechische Republik

Die Tschechische Republik hat die Bundesregierung darüber informiert, dass ein grenzüberschreitendes SUP-Verfahren im Rahmen der Aktualisierung der tschechischen Entsorgungsstrategie für radioaktive Abfälle durchgeführt wird. Hierzu hat das tschechische Umweltministerium den zugehörigen Umweltbericht und weitere Dokumente übermittelt. Die Aktualisierung des Konzepts liegt in englischer Sprache, der dazugehörigen Umweltbericht in deutscher Sprache vor; die Zusammenfassung des Umweltberichts liegt in beiden Sprachen vor. Alle diese Dokumente können unter "Weitere Informationen" heruntergeladen werden.

Die Tschechische Republik hatte bereits im Jahr 2002 ein Konzept zur Entsorgung bestrahlter Brennelemente und radioaktiver Abfälle beschlossen und hierin auch die Aufgabe einer späteren Überprüfung auf Anpassungsbedarf vorgesehen. Dieser Aufgabe kommt die Tschechische Republik nun nach und berücksichtigt in ihrem Konzept verschiedene seither getroffene rechtliche und politische Festlegungen auf nationaler und internationaler Ebene. Eine wesentliche Veränderung ist dabei die geplante Laufzeitverlängerung bestehender Atomkraftwerke sowie der Bau neuer Reaktorblöcke, die zu zusätzlichen Abfällen führen werden. Diese sind im neuen Entsorgungskonzept berücksichtigt.

Für die Endlagerung bestrahlter Brennelemente sieht das Konzept die Inbetriebnahme eines tiefengeologischen Endlagers für hochradioaktive Abfälle bis 2065 vor. Das Konzept enthält weiterhin Ausführung zur Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, zur Zwischenlagerung, zu finanziellen Aspekten der Entsorgung, zu Forschung und Öffentlichkeitsbeteiligung. 

Das tschechische Umweltministerium hat darauf hingewiesen, dass der Umweltbericht zu dem Ergebnis kommt, dass direkte negative Umweltauswirkungen außerhalb der Staatsgrenze der Tschechischen Republik als Folge der Umsetzung des oben genannten Konzeptes ausgeschlossen seien. Keiner der Standorte, die für eine unterirdische Endlagerung in der Tschechischen Republik potentiell in Frage kommen, befinde sich nahe der tschechischen Staatsgrenze. 

Stellungnahmen beziehungsweise Eingaben konnte die deutsche Öffentlichkeit bis zum 18. August 2017 unmittelbar beim tschechischen Umweltministerium einreichen.

Downloads

Umweltbericht zur Aktualisierung des Konzepts zur Behandlung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente (PDF extern, 34 MB)

Zusammenfassung Umweltbericht (PDF extern, 208 KB)

Auswirkung auf Europaschutzgebiete und Vogelschutzgebiete (PDF extern, 2,5 MB)

Aktualisierung des Konzepts zur Behandlung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente (PDF extern, 1,7 MB, englisch)

Zusammenfassung Umweltbericht (PDF extern, 236 KB, englisch)

Zuletzt geändert: 21.08.2017