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Medizin

Die medizinische Anwendung ionisierender Strahlung und radioaktiver Stoffe hat in Deutschland einen hohen diagnostischen und therapeutischen Standard erreicht. Sowohl hinsichtlich der Indikationsstellung als auch der Qualität der Durchführung werden hohe Anforderungen gestellt. Nach den Vorschriften der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und der Röntgenverordnung (RöV) muss jede Anwendung im Einzelfall gerechtfertigt sein. Darüber hinaus ist die durch ärztliche Untersuchungen bedingte Strahlenexposition soweit zu reduzieren, wie dies mit den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft zu vereinbaren ist. Es ist in jedem Fall zu prüfen, ob durch diagnostische oder therapeutische Maßnahmen ohne Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe der gewünschte medizinische Effekt nicht ebenso erzielt werden kann.

Die - rein rechnerische - effektive Dosis pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland aufgrund von diagnostischen Röntgenanwendungen stieg kontinuierlich von circa 1,6 Millisievert im Jahr 1996 auf circa 1,7 Millisievert im Jahr 2011, also rund 11 Prozent über den Beobachtungszeitraum an. Der festgestellte Dosisanstieg ist im Wesentlichen durch die Zunahme der CT-Untersuchungshäufigkeit bedingt. Eine strenge klinische Indikationsstellung vorausgesetzt, bietet aber gerade dieses Verfahren einen großen diagnostischen und therapeutischen Nutzen für die Patienten.

Zuletzt geändert: 21.10.2014