Organisation und Zuständigkeiten

Trotz des hohen Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke in Deutschland ist ein Unfall mit Freisetzungen radioaktiver Stoffe in die Umgebung nicht auszuschließen. Dies gilt auch für kerntechnische Anlagen in unseren europäischen Nachbarstaaten. Deshalb werden in allen Staaten Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung getroffen.

Unter dem Begriff Notfallschutz wird in Deutschland der gesamte Bereich des Schutzes der Bevölkerung vor den Auswirkungen von Ereignissen verstanden. Im Zusammenhang mit kerntechnischen Anlagen unterscheidet man den "anlageninternen" Notfallschutz und den "anlagenexternen" Notfallschutz.

Aufgrund der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland kooperieren bei einem Notfall Behörden und Organisationen der verschiedenen Ebenen, um - bei einem Notfall in Deutschland zusammen mit dem Betreiber - den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit innerhalb Deutschlands ist in Abb. 1 schematisch dargestellt.

Abb. Blockdiagramm zur Organisation des Notfallschutzes in der Bundesrepublik Deutschland

Zuletzt geändert: 01.12.2014