Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Überwachung kerntechnischer Anlagen

Die standortbezogene Umgebungsüberwachung (Immissionsüberwachung) soll gemeinsam mit der Emissionsüberwachung eine Beurteilung der aus Ableitungen radioaktiver Stoffe mit Abluft und Abwasser aus kerntechnischen Anlagen resultierenden Strahlenexposition des Menschen ermöglichen. Sie soll so eine Kontrolle der Einhaltung von maximal zulässigen Aktivitätsabgaben sowie von Dosisgrenzwerten gewährleisten.

Daher werden die Medien auf Radioaktivität untersucht, die von den Emissionen der überwachten Anlage betroffen sein und folglich zur Strahlenexposition von Menschen beitragen können (zum Beispiel Luft, Boden , Grund- und Oberflächenwasser, Pflanzen, pflanzliche Nahrungsmittel, Milch, Fische, Trinkwasser).

Die Umgebungsüberwachung beruht auf dem Atomgesetz (AtG) (PDF extern, 208 KB) in Verbindung mit § 48 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Um eine bundeseinheitliche Ausführung zu gewährleisten, wurde zwischen Bund und Ländern die "Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung" abgestimmt. Die Ableitungen (Emissionen) werden nach dieser Richtlinie von den Betreibern der einzelnen Anlagen ermittelt und an die zuständigen atomrechtlichen Aufsichtsbehörden berichtet.

Die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung sind in Vierteljahres- und Jahresberichten zusammenzufassen. Diese Berichte sind der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, dem BMUB sowie den "Leitstellen des Bundes für die Überwachung der Umweltradioaktivität" vorzulegen. Dadurch wird sichergestellt, dass die radioaktiven Immissionen in der Deutschland einheitlich überwacht und einheitlich bewertet werden.

Das BMUB fasst die Ergebnisse in dem Bericht nochmals zusammen und hat jährlich dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat über die Entwicklung der Radioaktivität in der Umwelt zu berichten.

Nach § 19 des AtG unterliegt der Betrieb von Kernkraftwerken der Aufsicht der zuständigen Länderbehörden. Die Aufgaben der atomrechtlichen Aufsicht erstrecken sich dabei auf die Überwachung der Einhaltung von Genehmigungsbedingungen und sonstiger rechtlicher Vorschriften, so zum Beispiel der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte hinsichtlich der Strahlenexposition der Bevölkerung in der Umgebung der Anlage.

Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben ist die jeweilige atomrechtliche Aufsichtsbehörde gehalten, alle notwendigen Prüfungen einschließlich Messungen durchzuführen beziehungsweise durchführen zu lassen sowie alle erforderlichen Auskünfte vom Betreiber der Anlage einzuholen.

Die Einführung eines so genannten Fernüberwachungssystems erlaubt der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde eine schnelle und direkte Wahrnehmung ihrer Aufsichtspflicht. Dabei werden die wichtigsten strahlenschutzrelevanten Parameter (Emissionsüberwachung in Verbindung mit meteorologischen Parametern und ODL-Überwachung) kontinuierlich unmittelbar der aufsichtsführenden Stelle übermittelt.

Zuletzt geändert: 24.11.2014

Weitere Informationen

Radioaktivität in der Umwelt