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Bevölkerungsschutz

In der Verordnung über den Schutz durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung StrlSchV) werden im § 46 Dosisgrenzwerte für den Schutz der Bevölkerung vor Strahlenexpositionen aus Tätigkeiten festgelegt. Darüber hinaus legt § 47 fest, welche Dosisbeiträge durch die Ableitung radioaktiver Stoffe mit der Fortluft oder dem Abwasser resultieren dürfen.

Um die Einhaltung dieser Dosisgrenzwerte während des Betriebs einer Einrichtung oder Anlage zu gewährleisten, muss bereits bei der Planung nachgewiesen werden, dass für eine fiktive Referenzperson, die sich an den ungünstigsten Aufpunkten für die freigesetzte Aktivität aufhalten würde, die Grenzwerte nicht überschritten werden.

Für diesen Nachweis fordert § 47 der StrlSchV eine allgemeine Verwaltungsvorschrift, in der festgelegt wird, mit welchen Annahmen bei der Planung von Anlagen oder Einrichtungen die Strahlenexposition für eine Referenzperson der Bevölkerung an den ungünstigsten Einwirkungsstellen zu ermitteln ist. Diese allgemeine Verwaltungsvorschrift muss radioökologische Parameter und Rechenvorschriften enthalten und von den Expositionspfaden und Lebensgewohnheiten in der Anlage VII zur StrlSchV ausgehen. Die zuständige Behörde kann davon ausgehen, dass die Grenzwerte der Strahlenexposition von Einzelpersonen der Bevölkerung eingehalten sind, wenn dies unter Zugrundelegung der allgemeinen Verwaltungsvorschriften nachgewiesen wird.

Der vorliegende Entwurf einer AVV zu §47 StrlSchV von 2001 stellt die Fortschreibung der AVV zu § 45 StrlSchV von 1989 dar, die an die Novelle der StrlSchV anzupassen ist. In der Zwischenzeit findet die AVV zu § 45 StrlSchV von 1989 mit einigen durch die EURATOM-Grundnormen notwendig gewordenen Anpassungen im Rahmen der Übergangsregelung in § 117 Abs. 16 StrlSchV Anwendung.

Zuletzt geändert: 21.10.2014