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Stand: 01.11.2012

UV Strahlung - Grundlagen

Solarienverbot für Jugendliche

Das Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung ist am 3. August 2009 im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Damit ist das Solarienverbot für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren seit dem 4. August 2009 geltendes Recht. Wegen des anhaltenden Anstiegs der Neuerkrankungen an Hautkrebs bestand hier besonderer Handlungsbedarf.

Bestätigung findet dieses Gesetz durch die Entscheidung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die natürliche und künstliche UV-Strahlung in die höchste Krebsrisikostufe eingeordnet hat. Insbesondere für Minderjährige, die regelmäßig ins Sonnenstudio gehen, erhöht die Exposition durch künstliche UV-Strahlung das Risiko einer Hautkrebserkrankung erheblich. Die Deutsche Strahlenschutzkommission veröffentlichte bereits im September 2006 die Empfehlung "Gesundheitliche Gefährdung durch UV-Exposition von Kindern und Jugendlichen" und forderte besondere Schutzmaßnahmen für Minderjährige in Form eines Solarienverbots. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte bereits 2003 durch die Einführung eines freiwilligen Zertifizierungsverfahrens die Nutzerinnen und Nutzer von Sonnenstudios besser vor den schädlichen Wirkungen der künstlichen UV-Strahlung zu schützen. Dieses Zertifikat wurde allerdings kaum angenommen und Stichproben bei den zertifizierten Sonnenstudios wiesen gravierende Mängel auf. Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen hat das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit dem BfS das nun hinsichtlich des Solarienverbotes in Kraft getretene Gesetz erarbeitet.

Zum Schutz vor UV-Strahlung ist die UV-Schutz-Verordnung am 25. Juli 2011 im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Die Verordnung trat - mit Ausnahme der Anwesenheitspflicht für Fachpersonal - am 1. Januar 2012 in Kraft. Wegen des noch zu schulenden Personals tritt die Vorschrift zur Anwesenheitspflicht am 1. November 2012 in Kraft.

Grundlagen

UV-Strahlung wird in die 3 Bereiche UV-A (Wellenlänge 400-320 nm), UV-B (Wellenlänge 320-280 nm) und UV-C (Wellenlänge 280-100 nm) unterteilt.

Als energiereichster Teil der optischen Strahlung grenzt die UV-Strahlung unmittelbar an den Bereich der ionisierenden Strahlung an und kann vor allem im kurzwelligen Bereich ähnliche Wirkungen wie diese hervorrufen. UV-Strahlung ist für den Menschen nicht sichtbar und auch nicht durch ein anderes Sinnesorgan wahrnehmbar.

Weitere Informationen: www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_strahlung

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass UV-Strahlung Hautkrebs begünstigt. Dies gilt sowohl für natürliche UV-Strahlung (Sonne) als auch für künstliche UV-Strahlung (z. B. Solarien).

Die Zahl an Hautkrebsfällen steigt in Deutschland kontinuierlich an: Hautkrebs ist mit derzeit ca. 140.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Diese besorgniserregende Zunahme steht im Zusammenhang mit einer erhöhten UV-Exposition, die vor allem auf ein verändertes Freizeit- und Sozialverhalten großer Teile der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Ein vernünftiger Umgang mit der natürlichen UV-Strahlung, der Sonne, ist erforderlich, um das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, möglichst gering zu halten. Darüber hinaus stellt die künstliche UV-Strahlung, der Besucher von Sonnenstudios ausgesetzt sind, ein zusätzliches Gesundheitsrisiko zur natürlichen UV-Strahlung dar. Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, denn die Lebenszeitdosis an UV-Strahlung ist entscheidend für das Auftreten einer Hautkrebserkrankung im Erwachsenenalter.

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