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Entwicklung eines Sanierungsindikators für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau

Endbericht der Studie

Bestandsmaßnahmen besitzen im Bausektor seit Jahren ein höheres Gewicht als Neubaumaßnahmen. Dies gilt sowohl für den Wohnungsbau als auch für den Nichtwohnungsbau. Ziel der Studie ist die Entwicklung eines Indikators, der das Sanierungsvolumen zeitnah beschreiben und prognostizieren kann.

Ausgangslage

Seit vielen Jahren besitzen Bestandsmaßnahmen im Bausektor ein deutlich höheres Gewicht als Neubaumaßnahmen. Dies gilt sowohl für den Wohnungsbau als auch für den Nichtwohnungsbau. In der Bauvolumenrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin (PDF extern, 2,8 MB) ist die langfristige Verschiebung hin zu den Bestandsmärkten ausführlich dokumentiert. Allerdings liegen die Werte für die Bestandsmaßnahmen immer erst mit zeitlicher Verzögerung und nur auf Jahresbasis vor. Der wesentliche Grund hierfür ist, dass für diesen Bereich keine spezifischen amtlichen Erhebungen erfolgen. Nicht zuletzt deshalb beruht die Bauprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute nach wie vor weitgehend auf einer Beobachtung des Neubaus.

Studienergebnisse

Die vorliegende Studie zeigt, dass die Konstruktion eines Sanierungsindikators zur Beschreibung des unterjährigen Verlaufs der Bestandstätigkeit sowohl für den Wohnungs- als auch für den Nichtwohnungsbau möglich ist. In beiden Fällen konnten von den Forschern gute Übereinstimmungen zwischen den entwickelten Schätzmodellen und den Referenzreihen festgestellt werden.

In Verbindung mit der Bauvolumenrechnung bieten die Studienergebnisse eine deutliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Kenntnisstand. Die zur Generierung der Indikatoren benutzten Daten liegen mit ungefähr halbjähriger Verzögerung vor, so dass bereits im Laufe eines Jahres Aussagen über die Entwicklungen von Neubau und Bestand getroffen werden können. Um den Ansatz für Prognosen weiter zu verbessern, müssen die vorliegenden Ergebnisse mit künftigen Daten überprüft und um weitere Dateninformationen ergänzt werden.


Stand: 22.10.2015