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Deutsche Botschaft Bratislava

Neubau der Residenz am 28. Februar 2008 übergeben

Der Neubau der Residenz Bratislava wurde am 28. Februar 2008 an den Nutzer übergeben. Das Kölner Architekturbüro Gernot Schulz baute für 3,6 Millionen Euro die Residenz der Deutschen Botschaft. Der Neubau befindet sich auf einem 1.292 Quadratmeter großen Grundstück an der Mudronovastraße in unmittelbarer Nachbarschaft des slowakischen Nationalrates im Altsstadtviertel Stavé Mésto.

Die Baumaßnahme in Zahlen und Daten

ARCHITEKTGernot Schulz Architektur, Köln
OBJEKTÜBERWACHUNGIng. – Büro Mading, Bratislava
BRUTTO GRUNDFLÄCHE1.292 m²
HAUPTNUTZFLÄCHE413 m²
GESAMTPROJEKTKOSTEN3,6 Mio. Euro
PLANUNGSBEGINN1999 / 2000
FERTIGSTELLUNG28. Februar 2008

Zur Historie:

Mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems im Jahr 1989 begannen die Autonomiebestrebungen der bisher im Völkerverbund der Tschechoslowakei beheimateten Slowaken zu einem unabhängigen Staat. Seitdem Pressburg – oder Bratislava wie es in der Landessprache heißt - im Jahr 1993 zum zweiten Mal in der Geschichte Hauptstadt der unabhängigen Slowakischen Republik wurde, ergab sich die Notwendigkeit, anstelle der bisherigen Konsularabteilung eine angemessene Unterbringung der Deutschen Botschaft als Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland zu finden. Dies wurde zum Anlass genommen, sich für den Neubau einer Residenz für den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Slowakei einzusetzen. Noch Anfang der 90er Jahre in der Zeit des politischen Umbruchs äußerten viele Besucher der Stadt: "hier ging gestern erst der Krieg aus." Der Status der Hauptstadt brachte in kürzester Zeit radikale Änderungen, insbesondere auch in den Charakter der Stadt. Mittlerweile ist Bratislava in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht eine von den sich am schnellsten entwickelnden Regionen in Europa. Somit hat die Präsenz einer Deutschen Vertretung in der jungen Slowakischen Republik auch unter dem Aspekt des Beitritts der Slowakei zur Europäischen Union im Jahr 2004 besondere Bedeutung erlangt.

Der Residenzneubau:

Die Rechts- und Konsularabteilung sowie die Verwaltung der Deutschen Botschaft Bratislava sind weiterhin im ehemaligen Palais Nester am Rande der historischen Innenstadt untergebracht. Lediglich eine adäquate Unterbringung des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland fehlte noch. Als Ergebnis langer Bemühungen, ein entsprechendes Mietobjekt oder aber ein adäquates Grundstück für einen Neubau zu finden, fiel im Jahr 1998 die Entscheidung auf das Grundstück an der Mudronovastraße.

Mit der Projektdurchführung wurde das Büro Hillebrandt + Schulz (seit 2002: Gernot Schulz Architektur) beauftragt, ein junges Team aus Architekten und Fachplanern, das im Rahmen eines VOF-Verfahrens ausgewählt worden war. Die Planungsphase war geprägt von der Definition und Umsetzung der Interessen und Ziele des Bundes. Galt es doch diese immer wieder gegen unterschiedliche divergierende Interessen zu verteidigen und auch mit den örtlichen landesspezifischen Sachzwängen in Einklang zu bringen. Hinzu kam eine fast zweijährige Unterbrechung, da die Realisierung des Projektes mit Beendigung der Planungsphase wegen der angespannten Haushaltslage vorerst zurückgestellt werden musste. In dieser Zeit wurde stetig nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten oder Grundstücken mit einer weniger schwierigen Topografie Ausschau gehalten. Letztendlich erfolgte aber dennoch die Freigabe zur Realisierung des Neubauprojektes auf dem hoch über der historischen Altstadt gelegenen Grundstücks an der Mudronova. Dies ist nicht zuletzt dem beständigen Einsatz der Auslandsvertretung zu verdanken, die nicht müde wurde gegen alle bürokratischen Hürden anzukämpfen. In der sich anschließenden Ausführungsplanung bis hin zur Vergabe und zur Bauausführung war ein beständiges Eingehen auf örtliche Belange, Normen, Verfahrensweisen und der Abgleich mit diesbezüglichen deutschen Erfordernissen bei Einhaltung zwingender Vorschriften notwendig.