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Deutsche Botschaft Mexiko

Kanzleineubau

ARCHITEKTStaab Architekten BDA Schlesische Straße 20 10997 Berlin
GENERALPLANERBAULEITUNGNuno - Marc Gregor - De Buen Architekt Carlos Marc Gregor, Logen
PLANUNGSBEGINNJanuar 2001
GRUNDSTÜCK2.106 m²
BEBAUTE FLÄCHE737 m²
BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE1.639 m² Kanzlei, 1.519 m² Garage
KOSTEN5,8 Mio. EURO
BAUBEGINN7. Februar 2005
EINZUG13. November 2006

Nach nur knapp zwei Jahren Bauzeit konnte das vom Berliner Architekten Volker Staab entworfene neue Botschaftsgebäude der Bundesrepublik Deutschland in Mexiko bezogen werden. Der Entwurf des beim Wettbewerb siegreichen Architekten vereint lateinamerikanische und europäische Bautraditionen und Materialien: Außen trägt es eine Hülle aus einheimischem rötlich-braunen Lavastein und passt sich so harmonisch in die städtebauliche Umgebung ein.

Das Kanzleigebäude ist mit zwei Etagen ein schlicht und elegant erscheinender Bau, mit einer landestypischen Betonung der horizontalen Linien. Die großen Fenster verstärken die Anmutung von Offenheit und Transparenz. Das Gebäude füllt das zur Verfügung stehende Grundstück in europäischer urbaner Tradition bis zum Grundstücksrand. Es erhält eine rhythmische Auflockerung durch die drei lichten Innenhöfe, die von säulenförmigen Fensterbändern flankiert werden. Zu Beginn steht der offizielle "steinerne Eingangshof", der mit Orangenbäumen bepflanzt wird. Darauf folgt der "Hof des Wassers" mit einem kühlenden Wasserbecken und der "verwunschene Garten" mit seinen üppigen Pflanzen. Letztere bilden die reizvolle Kulisse für offizielle Anlässe und zur Entspannung der Botschaftsangehörigen.

Im Innenraum dominiert ein heller, sandfarbener Naturstein, der eine freundliche Atmosphäre schafft. Alle Aufenthaltsräume und Büros, die mit hölzernen Böden und Möbeln ausgestattet sind, orientieren sich an den großzügig gestalteten Innenhöfen ? auch dies ein lateinamerikanisches Motiv.  Im Foyer der Kanzlei realisierte die Künstlerin Renate Wolff ein Wandgemälde. Sie ließ sich inspirieren vom Gold der Azteken und der überbordenden Vegetation Mexikos. Aus typisch deutschen Pflanzen, Birne, Eiche, Löwenzahn sowie dem Apfel schuf sie eine üppige grüne ornamentale Bildfolge. Der künstlerische Entwurf sollte sich räumlich mit der Architektur auseinandersetzen und ihr eine zusätzliche Dimension verleihen. Das architektonische Spiel mit geschlossenen Flächen und Wandöffnungen sollte unterstrichen werden.

Mit dem Neubau sind erstmals alle Botschaftsangehörigen unter einem Dach vereint, die bis dahin auf zwei Liegenschaften in der Avenida Lord Byron und der Avenida Moliere verteilt waren. Auf dem Gelände der neuen Botschaft an der Avenida Horacio Nr. 1506, hatte bis 1990 die DDR-Botschaft ihren Sitz. Am 7. Februar 2005 hatten die Bauarbeiten begonnen und bereits am 13.11.06 konnte die Botschaft in das Gebäude, das für 5,8 Millionen Euro errichtet wurde, einziehen.