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Neubau des Bundespräsidialamtes

Projektdaten

  • Standort: Schloss Bellevue, Spreeweg 1
  • Durchführung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
  • Planung: Martin Gruber und Helmut Kleine-Kraneburg, Frankfurt am Main, Berlin
  • Hauptnutzfläche: 6.500 Quadratmeter
  • Projektkosten: 59,3 Millionen Euro
  • Bauzeit: März 1996 bis November 1998

Geschichte des Ortes und des Gebäudeensembles

Der Neubau des Bundespräsidialamtes entstand am Rande des "Englischen Gartens", etwa 200 Meter südlich des Schlosses Bellevue.

Bei den englischen Gärten handelt es sich um eine Form der Gartenkunst, die circa 1720 in England unter dem Einfluss ostasiatischer Vorbilder entstand.

Durch malerische Gruppierung der bis dahin architektonisch gegliederten Bäume und Sträucher wurde der Eindruck des Natürlichen, scheinbar Zufälligen erreicht - ein Landschafsgarten entstand - in dem Baumgruppen, Seen, Wasserfälle an die Stelle von Heckenschnitt, Becken und Kaskaden traten. Die deutsche Tradition der Barockparks wurde gebrochen und diese neue Form der Landschaftsgestaltung hielt auch in Berlin in Form des Englischen Gartens Einzug.

Das Gebäude

Ein europaweiter Realisierungswettbewerb wurde 1994 ausgeschrieben, den die Architekten Martin Gruber und Helmut Kleine-Kraneburg aus Frankfurt am Main für sich entschieden. Nach ihren Entwürfen, welche die städtebaulichen und landschaftsplanerischen Vorgaben am gelungensten umsetzten, wurde das Gebäude errichtet.

Dabei wurden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Anforderungen an die funktionalen, räumlichen und gestalterischen Bedürfnisse eines modernen Verwaltungsgebäudes
  • Anpassung an die architektonischen Maßstäbe des Schlosses Bellevue
  • Berücksichtigung der Lage im Berliner Tiergarten
  • Berücksichtigung der herausragenden Bedeutung des Amtsgebäudes für das Erscheinungsbild der Bundesrepublik Deutschland.

In seinen Abmessungen orientiert sich der Neubau an den Proportionen der Schlossanlage (83 mal 41 Meter, Traufhöhe: 15 Meter). Damit trägt das Gebäude dem Vorrang des Schlosses Bellevue als Amtssitz des Bundespräsidenten Rechnung. 

Gartenarchitektonische Gestaltung

Die mit dem Neubau verbundene Ausweitung des Liegenschaftsbereiches machte eine neue gartenarchitektonische Gestaltung notwenig, da die Außenanlagen des Neubaus mit dem Schlosspark zu verbinden und so zu gestalten waren, dass Staatsempfänge protokollgemäß ablaufen können. Zu berücksichtigen war dabei das denkmalgeschützte Ensemble des Schlosses Bellevue mit seinem großen Baumbestand. Im Ergebnis der Baumaßnahme fügt sich der Neubau so in die Gesamtanlage ein, dass Natur und Gebäude zu einer gelungenen Einheit verschmelzen.

Einfache Grundformen

Der Baukörper vermittelt einen einheitlichen und geschlossenen Charakter, der vorrangig durch die mit grau-schwarzem, hochglänzendem Naturstein bekleidete Fassade, die insgesamt zurückhaltend und unaufdringlich wirkt, zum Ausdruck kommt.

Das Gebäude besteht aus einfachen Grundformen: ein äußerer elliptischer Ring umschließt einen rechteckigen Riegel.

Die Obergeschosse beider Bauteile sind durch Brücken verbunden. Damit entstand zwischen Ellipse und Riegel eine zentrale, mit einem Glasdach überdeckte Eingangs- und Kommunikationshalle. Von hier aus sind alle Geschosse erreichbar.

Im äußeren Gebäudering, der zum Garten ausgerichtet ist, befinden sich 124 Büros, mit einer umlaufenden, zum Lichthof offenen Galerie. Erschließungs- und Nebenräume sowie die Bibliothek und Sonderräume sind im Riegelgebäude untergebracht.

Die Arkadengänge der drei oberen Geschosse sind mit neunzig in die Wand eingelassenen Majolika-Tafeln des Künstlers Lothar Baumgarten geschmückt und auf dem Terrazzofußboden ist ein abgewandeltes neunfeldriges "magisches Quadrat" eingelassen.

Ökologische Gesichtspunkte

Ökologische Gesichtpunkte spielten - wie auch bei anderen Regierungsbauten - eine wichtige Rolle bei der technischen Gebäudekonzeption. Die Belüftung des Verwaltungsgebäudes erfolgt daher ohne Klimaanlage auf natürlichem Wege.

Alle Bürofenster lassen sich öffnen, das 1000 Quadratmeter große Glasdach über der Empfangs- und Kommunikationshalle verfügt über ein Sonnenschutzsegel. Auf dem Dach wurde auf 900 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage installiert. Damit können bei Bedarf über die Hälfte der Büroräume ganztägig beleuchtet werden.

Kontakt

Spreeweg 1
10557 Berlin

Postanschrift: 11010 Berlin

Telefon: +49 (0)30 20 00 0; +49 (0)1888 5 00 0'
Fax: +49 (0)30 20 00 1999
E-Mail:  poststelle@bpra.bund.de
Internet:  www.bundespraesident.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75 (S-Bahnhof Bellevue)
  • U-Bahnlinie U9 (U-Bahnhof Hansaplatz)
  • Bus 100 und 187 (Haltestelle Schloss Bellevue)
  • Bus 106 (Haltestelle Großer Stern)