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Schloss Bellevue

Geschichte des Ortes und des Gebäudeensembles

Nach den Plänen des Architekten Michael Philipp Daniel Boumann entstand die dreiflügelige klassizistische Schlossanlage für den Prinzregenten Ferdinand von Preußen in den Jahren 1785 bis 1790.

Noch vor dem Bau des Schlosses nahm der Schlosspark mit seiner Bellevueallee Gestalt an. Mit ihm entstand einer der ersten Landschaftsgärten in Preußen, der noch heute das Bild des Schlosses Bellevue prägt. Seinen Besitzer wechselte das wunderschön gelegene Schloss im Herzen Berlins danach mehrfach. Unter anderem beherbergte es eine Zeitlang das "Museum für Völkerkunde", bevor es 1938 zum "Reichsgästehaus" umgestaltet wurde.

Im zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Schäden, wurde aber in den Jahren 1955 bis 1959 als Berliner Domizil des Staatsoberhauptes der Bundesrepublik Deutschland wieder aufgebaut, da man damals noch davon ausging, dass Berlin bald wieder Hauptstadt eines ungeteilten Deutschlands sein werde.

Da die politische Entwicklung dies jedoch nicht zuließ und die Villa Hammerschmidt in Bonn zum offiziellen Amtssitz des Bundespräsidenten wurde, bekam das Schloss Bellevue den Charakter eines repräsentativen Wohnsitzes des Bundespräsidenten.

Im Jahr 1994 war der Bundespräsident das erste Verfassungsorgan des vereinten Deutschland, das seinen Amtssitz von Bonn nach Berlin verlegte.

Das Gebäude

Die äußere dreiflügelige Form des Schlosses Bellevue blieb seit dem Bau Ende des 18. Jahrhunderts unverändert.

Die Innenausstattung wurde nach den Zerstörungen während des Krieges dem Stil der frühen Nachkriegszeit angepasst. Um das Schloss für größere Empfänge nutzbar zu machen, wurde das Raumgefüge durch eine Eingangshalle mit einer geradläufigen Treppe und einem Großen Saal im Obergeschoss gravierend verändert.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier-Berlins 1987 wurde beschlossen, das Schloss stärker kulturellen Veranstaltungen zu öffnen. Aus diesem Grunde erhielt der Architekt Otto Meitinger den Auftrag, das Schloss so zu gestalten, dass das Innere mit dem Charakter des äußeren Erscheinungsbildes konform ging.

Dazu wurde die Grundrissstruktur wieder so weit wie möglich der Baukörpergliederung mit dem Mittel- und den beiden Eckrisaliten angepasst und die unterschiedlich breiten Fensterpfeiler des Großen Saals optisch korrigiert.

Weiterhin sollte eine einheitliche Raumfolge entstehen, in welcher sich der neue Große Saal eigenständig behaupten konnte, ohne jedoch dem historischen Langhans-Saal mit seiner reichen Architekturausstattung die historische Dominanz zu nehmen. Daher wurden Umbauten aus den zurückliegenden Jahren entfernt, so dass die ursprüngliche Raumfolge wieder erkennbar ist.

Zwei in den Fünfzigerjahren ausgestattete Salons wurden bei der Umgestaltung in ihrem Zustand belassen.

Baumaßnahmen für den ersten Sitz des Bundespräsidenten

Mit dem Umzug nach Berlin 1994 zeigte sich, dass das Schloss Bellevue für den Betrieb als ersten Sitz des Bundespräsidenten vor allem im Technik- und Medienbereich nicht gerüstet war. Die Aufgabe die Residenz zu einem funktionsgerechten und repräsentativen Amtssitz in der neuen Bundeshauptstadt zu machen übernahm das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Die Bauarbeiten wurden bis Ende 2005 abgeschlossen.

Die Herausforderung an die beteiligten Architekten und Fachplaner bestand auch darin, den innovativen Standard für Medien- und Informationstechnologien mit den Besonderheiten des alten Schlosses in Einklang zu bringen. Gleichzeitig waren die in Berlin wachsenden Anforderungen im Protokollbereich und an die Sicherheit des Staatsoberhauptes zu erfüllen.

Die 1999 begonnenen Bauarbeiten mussten parallel zum Protokollbetrieb durchgeführt werden und konnten erst in einer intensiven Phase ab 2004 bis Ende 2005 vollendet werden. In dieser Zeit wurden die Veranstaltungen des Bundespräsidenten überwiegend in das Schloss Charlottenburg ausgelagert.

Nachdem der Bundespräsident sein Domizil wieder in Betrieb genommen hatte, lud er im Januar 2006 anlässlich der Schlüsselübergabe Bürgerinnen und Bürger zur Besichtigung des Schlosses Bellevue ein. Am 8. Januar 2006 folgten seinem Ruf über 10.000 Besucher. Gelobt wurde von den Besuchern die zurückhaltende Eleganz des Ortes und die dem Denkmal gerecht werdende Behandlung des Bauwerks.

Seither ist das Schloss Bellevue wieder glanzvoller Schauplatz der Veranstaltungen des Bundespräsidenten.

Kontakt

Spreeweg 1
10557 Berlin

Postanschrift: 11010 Berlin
Telefon: +49 (0)30 20 00 0; +49 (0)1888 5 00 0
Fax: +49 (0)30 20 00 1999
E-Mail: poststelle@bpra.bund.de
Internet: www.bundespraesident.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75 (S-Bahnhof Bellevue)
  • U-Bahnlinie U9 (U-Bahnhof Hansaplatz)
  • Bus 100 und 187(Haltestelle Schloss Bellevue)
  • Bus 106 (Haltestelle Großer Stern)