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Bundesministerium der Verteidigung

Zweiter Dienstsitz

Projektdaten

  • Standort: Stauffenbergstraße 18
  • Durchführung: Oberfinanzdirektion Berlin, Bundesbauamt Berlin I
  • Planung: Burckhardt, Emch und Berger GmbH, Berlin; ARGE Haase, Bräunlin, Engel und Zillich, Berlin
  • Hauptnutzfläche: 11.655 Quadratmeter
  • Projektkosten (2. Bauabschnitt): 67,5 Millionen Euro
  • Bauzeit: Dezember 1997 bis März 2001

Geschichte des Ortes und des Gebäudes

Der zweite Dienstsitz des Bundesministeriums für Verteidigung befindet sich am Reichpietschufer im südlichen Tiergartenviertel. Der erste Dienstsitz ist Bonn.

Der fünfgeschossige Bau am Landwehrkanal entstand in den Jahren 1911 bis 1914 als Reichsmarineamt und beherbergte nach dem Ersten Weltkrieg das Reichswehrministerium. Der Komplex, in dem mittlerweile das Oberkommando der Wehrmacht seinen Sitz hatte, wurde bis zum Jahre 1938 um den "Bendlerblock" längs der heutigen Stauffenbergstraße erweitert.

Aber neben dem Oberkommando der Wehrmacht war der Bendlerblock auch Zentrale des politischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, bekannt durch den Putsch gegen Hitler am 20. Juli 1944. Die damaligen Widerstandskämpfer Graf von Stauffenberg, sein Förderer General Friedrich Olbricht sowie Oberst Mertz von Quirnheim und Oberleutnant von Haeften - wurden nach dem missglückten Attentat im Hof des Gebäudes standrechtlich erschossen. An sie erinnern seit 1945 eine Statue des Künstlers Richard Scheibe, die einen jungen Mann mit gefesselten Händen darstellt und die ständige Ausstellung "Deutscher Widerstand".

Aus dem Kriegsgeschehen ging das Gebäude stark zerstört hervor und auch seine Innenausstattung fiel größtenteils den Bomben zum Opfer.

Das Gebäude

Das Bundesministerium der Verteidigung nutzt Teile der ausgedehnten Liegenschaft. Die restliche Gebäudefläche wird von Bundesinstitutionen genutzt.

Bei den Umbaumaßnahmen kam es auch hier vor allem darauf an, denkmalschützende Aspekte mit den funktionalen Anforderungen eines Verteidigungsministeriums in Einklang zu bringen. Dabei wurden dem Eingangsbereich und der haushohen Haupthalle bei der Erhaltung des ursprünglichen Baustils besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Bei der Innenausstattung legten die Architekten Wert auf die Gestaltung der halb öffentlichen Bereiche wie Treppenhaus, Konferenzsaal, Besucherzentrum und Casino.

Das Gebäude erfuhr eine Komplettsanierung und zwei ursprünglich offene Innenhöfe wurden überdacht. Hier entstanden das Gästekasino für protokollarische Zwecke sowie das Besucherzentrum. Völlig neu hergerichtet wurde die Kantine, die zwar innerhalb des Gebäudekomplexes, aber außerhalb des durch das Verteidigungsministerium genutzten Bauteils liegt. Auch der Bau neuer Wach- und Nebengebäude waren Teil der Umgestaltung des Areals.

Insgesamt wirkt das gesamte Gebäude schon aufgrund seiner ungewöhnlich hohen Räume und der breiten Flure sehr großzügig; es bleibt aber trotz der baulichen Veränderungen der historische Inhalt des Ortes erhalten.

Planung

Am Standort des BMVg im Bendlerblock in Berlin sollen weitere Beschäftigte untergebracht werden. Dazu werden zum einen die anderen auf der Liegenschaft vorhandenen Bestandsgebäude (Bauteile C, D und E) für eine Büronutzung hergerichtet. Zum anderen wird auf dem nördlichen Teil des Grundstücks anstelle einer ehemaligen Reithalle ein Neubau (Bauteil F) für weitere Büro- und Technikräume errichtet.

Als Projektkosten für die Gesamtmaßnahme sind rund 113 Mio. € veranschlagt.

Der Neubau wird eine Nutzfläche von über 5.000 qm umfassen. Er bildet sowohl funktional als auch formal den Abschluss des Ensembles und nimmt mit seiner kompakten Kubatur und den solitärhaften Proportionen die Gestaltung der benachbarten Botschaftsgebäude auf.

Die Planung erfolgt durch das Architekturbüro Auer + Weber + Assoziierte GmbH Stuttgart. Diese waren in dem begrenzt-offenen Realisierungswettbewerb mit vorgeschalteten offenen Bewerberverfahren mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden.

Kontakt

Stauffenbergstraße 18
10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30 2004 0 oder +49 (0)1888 24 00
Fax: +49 (0)30 2004 8333 oder +49 (0)1888 24 5357
E-Mail: poststelle@bmvg.bund400.de
Internet: www.bmvg.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S1, S2 und S25 (S-Bahnhof Anhalter Bahnhof, umsteigen in den Bus M29 Richtung Roseneck - Haltestelle Gedenkstätte Dt. Widerstand)
  • U-Bahnlinie U1, U2, U3 (U-Bahnhof Wittenbergplatz, umsteigen in den Bus M29 Richtung Herrmannplatz - Haltestelle Gedenkstätte Dt. Widerstand)
  • Bus M29 (Haltestelle Gedenkstätte Dt. Widerstand)