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Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Zweiter Dienstsitz

Projektdaten

  • Standort: Wilhelmstr. 49
  • Durchführung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
  • Planung: Prof. Josef Paul Kleihues mit Norbert Hensel unter Peter Bastian (PL)
  • Hauptnutzfläche: 10.160 Quadratmeter
  • Bauzeit: August 1997 bis März 2001 (für die Gesamtmaßnahme)

Geschichte des Ortes und des Gebäudes

In zwei Altbauten im Ensemble zwischen Mauer- und Mohrenstraße in Berlin Mitte, dem ehemaligen Finanzviertel Berlins, ist heute das Bundesministerium für Arbeit und Soziales untergebracht. Der Gebäudekomplex umfasst die Altbauten an der Wilhelmstraße 49 / Mauerstraße 45-52 und das "Kleisthaus", ein ehemaliges Bankgebäude, dessen Vorgängerbau dem Dichter Heinrich von Kleist als Wohnung diente.

Das Kleisthaus wurde in den Jahren 1912/13 von Bodo Ebhardt als Sitz des Bankhauses von der Heydt gebaut. Nach 1945 wurde es bis in die Achtzigerjahre von verschiedenen Verlagen und gewerblichen Mietern genutzt. Der Komplex an der Wilhelmstraße wurde als Erweiterungsbau für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in den Jahren 1936 bis 40 von Karl Reiche errichtet und nach dem Krieg von der Nationalen Front der DDR als Sitz des Nationalrates genutzt. Nach der Wende war das Haus für kurze Zeit Sitz des Ministeriums für Medienpolitik und später war hier das Umweltbundesamt untergebracht.

Das Gebäude

Der Auftrag für den Umbau des Gebäudekomplexes ging an den Architekten Josef Paul Kleihues, dessen Ziel es war, die Ansprüche des Ministeriums an ein modernes Bürogebäude zu erfüllen, ohne die historischen Gegebenheiten des von einer stark nationalsozialistischen Bauästhetik geprägten Gebäudes zu negieren. Die Vergangenheit sollte nicht durch Wegsprengen und Beseitigen bewältigt werden, sondern das Haus sollte unter Einbeziehung seiner Geschichte eine neue architektonische und atmosphärische Identität bekommen. So bleibt die symmetrisch und mit Natursteinplatten verkleidete Fassade des Hauses an der Mauerstraße nahezu original erhalten.

Eine wichtige Entscheidung war es, den Haupteingang auf die Seite des ehemaligen Wilhelmplatzes zu legen und damit die alte stadträumliche Orientierung des Gebäudes wiederherzustellen. Die vorhandenen Arkaden werden als offene, in die Eingangshallen des Ministeriums überleitende Loggia genutzt. Daran schließt sich eine komplett neue, glasgedeckte zentrale Halle an, die nicht nur den Bau erschließt, sondern auch eine räumliche und funktionale Verbindung zum Kleisthaus herstellt, welches heute als Informations- und Besucherzentrum genutzt wird.

Der steinerne Innenhof wurde gartenarchitektonisch gestaltet, konnte aber aufgrund einer sich unter ihm befindlichen Tiefgarage nicht entsiegelt werden.

Der mit der Aufgabenfülle des neuen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bedingte Bedarf von circa weiteren 180 Arbeitsplätzen wird derzeit durch die bauliche Einbeziehung des im Süden an die Liegenschaft angrenzenden ehemaligen Ritterschaftsgebäudes durch Lückenschließung mit Neubauten geplant. Mit der Fertigstellung ist in 2007 zu rechnen.

Künstlerisch wurde das Haus vor allem durch ein Bild von Felix Droese "Das Tier vor der Schwelle" geprägt. Sechs Stiere sind in verschiedenen Farbgebungen und Techniken auf die Wände gemalt. Zwei andere Treppenhäuser gestalteten die Künstler Thom Bath (186 Bleistiftzeichnungen) und Katarina Zavarska (Berliner Bilderzyklus). An der Stirnseite der neu entstandenen Halle dominiert eine farbige Stahl-Glas-Plastik von Daniel Buren.

Kontakt

Wilhelmstr. 49
10117 Berlin

Telefon: +49 (0)1888 527 0
Fax: +49 (0)1888 527 1830
E-Mail: info@bmas.bund.de
Internet: www.bmas.bund.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S1, S2 und S25 (S-Bahnhof Brandenburger Tor oder Potsdamer Platz)
  • U-Bahnlinie U2 (U-Bahnhof Mohrenstraße)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Französische Straße oder Stadtmitte)
  • Bus M48 (Haltestelle Leipziger Straße/Wilhelmstraße)
  • Bus 200 (Haltestelle U Mohrenstraße)
  • Bus TXL und 100 (Haltestelle Brandenburger Tor)