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Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektdaten

  • Standort: Hannoversche Straße 28-30
  • Durchführung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
  • Planung: Jourdan & Müller, Frankfurt / Main
  • Hauptnutzfläche: circa 4.500 Quadratmeter
  • Projektkosten: 12,3 Millionen Euro
  • Bauzeit: August 1998 bis August 2000

Geschichte des Ortes und des Gebäudes

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bezog als zweiten Dienstsitz in Berlin ein historisches Gebäude in der äußeren Friedrich-Wilhelm-Stadt. Der erste Dienstsitz liegt in Bonn. In der Hannoverschen Straße, die unmittelbar an der einstigen Akzisemauer verlief, befanden sich die Kasernen der berittenen Garde-Artillerie Friedrichs des II. Auch das Gebäude des heutigen Ministeriums ist ein ehemaliger Kasernenbau, der in der Weimarer Republik die "Polizeischule Mitte" beherbergte. Das Gebäude brannte während des Krieges völlig aus.

In der ersten Nachkriegszeit verwandelte der Architekt Hans Scharoun das Gebäude in das Institut für Bauwesen. Im Dachgeschoss wurden großzügige Ateliers eingerichtet, in denen die Neubebauung der zerstörten Stadt geplant wurde. Hans Scharoun nahm seinen Wohnsitz später im Westteil der Stadt und entwarf hier u.a. die Philharmonie und die Staatsbibliothek. Nach der Gründung der DDR übernahm die Bauakademie das Haus, die von hier aus nach der Teilung der Stadt die Gestaltung des östlichen Berlins lenkte, bevor sie zwanzig Jahre später in das Lindencorso Unter den Linden umzog.

Grund des Umzuges war die neue Nutzung des Gebäudes als Sitz der "Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Deutschen Demokratischen Republik". Das Haus wurde dafür um- und ausgebaut; im Garten entstand ein Pavillon, in dem nicht nur Ausstellungen, Konzerte und Konferenzen stattfanden, sondern in dem immer wieder ausreisewillige DDR-Bürger Zuflucht und Hilfe suchten.

Nach dem Umzugsbeschluss der Bundesregierung wurde das geschichtsträchtige Haus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zugewiesen.

Das Gebäude

Den Zuschlag für den Umbau des Hauses erhielt das Frankfurter Büro Jochen Jourdan & Bernhard Müller. Das Konzept der Architekten sah vor, den geschichtsträchtigen Charakter dieses Ortes der deutsch-deutschen Beziehungen zu respektieren und das Haus Nr. 30 "in Ruhe zu lassen".

Ergänzt wurde der Altbau durch einen Neubau, der in seiner Wirkung gegenüber dem Altbau nicht dominant, aber gleichzeitig auch Ausdruck einer aktuellen, eigenständigen Architektur sein sollte und der die vorhandene Substanz architektonisch zu integrieren hatte. Aufgrund der Erweiterungen, Um- und Anbauten, die das Gebäude im Laufe der Zeit erfahren hatte, war die Ausgangssituation denkbar kompliziert.

Zuerst wurde das Dachgeschoss nach den ursprünglichen Plänen des Architekten Hans Scharoun wiederhergestellt. Im ehemaligen Atelier des Architekten Scharoun wurde die Bibliothek des Ministeriums untergebracht und wie auch bei anderen Bundesbauten auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert. Der Pavillon im Garten bleibt bestehen.

Das ehemalige Büro des Ständigen Vertreters der Bundesrepublik blieb in Ausstattung und Möblierung nahezu unverändert und dient als Besprechungszimmer. Der Neubau, der die Form eines Riegels aufweist und asymmetrisch konzipiert wurde, wirkt leicht und hell. Er ragt an der Westflanke des Grundstücks in den Hof und ruht komplett auf nur zwei schräg gestellten Stützen. An der Stirnseite endet er in einem weit auskragenden Obergeschoss.

Die Fassade des Gebäudekomplexes besteht aus mehreren transparenten, locker arrangierten Schichten von Metallgeweben und Metallprofilen. Zwischen Glasscheiben und gläsernen Paneelen erkennt man die rötlichen Holzrahmen der Fenster. Begrünt wurden der Innenhof, das Dach des Pavillons und der Vorplatz. Künstlerisch wurden der Treppen- und Eingangsbereich des Gebäudes und die Wand im Erdgeschoss des Pavillons auf der Grundlage eines Kunstwettbewerbs durch verschiedene Künstler gestaltet.

Kontakt

Hannoversche Straße 28-30
10115 Berlin

Telefon: +49 (0)30 285 40 0 oder +49 (0)1888 57 0
Fax: +49 (0)30 285 40 5270 oder +49 (0)1888 57 83601
E-Mail: bmbf@bmbf.bund.de
Internet: www.bmbf.de

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S1, S2 und S25 (S-Bahnhof Nordbahnhof)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Oranienburger Tor)
  • Straßenbahnlinien M1 und M6 (Haltestelle U-Bahnhof Oranienburger Tor)
  • Bus 142 (Haltestelle Torstraße/U Oranienburger Tor)
  • Bus 120, 123 und 245 (Haltestelle Invalidenpark)