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Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Projektdaten

  • Standort: Invalidenstraße 44
  • Durchführung: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
  • Planung:
    Altbau: Generalplaner Prof. Gerber, Max Dudler
    Erweiterungsbau I: Generalplaner Max Dudler
    Erweiterungsbau II: Entwurfs- und Genehmigungsplanung Max Dudler; Ausführungsplanung: Architekturbüro Schnittger und Plesse; Tragwerksplanung: Bendel, Bradke, Lang GmbH; Gebäudetechnik: Ingenieurbüro IG Scholze
  • Hauptnutzfläche: 20.084 Quadratmeter
  • Projektkosten: 163,6 Millionen Euro
  • Bauzeit:
  • Altbau: Juli 1996 bis Dezember 2000
  • Erweiterungsbau I: Dezember 1997 bis November 1999
  • Erweiterungsbau II: März 2003 bis Ende 2005

Geschichte des Ortes und des Gebäudes

Nach Plänen des Architekten August Tiede entstand in den Jahren 1875 bis 1878 die Geologische Landesanstalt und Bergakademie in der Berliner Invalidenstraße auf dem Grundstück der ehemaligen Staatlichen Preußischen Eisengießerei. Das Gebäude bildete gemeinsam mit dem Naturkundemuseum und der Landwirtschaftlichen Hochschule eine zusammenhängende Gebäudegruppe, wobei das Museum von den beiden anderen Häusern flankiert wird. Der Vierflügelbau der ehemaligen Bergakademie ist das Eckhaus zum angrenzenden Invalidenpark. Eine repräsentative Gestaltung und Ausstattung war von Anfang an Teil der Gebäudekonzeption: Großzügige Proportionen, klare Grundrisse, ein weiter Lichthof mit doppeltem Umgang sowie elegante Treppenhäuser kennzeichnen den Bau. Das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude verkörperte den Stil der Neorenaissance, erfuhr aber in späteren Jahren bauliche Veränderungen und Erweiterungen.

Leider erlitt auch dieser Gebäudekomplex während des Krieges Bombenschäden, die nach 1945 nur notdürftig beseitigt wurden.

Nach Gründung der DDR war hier das Ministerium für Geologie untergebracht. Die letzten Nutzer zogen erst 1996, unmittelbar vor Beginn der Altbausanierung aus. Neuer Hausherr wurde in Umsetzung des Hauptstadtbeschlusses das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Der Gebäudekomplex

Für die Unterbringung der Mitarbeiter des Ministeriums reichte der Platz in dem vorhandenen Gebäude nicht aus. Es wurde daher beschlossen, das Haus erheblich zu erweitern. Dazu gehörte neben der Sanierung und Erweiterung des Altbaus die Errichtung von zwei Erweiterungsneubauten. Der Erweiterungsbau I wurde Ende 1999 übergeben, mit dem Bau des zweiten Erweiterungsbaus wurde 2003 begonnen. Die Übergabe des Gebäudes erfolgte im Jahr 2005. Den Wettbewerb für die Errichtung der Erweiterungsbauten entschied der Berliner Architekt Max Dudler für sich.

Der Altbau

Ziel der Altbausanierung war es, die historisch und architektonisch besonders wertvolle Bausubstanz zu bewahren, den Charakter des Gebäudes für zukünftige Generationen zu erhalten und die Bausubstanz, wo sie zerstört war, wiederherzustellen. Das betrifft neben dem äußeren Erscheinungsbild auch die Innenarchitektur. Alle späteren Einbauten und die Veränderungen, die für die Nutzung als modernes Bürogebäude notwendig waren, sollen als solche kenntlich sein.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen waren vorzunehmen, da durch die Nutzung des Ministeriums für Geologie der DDR die ursprüngliche Großzügigkeit des Bauwerks verloren gegangen war. Damals wurden weite Räume in Einzelzimmer unterteilt, Zwischendecken verkleinerten die Raumhöhen und die weiten Arkaden um den Lichthof wurden zugemauert, um dort ein Lager für die Sammlungen des Geologieministeriums zu errichten. Auch die ursprüngliche Form der Gesimse und Schmuckformen wurde nur vereinfacht wieder hergestellt.

Heute ist der Lichthof durch die Öffnung dieser Arkaden und die Freilegung der ummauerten Steinsäulen wieder erlebbar. Weiterhin wurde die Lichthofüberdachung in ihre historische Form zurückversetzt und das Treppenhaus erhielt ebenfalls seinen ursprünglichen Zustand. Ungewöhnlich ist die Lichtregie im sanierten Altbaugebäude: eine halbhohe Ebene wurde neu in das Proportionsgefüge der Raumhöhen eingezogen. Die Ausstattung der Büroräume entspricht dem üblichen Standard; das neue schwarze Mobiliar kontrastiert zum historisch hell gestalteten Bestand. Der repräsentative Altbau nimmt den Leitungsbereich des Ministeriums auf. Das Vestibül zieren zwei Löwen aus der ehemaligen Preußischen Eisengießerei.

Die Erweiterungsbauten

An die Altbausubstanz schließt sich der mit grün-grauem Naturstein verkleidete erste Erweiterungsbau des Architekten Max Dudler an. Der Sechsgeschossige quadratische Kubus besticht durch seine klare Fassadengliederung und schlichte Eleganz. Das Gebäude wird über Vorplatz und Freitreppe am Schwarzen Weg erschlossen. Hier befindet sich im Erdgeschoss das Kommunikationszentrum mit arkadenähnlichem Umgang. Der Innenhof erhielt in Höhe des ersten Geschosses ein gerastertes Glasdach, unter dem die Sitzungssäle angeordnet sind.

Mit der Fusion der Ministerien für Verkehr und Bau im Oktober 1998 entstand die Notwendigkeit für einen zweiten Erweiterungsbau. Der 2. Neubau definiert städtebaulich die Nord-West-Ecke der Liegenschaft und vervollständigt die Raumkante zum Invalidenpark. Das Gebäude nimmt die Proportionen und Fassadengliederung des ersten Neubaus auf. Zur Ostseite hin öffnet sich der Baukörper jedoch ab dem 2. Obergeschoss und präsentiert sich als "offenes U". Im Erdgeschoss entsteht für die Mitarbeiter eine Kantine mit Speisesaal. Der mit Stein und Grün gestaltete nichtüberdachte Innenhof verleiht dem sonst streng geordneten Bürotrakt eine entspannte Atmosphäre.

Für die künstlerische Gestaltung waren unter anderem die drei Kuben mit Sitzungssälen vorgesehen. Der Künstler Günther Förg verkleidete die Wände der drei Säle mit einem patinierten Messingblech, deren große dunkle Flächen sich in dem dunkelgrünen Steinfußboden widerspiegeln. Außerdem prägen Skulpturen und Gemälde anderer Künstler das Gebäudeensemble.

Kontakt

Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Telefon: +49 (0)30 18 300 0
Fax: +49 (0)30 18 300 1920 oder +49 (0)30 18 300 1922
E-Mail: buergerinfo@bmvi.bund.de
Internet: www.bmvi.de

Bürgerservice
Tel: +49 (0)30 18 300 3060

Verkehrsanbindung
  • S-Bahnlinien S1, S2 und S25 (S-Bahnhof Nordbahnhof)
  • S-Bahnlinien S3, S5, S7 und S75 (Hauptbahnhof)
  • U-Bahnlinie U6 (U-Bahnhof Naturkundemuseum)
  • Bus 120, 123, 147 und 245 (Haltestelle Invalidenpark)
  • Straßenbahnlinie M6 (Haltestelle Naturkundemuseum)
  • Bus TXL (Haltestelle Hauptbahnhof)